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09.01.2026, Bayern, München: Ein kleines SUV mit einer Schneeräumschaufel fährt an der alten Pinakothek vorbei. Im Vordergrund gefriert die Straße. Sturmtief «Elli» bringt heute viel Schnee und Eiseskälte in Teile Deutschlands. Mitunter besteht auch Glatteisgefahr durch überfrierenden Regen. Foto: Malin Wunderlich/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

© dpa/Malin Wunderlich

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„Gefahr noch nicht vorbei“: Wetterdienst und Verkehrsminister Schnieder warnen vor Glatteis

Schulen in ganz NRW bleiben auch am Montag geschlossen + Konzernchefin Palla verteidigt Krisenmanagement der Bahn + Hohe Lawinengefahr von den Allgäuer Alpen bis Frankreich gemeldet + Der Newsblog.

Stand:

Viel Schnee, starker Wind und Glatteis: Am Freitag legte der Wintersturm „Elli“ Teile des Lebens im Norden Deutschlands lahm. Auch am Wochenende ist es frostig. Alle wichtigen Meldungen hier.

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Christoph Zempel

Warnungen vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands – Schnieder mahnt zu Vorsicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Am Montag drohe in mehreren Bundesländern Glatteisbildung durch gefrierenden Regen, teilte der DWD am Sonntag mit. Betroffen seien Teile von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) mahnte Autofahrer und Fußgänger zu weiterer Vorsicht. Nach Sturmtief „Elli“ sei „die Gefahr noch nicht ganz vorbei“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Jetzt werden wir Tauwetter haben. Es wird Regen fallen auf gefrorenen Boden.“ Es könne daher am Montag und Dienstag auch „zu gefährlichem Glatteis kommen“.

„Elli“ war am Freitag auf Deutschland getroffen, Sturm und teils starke Schneefälle sorgten für massive Beeinträchtigungen. Der Bahnverkehr in Norddeutschland war erheblich gestört. Behörden und Verkehrsunternehmen riefen die Menschen dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Es galten Unwetterwarnungen, in mehreren Bundesländern fiel die Schule aus. (AFP)

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Christoph Zempel

Blitzeis-Gefahr: Bremen setzt auf Distanzunterricht

Wegen Blitzeis-Gefahr fällt der reguläre Schulunterricht im Bundesland Bremen am Montag aus. Das teilte die Sprecherin des Bildungsressorts mit. Schülerinnen und Schüler bekommen demnach Distanzunterricht. Das bedeutet, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu Hause lernen – angeleitet von ihren Lehrkräften. „Ziel ist es, Risiken auf den Schulwegen zu vermeiden und die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern sowie Beschäftigten zu gewährleisten“, so die Sprecherin. 

Der Distanzunterricht gilt demnach in der Stadt Bremen für alle öffentlichen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie für Schulen in freier Trägerschaft. Auch in Bremerhaven wird auf Distanz unterrichtet. 

Für Schülerinnen und Schüler, die nicht zu Hause betreut werden können, wird an den allgemeinbildenden Schulen eine Notbetreuung organisiert. Die Schulen informieren die Erziehungsberechtigten über die Abläufe. Schulbusse fahren am Montag nicht. 

Auch in Niedersachsen fällt am Montag der reguläre Unterricht wegen der Warnung vor extremer Glätte aus. Bereits am Freitag hatten die Schülerinnen und Schüler in den beiden Bundesländern keinen regulären Unterricht - wegen heftigen Schneefalls und der Warnung vor Sturm und Schneeverwehungen. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Bahnchefin Evelyn Palla gibt in Hannover ein Statement.
Bahnchefin Evelyn Palla gibt in Hannover ein Statement.   Bild: dpa/Moritz Frankenberg

Konzernchefin Palla verteidigt Krisenmanagement der Bahn

Nach der Einstellung des Fernverkehrs der Deutschen Bahn wegen Wintersturms „Elli“ in Norddeutschland hat Konzernchefin Evelyn Palla das Krisenmanagement verteidigt. Die Sicherheit von Reisenden und Mitarbeitenden habe für ihr Unternehmen immer „oberste Priorität“, sagte die Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn am Sonntag im Hauptbahnhof Hannover. Die Lage sei „sehr dynamisch“ gewesen, „weitreichende Schneeverwehungen“ hätten seit Freitag immer wieder bereits freigeräumte Streckenabschnitte blockiert.

