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Im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Schauspieler, Sprecher und Sänger William Cohn.
© Christoph Hardt/Geisler-Fotopress/dpa

Mit 65 Jahren: Jan Böhmermanns Sidekick William Cohn ist tot

Mit seinen Ansagen im „Neo Magazin Royale“ und in „Roche & Böhmermann“ genoss William Cohn Kultstatus. Nun ist der Schauspieler überraschend gestorben.

Die lässige Beiläufigkeit und die einprägsame Bass-Stimme, mit der William Cohn in der Talksendung „Roche & Böhmermann“ die Gäste vorstellte, oder seine bissigen Bemerkungen, mit denen er im „Neo Magazin Royale“ von Jan Böhmermann die Beiträge ankündigte, haben den Sprecher, Schauspieler und Sänger zu so etwas wie einer unverwechselbaren Marke gemacht, die durch sein markantes Äußeres – was die Pullover-Auswahl anging, war er mindestens so speziell wie einst der FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher – noch verstärkt wurde. Kurz gesagt: William Cohn genoss Kultstatus.

Am Donnerstag ist er in Basel „plötzlich und unerwartet“ im Alter von 65 Jahren gestorben, wie sein Management dem Internetdienst T-Online bestätigte. Nähere Angabe zu den Umständen liegen nicht vor. „Du beeindruckender Bühnenmensch. Gute Reise, William“, würdigte Böhmermann auf Twitter seinen ehemaligen Sidekick. „Zu früh, viel zu früh“, twitterte ProSieben, „William, mach's gut“, das ZDF.

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„Bissig, schräg wahnsinnig“

„Ich pflege zu sagen, was ich denke“, so beschrieb Managerin Darlene Fischer das Lebensmotto von Cohn und bestätigte damit den Eindruck, den die Zuschauer von ihm gewonnen haben.

Was ebenfalls zu seinem Markenzeichen gehörte, waren Doppeldeutigkeiten. „Der gute Ton von Cohn: Elegant durch alle Lebenslagen“, so lautete der Titel seines Buches von 2017, in dem er seine Fans an seinem unschlagbaren Stilbewusstsein und der Cohnschen Etikette teilhaben ließ. „Bissig, schräg wahnsinnig“, so wurde sein satirischer Knigge gewürdigt.

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Weniger bekannt als seine Fernsehauftritte war hingegen Cohns Rolle des intriganten Waffenhändlers Kaspar im Erfolgsmusical „Ludwig²“. In mehr als 600 Shows habe er in seiner Paraderolle diesem Charakter Stimme und Volumen verliehen. „Nun hat er die Bühne, die ihm so viel bedeutete, für immer verlassen“, sagte sein Manager Gerd Fischer.

In Kolumbien war William Cohn in einer Musikerfamilie aufgewachsen. Von dort ging es nach Wien, wo er sich für eine Karriere als Schauspieler und Sänger entschied. Er studierte Gesang und Schauspiel in München, Wien, Los Angeles und St. Petersburg.

William Cohn hinterlasse „eine große Lücke. Bei seiner Familie, seinen engsten Freunden. In der hiesigen Medienlandschaft“, sagte Managerin Fischer – man kann sich dem nur anschließen.

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