zum Hauptinhalt
Thronwechsel in Amsterdam: Willem-Alexander ist seit Dienstag nicht nur König der Niederlande sondern zugleich auch der jüngste König Europas.
© Reuters

Vereidigung von Willem-Alexander: Der jüngste König Europas

"Ich trete in deine Fußstapfen und ich danke dir für alles" - mit diesen Worten dankte Willem-Alexander seiner Mutter Beatrix während seiner Vereidigung. Hunderttausende feierten in Amsterdam die Inthronsierung des jüngsten Königs von Europa. In Berlin feierten 800 Gäste in der niederländischen Botschaft mit.

Von Rolf Brockschmidt

Ein historischer Tag in jeder Beziehung. Zum letzten Mal lud Botschafter Marnix Krop zum Königinnentag in die niederländische Botschaft ein. Als um 13 Uhr die Gäste eintrafen, um später auf der Leinwand die Huldigung des neuen Königs mitzuerleben, war Beatrix schon Prinzessin der Niederlande und Willem-Alexander König. Auf die Abdankung um 10 Uhr 07 folgte um 14 Uhr die Huldigung in der Nieuwe Kerk. Botschafter Krop sagte vor rund 800 Gästen in der festlich geschmückten Botschaft, dass nun nach 33 Jahren der Regentschaft von Beatrix nun nach 120 Jahren zum ersten Mal wieder ein König auf dem niederländischen Thron sitzt. Er äußerte seinen Dank an Beatrix für die geleistete Arbeit und ihr besonderes Engagement für die deutsch-niederländischen Beziehungen, was die Gäste mit großem Beifall quittierten. Er erinnerte an den königlichen Besuch vor zwei Jahren und wies auf die künftige Stippvisite des neuen Königspaares am 3. Juni hin.

Da eigentlich an diesem Tag auch Amsterdam als Stadt mit vielen Jubiläen gefeiert werden sollte, war die Dekoration auch auf die Hauptstadt abgestimmt. "Wir stehen aber heute nicht an der Spree, sondern an der Amstel", sagte Krop und taufte zumindest vorübergehend kurzerhand den Alexanderplatz in Willem-Alexanderplatz um. Beide Hauptstädte stünden für Tradition und Erneuerung. Im Dezember werde Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan nach Berlin kommen, um über gemeinsame Perspektiven zu beraten. Eigentlich sollte van der Laan heute in Berlin in der Botschaft sein, doch da gab es plötzlich zu Hause etwas zu regeln, erzählte er in einer auf Deutsch eingespielten Videobotschaft an die Gäste. Man werde dann sehen, was man gemeinsam tun könnte.

Bevor die Gäste der Huldigung auf Großbildleinwänden live aus den Niederlanden lauschten, verkündete Botschafter Krop seinen Abschied von Berlin im August und kündigte an, dass nun erstmals seit fast 200 Jahren ein Frau, Monique van Dalen, seinen Posten übernehmen werde, was mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die Niederländer sind auch in diesem Punkt innovativ. Wie Tradition und Moderne Hand in Hand gingen, zeigte sich bei der eindrucksvollen Zeremonie der Huldigung, wo sich König und Volksvertreter gegenseitig die Treue schwören.

Kurz vor 14 Uhr zogen die Ehrengäste aus dem Königlichen Palast in die Nieuwe Kerk, angeführt von Prinzessin Beatrix und ihren drei Enkelinnen Catharina-Amalia, Ariane und Alexia. Dann wurden die königlichen Insignien, das Reichsschwert und die Standarte sowie das Grundgesetz und das Königreichsstatut in die Kirche getragen. Beatrix plauderte entspannt mit ihren Enkelinnen und schien vor allem der Prinzessin von Oranien den Ablauf der Zeremonie zu erklären. Sie hat ihren Vater schon vor ein paar Tagen gefragt, wie lange er denn gedenke, König zu sein. Jubel brandet auf dem Dam-Platz auf, als der König - nun mit Hermelinmantel - und Königin Máxima ganz in Blau mit einem Diadem von Königin Emma auf dem Kopf gemessenen Schrittes aus dem Palast kommen und hinter den Standarten der Teilstreitkräfte in die Nieuwe Kerk einziehen. Auf dem Platz herrscht eine fröhliche Atmosphäre, kein Vergleich mit den Bildern von 1980. Der Zeremonienmeister stampft dreimal mit dem Stab auf und verkündet um 14:04 Uhr: "Der König".

Um 14:45 Uhr rief der Zeremonienmeister: "Es lebe der König!"