Die Bahn sei „immer bestmöglich vorbereitet“, fügte Palla hinzu. Es gebe jedoch stets „Unbekannte“, jede Wetterlage sei „anders“. So sei vorher etwa unklar, welche Regionen und Strecken besonders betroffen sein würden. „Es ist uns tatsächlich gelungen, dass kein Zug auf freier Strecke liegengeblieben ist“, betonte die Bahnchefin. Dies sei wichtig, da bei Ausfall der Stromversorgung sonst kritische Situationen drohten.

Rund ein Drittel des Fernverkehrs der Deutschen Bahn fährt wieder stabil. „Die großen Hauptachsen sind alle freigeräumt und befahrbar“, sagte Palla. Sie bedankte sich bei den Einsatzkräften, die in den letzten Tagen im Einsatz waren.

Wintersturm „Elli“ hatte für Ausfälle und massive Verspätungen der Bahn gesorgt. Im Norden Deutschlands wurde der Fernverkehr zeitweise komplett eingestellt. Gestrandete Reisende kamen teilweise in Zügen, die in Bahnhöfen abgestellt wurden, unter. Die Deutsche Bahn rechne auch am Nachmittag noch mit Einschränkungen auf vielen Strecken. Palla war nach eigenen Angaben mit einem der ersten Züge von Berlin nach Hannover gereist. (AFP, dpa)

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Sven Lemkemeyer

Zahlreiche Unfälle – meist nur Leichtverletzte und Blechschäden

Die Wetterlage hat sich nach dem Sturmtief weitgehend beruhigt, die Polizei registrierte bundesweit am Wochenende zahlreiche Unfälle auf glatten und schneebedeckten Straßen, vielerorts waren Räumdienste im Einsatz. In den meisten Fällen blieb es demnach aber bei leichteren Verletzungen oder Blechschäden. Es gab aber auch vereinzelt schwere Unfälle. Bei Korbach in Hessen geriet am Samstag ein 27-Jähriger auf glatter Fahrbahn ins Schleudern und prallte in ein entgegenkommendes Auto. Er starb, die Fahrerin des entgegenkommenden Autos wurde verletzt. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Deutscher Wetterdienst hebt alle Unwetterwarnungen wegen massiven Schneefalls auf

Nach massivem Schneefall durch Wintersturm „Elli“ in weiten Teilen des Landes hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) alle bestehenden Unwetterwarnungen aufgehoben. Es werde jedoch weiterhin vor leichten bis mäßigen Schneefällen in Süddeutschland sowie in Sachsen gewarnt, teilte der DWD am späten Samstagabend mit. Die Schneefälle hätten sich soweit abgeschwächt. Unwetterwarnungen seien nicht mehr notwendig. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Fernverkehr im Norden auf allen Hauptstrecken angelaufen – reduziertes Angebot

Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Allerdings sei weiterhin nur ein reduziertes Angebot möglich, und es könne noch zu Ausfällen kommen, teilte die Deutsche Bahn am Sonntagvormittag mit.
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Maria Kotsev
Author Maria Kotsev
Ein Schild warnt vor Lawinengefahr in den Alpen in Bayern.
Ein Schild warnt vor Lawinengefahr in den Alpen in Bayern.   Bild: Frank Rumpenhorst/dpa

Hohe Lawinengefahr von den Allgäuer Alpen bis Frankreich

Nach den jüngsten Schneefällen ist die Lawinengefahr in den Alpen gestiegen. Von den Allgäuer Alpen in Bayern bis zu den französischen Alpen wurde für Sonntag vielerorts große Lawinengefahr ausgerufen – die vierte von fünf Warnstufen.

