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Volles Haus am Askanischen Platz

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Update

Tischtennis und gute Laune: Rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur beim Tagesspiegel-Neujahrsempfang

Ausgelassene Stimmung: Mehrere Hundert Gäste sind am Dienstagabend der Einladung zum Neujahrsempfang ins Verlagshaus des Tagesspiegels gefolgt. Nur einer fehlte.

Stand:

Dass der Eröffnungsredner, Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner, spontan absagte, machte am Mittwochabend nur langsam die Runde, sorgte aber gleich zu Beginn des Tagesspiegel-Neujahrsempfangs für Gesprächsstoff. Ob er sich nach seinem Tennis-Match-Skandal rund um den Stromausfall im Berliner Südwesten etwa nicht in die Höhle des Löwen wagte?

René Wilke Innenminister Brandenburg, SPD; Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey; Chefredakteur Christian Tretbar
Spitzenpolitiker in der ersten Reihe beim Tagesspiegel-Neujahrsempfang: Brandenburgs Innenminister René Wilke (SPD), Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) und neben Chefredakteur Christian Tretbar ganz rechts Berlins SPD-Fraktionschef Raed Saleh (SPD).

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, Finanzsenator Stefan Evers, stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe, 
Finanzsenator Stefan Evers (CDU) stellt sich den Fragen der stellvertretenden Chefredakteurin Anke Myrrhe. Senatorin Franziska Giffey kam spontan auf die Bühne.

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Nun, hätte er es gewagt, wäre er auf Tagesspiegel-Kolumnistin und Moderatorin Aline von Drateln getroffen, die mit ihrem Outfit, einem knappen Tenniskostüm, wenigstens modisch mit dem Zaunpfahl winkte.

Kolumnistin Tagesspiegel Aline von Drateln und Herausgeber Lorenz Maroldt
Tagesspiegel-Kolumnistin Aline von Drateln hat das politische Motto des Abends modisch übersetzt. Hier neben Tagesspiegel-Herausgeber Lorenz Maroldt.

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Wegner hin oder her. Rund 500 Menschen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft folgten der Einladung in den Verlag am Askanischen Platz und amüsierten sich köstlich. Dem tat auch der etwas langatmige rednerische Auftakt durch Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) keinen Abbruch, der freundlicherweise für Wegner eingesprungen war und sich ein bisschen in Schadensbegrenzung versuchte: „Wenn wir immer nur deutlich machen, was uns an Politik stört, wird das dazu führen, dass die Menschen sich davon abwenden.“

Er verteidigte Wegner: „So viel Spaß es medial machen kann, in Tagesabläufe zu schauen und sich mit sportlichen Aktivitäten zu beschäftigen, sehe ich bei den Menschen doch eine Sehnsucht, sich auf das Wesentliche zu beschränken.“

Damit meinte er unter anderem eine neue Gefährdungslage, die der extremistische Anschlag auf das Stromnetz und der folgende mehrtägige Blackout offenbart hätten. „Diese Zeit ist eine, in der die Weltordnung, wie wir sie kennen, zerbricht.“ Berlin werde als Hauptstadt auch weiterhin besonders im Fokus stehen, wenn es darum gehe, Deutschland als wichtigstes Mitgliedsland der EU zu destabilisieren.

Für die Zukunft müsse man Lehren aus der Krise ziehen. „Wir wollen so gut wie möglich vorbereitet sein.“ Evers äußerte die Hoffnung, dass aus dieser Berliner Krise „alle gestärkt hervorgehen“ werden. Er gibt sich optimistisch: „Lasst uns wieder an das Verbindende glauben“, erklärte er. „Ich bin überzeugt, das Jahr 2026 wird ein gutes Jahr, wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.“

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) derweil blieb realistisch und betonte, dass sie keinen Anlass sehe, die Koalition vor der Wahl im Herbst infrage zu stellen: „Was zählt, ist, was wir hinkriegen“, sagte sie. „Die Regierung wird in dieser Konstellation noch bis Dezember arbeiten, weil das so lange dauern wird, bis eine neue steht.“ Am 20. September wählen die Berlinerinnen und Berliner ein neues Abgeordnetenhaus.

vlnr: Finanzsenator Stefan Evers, PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz, Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin Zentraler Immobilien Ausschuss (ZIA) e.V., Prof. Dr. Julia Blumenthal, Präsidentin Humboldt-Universität zu Berlin
V.l.n.r.: Finanzsenator Stefan Evers, PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz, Aygül Özkan, Hauptgeschäftsführerin des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und Julia von Blumenthal, Präsidentin der Humboldt-Universität zu Berlin.

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Inoffiziell führten die Tagesspiegel-Geschäftsführer Stefan Buhr und Nicolas Köhn sowie Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar in den Abend ein und hießen zunächst die zahlreichen Gäste herzlich willkommen. Während die Geschäftsführung zuversichtlich auf das kommende Jahr blickt – der Tagesspiegel wolle auch 2026 weiter wachsen –, konstatierte Tretbar: „Das Jahr ist journalistisch bereits mit Vollgas gestartet.“

Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson, stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe, 
Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) und Anke Myrrhe.