Willem-Alexander schaut ernst und gefasst und Máxima strahlt über das ganze Gesicht. In einer kurzen Rede sagt Willem-Alexander zu den versammelten Volksvertretern der beiden Parlamentskammern und der karibischen Gebiete, dass er gekommen sei, um seinen Eid auf das Grundgesetz und das Königreichsstatut abzulegen so wie sie später einzeln dem König ihre Treue schwören werden. Vertrauen sei eine Angelegenheit beider Seiten. Vertrauen aufzubauen eine tägliche Arbeit.

Er erinnerte an seine Mutter, die immer für die Werte des Grundgesetzes gestanden habe. Auch ein König habe eine eigene Verantwortung, auch wenn er politisch wenig Einfluss habe, sagte er mit fester Stimme. Noch einmal dankte er seiner Mutter, die auch in harten Zeiten immer eine liebevolle Stütze gewesen sei. "Mit Hilfe meines Vaters hat sie ihre Popularität aufgebaut", sagte Willem-Alexander zu seiner sichtlich bewegten Mutter. "Ich trete in deine Fußstapfen und ich danke dir für alles", sagte er unter großem Beifall.

Jeder König habe seinen eigenen Stil, jeder lebe in seiner Zeit und passe sich ihr an, diesen Raum habe ihm die Verfassung gegeben. "Wir weben gemeinsam an diesem Teppich der Geschichte", sagte der König und erinnerte auch daran, dass Unsicherheit im Land herrsche, Sorge um die Gesundheit und die Arbeitsplätze. Die Kraft liege in der Zusammenarbeit, in der Familie, in der Straße, in der Stadt und im Land, ja in der Welt. "Tradition und Neugier auf Neues haben uns vorangebracht", sagte Willem-Alexander, "ich will als König die Menschen ermutigen, ihre Stimme zu gehör zu bringen, das werde ich mit Stolz vertreten."

Ein historischer Tag in jeder Beziehung. Zum letzten Mal lud Botschafter Marnix Krop zum Königinnentag in die niederländische Botschaft ein. Als um 13 Uhr die Gäste eintrafen, um später auf der Leinwand die Huldigung des neuen Königs mitzuerleben, war Beatrix schon Prinzessin der Niederlande und Willem-Alexander König. Auf die Abdankung um 10 Uhr 07 folgte um 14 Uhr die Huldigung in der Nieuwe Kerk. Botschafter Krop sagte vor rund 800 Gästen in der festlich geschmückten Botschaft, dass nun nach 33 Jahren der Regentschaft von Beatrix nun nach 120 Jahren zum ersten Mal wieder ein König auf dem niederländischen Thron sitzt. Er äußerte seinen Dank an Beatrix für die geleistete Arbeit und ihr besonderes Engagement für die deutsch-niederländischen Beziehungen, was die Gäste mit großem Beifall quittierten. Er erinnerte an den königlichen Besuch vor zwei Jahren und wies auf die künftige Stippvisite des neuen Königspaares am 3. Juni hin.

Da eigentlich an diesem Tag auch Amsterdam als Stadt mit vielen Jubiläen gefeiert werden sollte, war die Dekoration auch auf die Hauptstadt abgestimmt. "Wir stehen aber heute nicht an der Spree, sondern an der Amstel", sagte Krop und taufte zumindest vorübergehend kurzerhand den Alexanderplatz in Willem-Alexanderplatz um. Beide Hauptstädte stünden für Tradition und Erneuerung. Im Dezember werde Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan nach Berlin kommen, um über gemeinsame Perspektiven zu beraten. Eigentlich sollte van der Laan heute in Berlin in der Botschaft sein, doch da gab es plötzlich zu Hause etwas zu regeln, erzählte er in einer auf Deutsch eingespielten Videobotschaft an die Gäste. Man werde dann sehen, was man gemeinsam tun könnte.

Bevor die Gäste der Huldigung auf Großbildleinwänden live aus den Niederlanden lauschten, verkündete Botschafter Krop seinen Abschied von Berlin im August und kündigte an, dass nun erstmals seit fast 200 Jahren ein Frau, Monique van Dalen, seinen Posten übernehmen werde, was mit großem Beifall aufgenommen wurde. Die Niederländer sind auch in diesem Punkt innovativ. Wie Tradition und Moderne Hand in Hand gingen, zeigte sich bei der eindrucksvollen Zeremonie der Huldigung, wo sich König und Volksvertreter gegenseitig die Treue schwören.