Laut dem Lawinenwarndienst Bayern herrscht in den Allgäuer Alpen oberhalb der Waldgrenze große Gefahr. Darunter besteht erhebliche Gefahr (Stufe 3). Das Hauptproblem sei der sogenannte Triebschnee. Dabei handele es sich um spröde Schneemassen, die vom Wind verfrachtet wurden, hieß es. Lawinen könnten schon bei geringer Belastung oder sogar ohne menschliche Einwirkung abgehen.

Gefahrenstellen selbst für erfahrene Sportler kaum erkennbar

In Österreich müsse auch im Westen Tirols und in Vorarlberg mit solchen spontanen Lawinen gerechnet werden, hieß es von den Warndiensten des Alpenlandes. „Die Gefahrenstellen sind zahlreich und auch für Geübte kaum zu erkennen“, so die Tiroler Fachleute, die wie ihre bayerischen Kollegen vor großen Lawinen warnten. „Große Vorsicht und Zurückhaltung sind nötig“, hieß es.

Die aktuellen Gefahrenkarten zeigen auch vom Osten bis zum französischsprachigen Westen der Schweiz und weit nach Frankreich hinein ein rotes Band mit hoher Risikostufe. Für Skiwanderer und andere Tiefschnee-Wintersportler seien die Verhältnisse im ungesicherten Gelände abseits der Pisten „sehr kritisch“, hieß es vom Schweizer Warndienst SLF.

Die Lawinenlageberichte dient nicht nur Bewohnern alpiner Gebiete, sondern vor allem auch Wintersportlern wie Skitourengehern zur Einschätzung der weißen Gefahr. Er hat fünf Stufen, die von gering über mäßig und erheblich bis zu groß und sehr groß reichen. Auch bei den zwei untersten Stufen ist Vorsicht geboten: Mehr als ein Drittel aller Lawinentoten ist diesen Risikolagen zuzurechnen. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

Fernverkehr der Bahn im Norden bis Sonntag stark eingeschränkt

Wegen des Wintereinbruchs fällt der Bahnverkehr auf mehreren wichtigen norddeutschen Fernverkehrsstrecken noch bis voraussichtlich Sonntag aus. Betroffen sind unter anderem die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet, wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte.
Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator, auf bahn.de oder die kostenfreie Hotline 08000 996633 über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. 

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Sven Lemkemeyer

Minus 12 Grad in Coschen in Brandenburg – bundesweit niedrigste Messung

Im Südosten Brandenburgs haben die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in der Nacht zum Samstag bundesweit die niedrigste Temperatur gemessen. Mit Ausnahme des Brockens und der Zugspitze sei der Tiefstwert in Coschen (Landkreis Oder-Spree) an der Grenze zu Polen mit minus 12,1 Grad Celsius festgestellt worden, hieß es vom DWD. Die Temperatur wurde am frühen Morgen erreicht. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Nach dem Schnee droht Glatteis

Kurz durchatmen vor der nächsten möglichen Unwetterlage: Nach viel Schnee, vor allem im Norden Deutschlands, kann es in den kommenden Tagen gefrieren und vor allem glatt werden. Das teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mit. 

Am Samstag könne es in manchen Lagen noch kräftigen und im Schwarzwald ergiebigen Schneefall geben. Die Temperaturen liegen zwischen minus sieben Grad im Osten und plus vier Grad im Süden. 

Bereits in der Nacht zu Sonntag liegen die Tiefstwerte laut Vorhersage zwischen minus fünf und minus zwölf Grad, örtlich kann das Thermometer bis zu minus 17 Grad anzeigen – am wahrscheinlichsten in der Lüneburger Heide. Am Sonntag werde es dann heiter bis wolkig und vor allem im Nordosten und Westen oftmals sonnig und trocken. Es gebe verbreitet Dauerfrost und die Temperaturen lägen demnach zwischen minus sieben und plus einem Grad.