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Anja Wehler-Schöck, Mitglied der Chefredaktion Tagesspiegel; Paul Loeper Volt Europa; Marie-Isabelle Heiss Landesvorstand Berlin Volt Europa; Cara Seeberg Beraterin Politische Kommunikation Tagesspiegel
Anja Wehler-Schöck, Mitglied der Chefredaktion des Tagesspiegels, zusammen mit Paul Loeper und Marie-Isabelle Heiss vom Landesvorstand Berlin Volt Europa. Außerdem, ganz rechts, Cara Seeberg, Beraterin für politische Kommunikation beim Tagesspiegel.

© Marie Staggat für den Tagesspiegel

Alfonso Pantisano, SPD, Queerbeauftragter der Berliner Landesregierung; Orkan Özdemir, MdA, SPD
Auch der Queer-Beauftragte der Berliner Landesregierung, Alfonso Pantisano (SPD, l.), folgte der Tagesspiegel-Einladung. Hier zu sehen mit Orkan Özdemir (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses.

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Er sprach von der Brandkatastrophe in der Schweiz, dem US-Einsatz in Venezuela und dem Berliner Stromausfall. Im Kontext des letzten Punktes konnte er sich dann auch eine Spitze über Wegners Ausfall nicht verkneifen: „Wir hätten wahnsinnig gerne mit demjenigen gesprochen, der uns bestimmt einiges über den Stromausfall hätte sagen können.“

Prof Dr. Bettina Völter, Rektorin der Alice-Salomon-Hochschule Berlin im Gespräch 
Eine der vielen Vertreterinnen aus dem Bereich Bildung beziehungsweise Wissenschaft war Bettina Völter, die Rektorin der Alice-Salomon-Hochschule Berlin.

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vlnr Sigrid Nikutta, Managerin; Andreas Schatz, Banker bei Weberbank; Yu Zhang Präsidentin Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch; Prof. Dr. Julia von Blumenthal Präsidentin Humboldt-Universität Berlin
V. l. n. r.: Managerin Sigrid Nikutta, Andreas Schatz von der Weberbank, Yu Zhang, Präsidentin der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch, und HU-Präsidentin Julia von Blumenthal.

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Der Berliner Senat war am Abend gut vertreten: Neben Finanzsenator Evers und Wirtschaftssenatorin Giffey waren auch Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler, Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (beide SPD), Verkehrssenatorin Ute Bonde, Justizsenatorin Felor Badenberg (beide CDU) und Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson (parteilos) anwesend.

Geschäftsführer Tagesspiegel Nicolas Löhn, stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, Chefredakteur Christian Tretbar,  
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey mit Tagesspiegel-Geschäftsführer Nicolas Köhn, Anke Myrrhe und Christian Tretbar.

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Geschäftsführer Tagesspiegel Nicolas Köhn; stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe, Verkehrssenatorin Ute Bonde, CDU; Chefredakteur Christian Tretbar, Herausgeber Tagesspiegel Lorenz Maroldt
Verkehrssenatorin Ute Bonde (M., CDU) mit Nicolas Köhn, Anke Myrrhe, Christian Tretbar und Lorenz Maroldt.

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Politikprominenz aus Brandenburg war mit Innenminister René Wilke (SPD) und Finanzminister Robert Crumbach (parteilos, ehemals BSW) vertreten. Unter die Gäste mischten sich auch Mario Tobias, Vorstandsvorsitzender der Messe Berlin, Ex-DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta und Berlins Zoo-Chef Andreas Knieriem. Außerdem der Dramaturg Matthias Lilienthal, der Präsident der Freien Universität Günter Matthias Ziegler und viele mehr.

Karsten Georg Wolkenhauer, Kirchenpräsident Evangelische Landeskirche Anhalts; Stephan-Andreas Casdorff, Editor-at-Large Tagesspiegel
Gute Laune auch bei Karsten Georg Wolkenhauer, Präsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, hier zusammen mit Stephan-Andreas Casdorff, Editor-at-Large des Tagesspiegels.

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stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe und SPD-Spitzenkandidat für die Bürgermeisterwahl in Berlin Steffen Krach 
Trotz Tennisskandal bei der politischen Konkurrenz: Wenn die stellvertretende Chefredakteurin Anke Myrrhe an die Tischtennisplatte bittet, kann auch der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach nicht nein sagen.

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Apropos Tennis: Ein Highlight des Abends und inzwischen schon so etwas wie eine Tagesspiegel-Tradition war die Tischtennisplatte. Unter anderem der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl 2026, Steffen Krach, ließ sich hier von der stellvertretenden Chefredakteurin Anke Myrrhe herausfordern.

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