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Thomas Hoff Andersson
© Menzies
Update

„Er wird die notwendigen Impulse geben“: Thomas Hoff Andersson neuer Manager für operativen Betrieb am BER

Seit Monaten war die Position vakant, nun übernimmt Thomas Hoff Andersson das operative Geschäft am BER. Es warten viele Probleme auf ihn.

Eine Landung am BER ohne Turbulenzen, Probleme und Ärger: Der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes (FBB) hat, wie am Dienstag nach einer Sondersitzung mitgeteilt wurde, den Skandinavier Thomas Hoff Andersson als Geschäftsführer für den operativen Flugbetrieb am BER bestellt. Es ist genau jenes Feld der Abfertigungs- und Prozessprobleme, mit dem der BER seit dem Start regelmäßig für Negativschlagzeilen und Frust bei Passagieren sorgt. „Mit seinen Erfahrungen auch aus einem internationalen Umfeld wird er dem Betrieb des BER die notwendigen Impulse geben“, erklärte FBB–Aufsichtsratschef Jörg Simon.

Die BER-Spitzenpersonalie, die der Tagesspiegel publik machte, ging anders als frühere glatt über die Bühne. Auch bei der Vorstellung im Aufsichtsrat hat Hoff Andersson offenkundig eine gute Figur gemacht. Das dreiköpfige BER-Management – CEO ist Aletta von Massenbach, Personalchef Michael Halberstadt – wird mit Hoff-Andersson wieder komplett. Er werde den Job in Schönefeld zum 1.Mai 2022 antreten, hieß.

Der neue „Chief Operating Officer“ (COO) hat viel vor am problemgeschüttelten BER, wie schon sein offizielles Statement in der Pressemitteilung erkennen lässt: „Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen in der Luftfahrtindustrie bin ich überzeugt, dass der BER enorme Chancen hat, zu einem führenden internationalen Flughafen zu wachsen.“ Er freue sich sich darauf, eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, „um das Passagiererlebnis kontinuierlich zu verbessern, den Fokus auf eine nachhaltige Flughafenentwicklung zu legen und die Konnektivität des Flughafens der Hauptstadtregion weiter zu stärken.“

Der Vorschlag Simons, der die Personalsuche und Auswahl managte, überzeugte das 20-köpfige Gremium – inklusive Arbeitnehmerbank. Aktuell ist der 44-jährige, der die dänische und schwedische Staatsangehörigkeit hat und nach eigenen Angaben fünf Sprachen spricht, Nordeuropa-Manager beim international operierenden, schottischen Bodendienstleister Menzies. Er hat Betriebswirtschaft im schwedischen Lund studiert.

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Wichtigste Karrierestationen in der Branche waren Führungsjobs an den Flughäfen in Kopenhagen (Dänemark) und Bangalore (Indien). Laut FBB hat er sich in seiner mehr als zehnjährigen Tätigkeit in Kopenhagen intensiv mit „der Digitalisierung und Automatisierung der Flughafenabläufe“ sowie der „Verbesserung der Passagierprozesse“ beschäftigt. Am Bangalore International Airport sei er „für die Inbetriebnahme der Südbahn verantwortlich“ gewesen, womit es der erste Flughafen Indiens mit parallelen unabhängigen Start- und Landebahnen wurde.

Der BER, der nach Kosten von rund sieben Milliarden Euro für den Bau auch im Betrieb in den nächsten Jahren weitere 2,4 Milliarden Euro von den Eignern Berlin, Brandenburg und Bund benötigt, muss sparsam wirtschaften. Über das Gehalt des neuen Managers macht das öffentliche Unternehmen keine Angaben. Es dürfte zwischen CEO Aletta von Massenbach (500.000 Euro) und Personalgeschäftsführer Halberstadt (300.000 Euro) liegen.

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