Kurz vor 14 Uhr zogen die Ehrengäste aus dem Königlichen Palast in die Nieuwe Kerk, angeführt von Prinzessin Beatrix und ihren drei Enkelinnen Catharina-Amalia, Ariane und Alexia. Dann wurden die königlichen Insignien, das Reichsschwert und die Standarte sowie das Grundgesetz und das Königreichsstatut in die Kirche getragen. Beatrix plauderte entspannt mit ihren Enkelinnen und schien vor allem der Prinzessin von Oranien den Ablauf der Zeremonie zu erklären. Sie hat ihren Vater schon vor ein paar Tagen gefragt, wie lange er denn gedenke, König zu sein. Jubel brandet auf dem Dam-Platz auf, als der König - nun mit Hermelinmantel - und Königin Máxima ganz in Blau mit einem Diadem von Königin Emma auf dem Kopf gemessenen Schrittes aus dem Palast kommen und hinter den Standarten der Teilstreitkräfte in die Nieuwe Kerk einziehen. Auf dem Platz herrscht eine fröhliche Atmosphäre, kein Vergleich mit den Bildern von 1980. Der Zeremonienmeister stampft dreimal mit dem Stab auf und verkündet um 14:04 Uhr: "Der König".

Um 14:45 Uhr rief der Zeremonienmeister: "Es lebe der König!"

Willem-Alexander schaut ernst und gefasst und Máxima strahlt über das ganze Gesicht. In einer kurzen Rede sagt Willem-Alexander zu den versammelten Volksvertretern der beiden Parlamentskammern und der karibischen Gebiete, dass er gekommen sei, um seinen Eid auf das Grundgesetz und das Königreichsstatut abzulegen so wie sie später einzeln dem König ihre Treue schwören werden. Vertrauen sei eine Angelegenheit beider Seiten. Vertrauen aufzubauen eine tägliche Arbeit.

Er erinnerte an seine Mutter, die immer für die Werte des Grundgesetzes gestanden habe. Auch ein König habe eine eigene Verantwortung, auch wenn er politisch wenig Einfluss habe, sagte er mit fester Stimme. Noch einmal dankte er seiner Mutter, die auch in harten Zeiten immer eine liebevolle Stütze gewesen sei. "Mit Hilfe meines Vaters hat sie ihre Popularität aufgebaut", sagte Willem-Alexander zu seiner sichtlich bewegten Mutter. "Ich trete in deine Fußstapfen und ich danke dir für alles", sagte er unter großem Beifall.

Jeder König habe seinen eigenen Stil, jeder lebe in seiner Zeit und passe sich ihr an, diesen Raum habe ihm die Verfassung gegeben. "Wir weben gemeinsam an diesem Teppich der Geschichte", sagte der König und erinnerte auch daran, dass Unsicherheit im Land herrsche, Sorge um die Gesundheit und die Arbeitsplätze. Die Kraft liege in der Zusammenarbeit, in der Familie, in der Straße, in der Stadt und im Land, ja in der Welt. "Tradition und Neugier auf Neues haben uns vorangebracht", sagte Willem-Alexander, "ich will als König die Menschen ermutigen, ihre Stimme zu gehör zu bringen, das werde ich mit Stolz vertreten."

Er dankte auch seiner Frau Máxima, die sich der Beschränkungen ihres Amtes bewusst sei, aber als Niederländerin in den Niederlanden bereit sei, ihren Beitrag zu leisten.

Dann erhob sich der König und schwor den Völkern des Königreichs seine Treue. Es ertönte der Bach-Choral "Er, der sprach".

Fred de Graaf, Vorsitzender der Versammlung der Staten-Generaal in der Kirche, erinnerte daran, dass die Gesellschaft sich seit 1980 verändert habe, dass sie vielfältiger geworden sei. Er verlas dann den Treueeid und bestätigte ihn als erster mit der Formel "So wahr mir Gott der Allmächtige helfe". Dann wurden die Abgeordneten aufgerufen, um aufzustehen und ihren Eid zu leisten. Nicht wenige, vor allem der linken Parteien, beließen es bei der einfachen Formel "Ich gelobe es", ohne die Hand zum Eid zu heben. Eine aufregende Aufgabe, einer muss sich erste seinen Frack zuknöpfen, bevor er spricht, ein anderer muss husten, bevor ihm die Worte über die Lippen kommen. Die kleinen Prinzessinnen bekamen schon einmal einen Eindruck, was es bedeutet, König zu sein, und dass das einfach auch Zeit kosten kann. Prinzessin Beatrix sprach immer wieder zu ihren Enkelinnen, um sie auf dem Laufenden zu halten. Um 14:45 Uhr war die Huldigung abgeschlossen, der Zeremonienmeister rief "Es lebe der König!", was mit drei "Hurra" beantwortet wurde.

