zum Hauptinhalt
319953_3_flanell_apparel.jpg
© TSP

Netzkolumne: Jede Woche eine neue Fashion Week

Die Berliner Fashion Week ist vorbei, doch Modethemen finden auch nach der Messe reißenden Absatz - im Internet: Modeblogs sind ein schillerndes Beispiel für den publizistischen Erfolg privater und kommerzieller "Netztagebücher".

Sie sind weder Neuerscheinung noch Trend in der breit gefächerten Bloglandschaft. Längst haben sich Modenblogs ein eigenständiges Label erarbeitet und gehören mittlerweile zu den meistgelesensten und erfolgreichsten Webseiten weltweit. Doch so weit wollen wir gar nicht schauen - in unserer Netzkolumne stellen wir bekannte deutschsprachige Modeblogs vor.

Stil in Berlin

Das bekannteste so genannte StreetStyle-Blog Deutschlands wird geführt von Mary Scherpe und ihrem Kollegen Dario Natale. Beide schlendern tagsüber durch Berlins Straßen und sprechen Menschen an, deren Kleidungsstil sie bemerkenswert finden. Die Personen werden in einfachen, lässigen Posen abgelichtet und nach der Herkunft ihres Outfits gefragt. Mehr brauchte es nicht, um Stil in Berlin, das 2006 gegründet wurde, auch außerhalb des Internets bekannt zu machen. Mittlerweile ist Stil in Berlin eine feste Größe der internationalen Street Style Blogs und erscheint mittlerweile sogar als Print-Magazin. Zur nächsten Berliner Fashion Week im Januar soll die zweite Ausgabe erscheinen.

Flannel Apparel

Seit drei Jahren bloggt Teresa Buecker, derzeit Community-Chefin beim Meinungsmagazin "Der Freitag", über Mode, Gender, Pop und Politik. Ein Themenmix, den Frauen nicht in den herkömmlichen für sie gedachten und gemachten Zeitschriften finden. Die Idee zu Flannel Apparel kam Buecker nach Beobachtungen der damaligen Berliner Style-Kultur: Frauen in Flanellhemden. "Die Sprache des karierten Kleidungsstücks durchbricht die Zwänge des von Mediengesellschaften diktierten Frauenbilds", so Bueckers Meinung zum hippen Stoff.

319954_0_f4fd0462.jpg
Für Sneakerfans -
© TSP

Sneaker Girls

Auf sneakergirlsblog.de zeigen Lisa Rank und Susanne Reindke Schuhe. Und zwar, wie der Name bereits vermuten lässt: Sneaker. Sneaker von Lesern, ihre eigenen Sneaker, ausgefallene und aufgefallene Sneaker. Für alle, die genug vom ewigen Stöckel und Stiefel der gängigen Modeblogs haben und für alle liebhaber der bequemen, zeitlosen Treter.

Les Mads

Les Mads ist das 2007 gegründete Modeblog von Julia Knolle und Jessica Weiß. Von Beginn an hatte das Duo Kontakt mit dem Burda Verlag, der nach einer kurzen Testphase Technik und Entwicklung von Les Mads übernahm - inhaltlich haben Knolle und Weiß nach eigenen Angaben alleinige Entscheidungsgewalt. Später stieg Glam Media, ein Publisher-Network für Lifestyle-Themen in die Vermarktung von Les Mads ein und Julia Knolle betreut seitdem auch Glam.de redaktionell. Les Mads ist damit ein durchweg professionalisiertes Modeblog und das erfolgreichste in Deutschland.

319955_0_33401d47.jpg
Bunt und gut. Auf What's wrong with the Zoo findet man Ausgefallenes -
© TSP

What's wrong with the Zoo

Ungewöhnlicher Name - ungewöhnliche Kleidung. Auf What's wrong with the Zoo bloggt Judith Marthaler aus Hamburg seit 2007 in englischer und deutscer Sprache über zeitgenössische und und progressive Mode aus dem europäischen Raum. Ihr geht es darum, den "Mischmasch, den aktuelle Mode ausmacht" zu entdecken. Allerdings legt sie dabei Wert auf "authentische, unverwechselbare und unvorhersehbare" Stile. So stellt Marthaler Designer, Labels und Kampagnen vor, gibt Einblicke in Events sowie Wettbewerbe und zeigt wie Kunst und Mode zusammen funktionieren.


Die Online-Redaktion ist auch nach Dienstschluss online. Was wir privat im Internet toll finden, soll unseren Lesern nicht vorenthalten bleiben: Ob Videos, Webseiten, digitale Diskurse, Hypes oder Themen, die das Netz beschäftigen - Beinahe täglich kommt uns beim Surfen Witziges, Geistreiches oder Absurdes unter die Finger. In unserer Netzkolumne lassen wir Sie daran teilhaben. Nutzen Sie die Kommentarfunktion, falls Sie etwas im Internet entdeckt haben, das wir aufgreifen sollten. Wir freuen uns über rege Beteiligung.

Nadine Lantzsch

Zur Startseite