„In der Nacht zum Montag erreicht eine Warmfront den Westen Deutschlands, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt fällt allenfalls anfangs Schneefall“, erklärt Meteorologe Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst. Rasch gehe der Schnee in Regen über, der auf den kalten Böden gefriere und zu Glatteis führe. „Damit stellt sich nach kurzer Pause die nächste Unwettersituation an. Am Montag breitet sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus.“ (dpa)
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Kati Krause

Wir nehmen jeden Zug!

Tagesspiegel-Redakteur Oliver Voß berichtet von chaotischen Szenen am Berliner Hauptbahnhof. Es gibt zahlreiche Ausfälle und massive Verspätungen. Als endlich mal ein ICE nach München einfährt, stürmt eine große Gruppe aus dem von der Bahn bereitgestellten Aufenthaltswagen.

Der Berliner Hauptbahnhof am Samstagmorgen.
Der Berliner Hauptbahnhof am Samstagmorgen.   Bild: Oliver Voß/Tsp
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Kati Krause
Deutsche Bahn rechnet mit Fernverkehr erst ab Mittag

Die Deutsche Bahn nimmt heute den Zugverkehr in Norddeutschland schrittweise wieder auf. In einer Pressemitteilung schreibt die DB, die ersten Fernzüge auf der Achse Berlin–Hannover/Ruhrgebiet seien ab Samstagmittag geplant. Das Hochfahren des Betriebs nach den Auswirkungen des heftigen Wintereinbruchs würde jedoch über Stunden dauern. 

Das Angebot in Norddeutschland bleibe am Samstag weiterhin stark eingeschränkt. Auf einigen Nord-Süd-Linien solle der Verkehr im Laufe des Tages aufgenommen werden, etwa zwischen dem Ruhrgebiet und Hamburg und auf der Strecke Hamburg–Berlin.

Auch der Regionalverkehr in Norddeutschland werde im Verlauf des Samstags wieder fahren. In Schleswig-Holstein und Niedersachsen sei jedoch mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. 

Einige Zugverbindungen können heute noch nicht bedient werden, schreibt die DB – darunter zwischen Hamburg und Kopenhagen, Amsterdam und Hannover, Westerland/Kiel–Hamburg, Binz/Rostock–Berlin und Norddeich/Emden–Hannover/Ruhrgebiet.

Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden, sich vor Fahrtantritt in der App DB Navigator, auf bahn.de oder die kostenfreie Hotline 08000 996633 über die aktuelle Verkehrslage zu informieren. 
Ein Aufenthaltszug steht im Hamburger Hauptbahnhof.
Ein Aufenthaltszug steht im Hamburger Hauptbahnhof.   Bild: dpa/Daniel Bockwoldt
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Sven Lemkemeyer

Bauernverbände: Ernte kann von Schnee und Frost profitieren

Bauernverbände in Deutschland versprechen sich von den derzeitigen eisigen Temperaturen positive Folgen für die Ernte in diesem Jahr. Kälteprobleme gebe es weder bei der derzeitigen Aussaat des Wintergetreides noch bei den Nutzpflanzen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Landvolks Niedersachsen, Konrad Westphale, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: „Der frühe Frost Ende November hat eine Art Winterruhe bei den Pflanzen hervorgerufen und auch den Befall mit Läusen gestoppt.“ Den aktuellen Schnee und Frost bewerte er daher als „grundsätzlich erst einmal gut“.

Dass die Ernte vom Frost profitieren könne, sagte auch Biobauer Peter Röhrig vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft. Durch die sogenannte „Frostgare“ – ein Prozess, bei dem Eiskristalle das Wasser im Erdreich dehnen und es so auflockern – könnten die Böden mehr Luft, Wasser und Nährstoffe speichern. Dies erleichtere die anstehende Aussaat im Frühjahr, sagte Röhrig. (epd)
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Kati Krause
Schnee zieht nach Süden – Fernverkehr der Bahn soll anlaufen

Vorsichtiges Aufatmen im Norden – dafür Schneefall von der Mitte bis in den Süden Deutschlands. Laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt die Schneefallgrenze in der Südhälfte bei 300 bis 500 Metern. Bis in die Morgenstunden sollen ein bis fünf Zentimeter Neuschnee hinzukommen. Der Norden Deutschlands hat noch mit den Auswirkungen von Schnee und Schneeverwehungen zu kämpfen. Am Morgen will die Deutsche Bahn den Fernverkehr im Norden wieder aufnehmen – er ruht wegen des Unwetters seit Freitag.