Dann zogen fünf Bürger und Herolde vor die Kirche und verkündeten dem wartenden Volk "Dem König ist gehuldigt" worauf auch hier die Hurras ertönten. Zum Abschluss sang ein Kinderchor "später wenn ich groß bin" von Hermann van Veen, worauf die festliche Gesellschaft, allen voran das Königspaar wieder gemessenen Schrittes aus der Kirche in den Königlichen Palast schritt, wo ein Empfang stattfand.

Auf dem Dam war wenig weiß zu sehen, das sich die Republikaner als Protestfarbe ausgesucht hatten. Von den sechs orten, die Bürgermeister van der Laan für Gegendemonstrationen frei gegeben hatte, blieben fünf leer. Am Waterlooplein versammelt sich etwa 70 Demonstranten. Der Autobahnring um Amsterdam war autofrei während der Huldigung.

Fred de Graaf dankte abschließend in der Kirche den Mitarbeitern, die das Fest möglich gemacht hatten und auch in der Botschaft hatten zu diesem Zeitpunkt die meisten offiziellen Gäste mit einem Lächeln das schöne Fest verlassen. Für das Personal der Botschaft begann dann wieder Schwerstarbeit, denn für das Oranjefest der niederländischen Gemeinschaft in Berlin muss bis 20 Uhr wieder alles fertig sein, um dann noch entspannter den historischen tag zu feiern.

Er dankte auch seiner Frau Máxima, die sich der Beschränkungen ihres Amtes bewusst sei, aber als Niederländerin in den Niederlanden bereit sei, ihren Beitrag zu leisten.

Dann erhob sich der König und schwor den Völkern des Königreichs seine Treue. Es ertönte der Bach-Choral "Er, der sprach".

Fred de Graaf, Vorsitzender der Versammlung der Staten-Generaal in der Kirche, erinnerte daran, dass die Gesellschaft sich seit 1980 verändert habe, dass sie vielfältiger geworden sei. Er verlas dann den Treueeid und bestätigte ihn als erster mit der Formel "So wahr mir Gott der Allmächtige helfe". Dann wurden die Abgeordneten aufgerufen, um aufzustehen und ihren Eid zu leisten. Nicht wenige, vor allem der linken Parteien, beließen es bei der einfachen Formel "Ich gelobe es", ohne die Hand zum Eid zu heben. Eine aufregende Aufgabe, einer muss sich erste seinen Frack zuknöpfen, bevor er spricht, ein anderer muss husten, bevor ihm die Worte über die Lippen kommen. Die kleinen Prinzessinnen bekamen schon einmal einen Eindruck, was es bedeutet, König zu sein, und dass das einfach auch Zeit kosten kann. Prinzessin Beatrix sprach immer wieder zu ihren Enkelinnen, um sie auf dem Laufenden zu halten. Um 14:45 Uhr war die Huldigung abgeschlossen, der Zeremonienmeister rief "Es lebe der König!", was mit drei "Hurra" beantwortet wurde.

Dann zogen fünf Bürger und Herolde vor die Kirche und verkündeten dem wartenden Volk "Dem König ist gehuldigt" worauf auch hier die Hurras ertönten. Zum Abschluss sang ein Kinderchor "später wenn ich groß bin" von Hermann van Veen, worauf die festliche Gesellschaft, allen voran das Königspaar wieder gemessenen Schrittes aus der Kirche in den Königlichen Palast schritt, wo ein Empfang stattfand.

Auf dem Dam war wenig weiß zu sehen, das sich die Republikaner als Protestfarbe ausgesucht hatten. Von den sechs orten, die Bürgermeister van der Laan für Gegendemonstrationen frei gegeben hatte, blieben fünf leer. Am Waterlooplein versammelt sich etwa 70 Demonstranten. Der Autobahnring um Amsterdam war autofrei während der Huldigung.

Fred de Graaf dankte abschließend in der Kirche den Mitarbeitern, die das Fest möglich gemacht hatten und auch in der Botschaft hatten zu diesem Zeitpunkt die meisten offiziellen Gäste mit einem Lächeln das schöne Fest verlassen. Für das Personal der Botschaft begann dann wieder Schwerstarbeit, denn für das Oranjefest der niederländischen Gemeinschaft in Berlin muss bis 20 Uhr wieder alles fertig sein, um dann noch entspannter den historischen tag zu feiern.

Zur Startseite