Wie ist die Lage in Süddeutschland?
Mehrere Polizeipräsidien in Baden-Württemberg und Bayern sprechen nicht von mehr Unfällen als in anderen Nächten. Die Lage werde sich in der Nacht voraussichtlich auch nicht mehr verändern, sagten mehrere Polizeisprecher in beiden Bundesländern. Ein Meteorologe des DWD sprach jedoch davon, dass „einiges an Schnee auf uns zukommt“. Insbesondere wo der Schnee einsetze, sei damit auch für Autofahrer Vorsicht geboten. Besonders in höheren Lagen könne es glatt werden, in tieferen Lagen aufgrund höherer Temperaturen eher nicht.

Schnee im Norden
Schnee ist in Hamburg durchaus ungewöhnlich. In der Hansestadt liegt laut Wetterdienst auf freien und ungeräumten Flächen inzwischen eine Schneedecke von bis zu fünf Zentimetern. Der Norden hatte am Freitag vor allem mit Schneeverwehungen zu kämpfen. Es gab viele Unfälle. Am Freitagabend wurde der komplette Busverkehr in Hannover und Umland eingestellt. Es wird damit gerechnet, dass sich die Verkehrslage im Laufe des Tages normalisiert. 

Was sagt die Wetterprognose
Dem Wind geht nun langsam die Puste aus: Am Wochenende soll sich Sturmtief „Elli“ langsam auflösen – schon seit der Nacht nimmt laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der Wind immer weiter ab.
Statt im Norden wird es nun in der Mitte und im Süden schneien – mit einem besonderen Fokus im Schwarzwald und im Allgäu. Dort sind nach DWD-Angaben bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den Hochlagen des Schwarzwalds bei unwetterartigem Schneefall sogar 50 Zentimeter Neuschnee möglich.
„Der Sonntag ist dann oftmals ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch“, sagte DWD-Meteorologe Marcel Schmid am Freitag. „Bei zeitweiligem Sonnenschein lohnt sich ein Winterspaziergang durch die frisch verschneite Landschaft.“

Nun wird es nachts bitterkalt
Plusgrade werden am Samstag laut Wetterdienst nur noch südlich des Mains gemessen, aber auch dort fallen die Temperaturen im Tagesverlauf in den Frostbereich. „In der Nacht wird es knackig kalt.“ In der Nacht zum Sonntag könnte es strengen Frost geben bei Tiefstwerten von bis zu -12 Grad – über Schnee und bei klarem Himmel sind örtlich um oder unter -15 Grad möglich. (dpa)
Ein Schneepflug der Kreismeisterei versucht im niedersächsischen Bingum, einen Gehweg von den Schneeverwehungen zu befreien.
Ein Schneepflug der Kreismeisterei versucht im niedersächsischen Bingum, einen Gehweg von den Schneeverwehungen zu befreien.   Bild: Lars Penning/dpa
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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Hape Kerkeling schafft es nicht in Talkshow

Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling war im Fernsehen - aber nicht so, wie er es selbst erwartet hatte. Er konnte wegen des Winterwetters nicht mit dem Flugzeug in Hamburg landen, um in der NDR Talk Show mit Barbara Schöneberger und Bettina Tietjen aufzutreten.

„Dann steigen wir in die Maschine und der Kapitän sagt, meine Damen und Herren, es ist nicht ganz sicher, ob wir in Hamburg landen werden“, erzählte Kerkeling schließlich per Videoschalte in der NRD Talk Show. Trotzdem wollte der Pilot es versuchen und eine „Wetterlücke“ treffen - was aber nicht gelang. Also kehrte das Flugzeug um und es ging für Kerkeling zurück nach München, sagte der Komiker in seiner amüsanten Art. 

„Es tut mir in der Seele weh“, sagte er zu Beginn des Gesprächs darüber, dass er es nicht ins Hamburger Studio geschafft habe. Später ergänzte er, er habe ein Pflichtbewusstsein, einen zugesagten Termin wahrzunehmen, und fühle sich schuldig, es nicht geschafft zu haben. 

Das Winterwetter habe der Sendung „übel mitgespielt“, sagte Moderatorin Barbara Schöneberger. „Wir mussten nahezu all unsere Gäste neu finden, weil die meisten den Weg nach Hamburg nicht finden konnte.“ (dpa)

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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Zwei Stadtbahnen in Hannover entgleisen nach Schneefall

In Hannover sind am späten Nachmittag zwei Stadtbahnen der Üstra unabhängig voneinander entgleist. Ursache seien festgedrückter Schnee und Eis im Gleisbereich gewesen, sagte Heiko Rehberg, Sprecher des zuständigen Verkehrsunternehmens Üstra. Zuerst hatte der NDR berichtet.

Die Unfälle ereigneten sich in den Stadtteilen Bothfeld und Döhren. Ein Fahrer wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Fahrgäste waren nach Angaben des Unternehmens nicht betroffen, da die Bahnen ohne Passagiere auf dem Weg zu Betriebshöfen waren. Zuvor hatte die Üstra den Verkehr auf oberirdischen Streckenabschnitten eingestellt.

„Das zeigt, dass es absolut richtig war, nur noch in den Tunnelbereichen Bahnen fahren zu lassen“, sagte Rehberg. Im Laufe des Samstags will die Üstra demnach prüfen, ob der Verkehr auf einzelnen oberirdischen Abschnitten schrittweise wieder aufgenommen werden kann. (dpa)

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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Der meiste Schnee im Norden ist durch

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Norddeutschland nicht mehr mit großem Schneefall. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern könne es zwar im Laufe des Samstags noch einzelne Schneeschauer von der Ostsee her geben. Mit Blick auf die Schneemengen sei aber nichts Großartiges mehr zu erwarten, sagte der Meteorologe vom Dienst, Christian Paulmann. Allerdings stünden vor allem im Nordosten Tage mit strengem Frost bevor.

In Hamburg liege auf freien und ungeräumten Flächen inzwischen eine Schneedecke bis zu fünf Zentimetern. Die Menge des Neuschnees sei dabei aber schwer zu messen, weil er leicht verdrifte. Allerdings sei die gesamte Situation mit dem stürmischen Schneewinter von 1978/79 überhaupt nicht zu vergleichen - weder mit Blick auf die Schneemengen noch bei den Windgeschwindigkeiten. (dpa)

Schlittenfahrer im tief verschneiten Schanzenpark.
Schlittenfahrer im tief verschneiten Schanzenpark.   Bild: Christian Charisius/dpa
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Julia Weiss
Author Julia Weiss

Kreuzfahrtschiff kehrt vorzeitig zurück

Ein Kreuzfahrtschiff der Reederei Aida ist wegen des Sturmtiefs „Elli“ vorzeitig nach Hamburg zurückgekehrt. Das Schiff kam am frühen Freitagmorgen im Hamburger Hafen an, wie die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida mitteilte. Ursprünglich hätte es am Samstagmorgen Hamburg erreichen sollen. Zunächst hatten mehrere Medien berichtet.

Nach Reedereiangaben hätte die „Aidanova“ am Donnerstag eigentlich die englische Hafenstadt Southampton anlaufen sollen. Der Stopp entfiel, und das Schiff begab sich am Mittwochabend ab Cherbourg in Nordfrankreich direkt auf Fahrt nach Hamburg.

Aida teilte mit, die Gäste könnten in Hamburg auf dem Schiff bleiben. Die Reise ende offiziell wie geplant am Samstag. Wie viele Gäste mit dem Schiff unterwegs waren, geht aus der Antwort des Unternehmens nicht hervor. (dpa)

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