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Thema

Mexiko

Die Infektionen mit dem neuen H1N1-Virus reißen nicht ab. Die Zahl der weltweit bestätigten Erkrankungen stieg auf über 1200. Darunter ist auch ein neuer Fall in Deutschland. Das Grippe-Stammland Mexiko will in Kürze zur Normalität zurückkehren.

Detektivarbeit führte zum Ziel: Das Frankfurter Gesundheitsamt konnte alle Menschen ermitteln, die mit dem grippeinfizierten Ehepaars in Kontakt waren. Derweil wurden keine weiteren Verdachtsfälle auf Schweinegrippe bekannt. Kann Entwarnung für Brandenburg gegeben werden?

Bis zum Wochenende war noch kein Schwein mit dem Schweinegrippe-Erreger gefunden worden. Der Name Schweinegrippe rührte von einem reinen Verdacht zu Beginn der Epidemie in Mexiko her. Jetzt wurden die ersten infizierten Schweine entdeckt, in Kanada.

Der Verdacht bestätigte sich schnell: Ein Ehepaar aus Brandenburg hat sich mit H1N1 infiziert, die Schweinegrippe hat die Region Berlin-Brandenburg erreicht. Das Paar war aus Mexiko über den Flughafen Tegel nach Hause gereist.

Von Sandra Dassler

Bei einem Ehepaar aus Frankfurt-Oder ist der gefährliche Schweinegrippe-Virus am Sonntag bestätigt worden. Die beiden waren zusammen mit einer ebenfalls infizierten Hamburgerin aus Mexiko im selben Flugzeug nach Deutschland zurück geflogen.

Zum ersten Mal hat sich der Grippevirus A/H1N1 angeblich auch auf Schweine übertragen. So soll ein Kanadier seine Herde infiziert haben. Unterdessen gibt es in Deutschland zwei neue bestätigte Fälle. Die Fachleute sind sich über den weiteren Verlauf der Krankheit noch immer im Unklaren.

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UPDATE Wir haben unsere Leser anlässlich des neuen X-Men/Wolverine-Films gefragt, was sie von den X-Men-Comics und den bisherigen Verfilmungen halten. Hier eine Auswahl der Antworten. Der Wolverine-Film triumphiert derweil an den Kinokassen

Sars, Aids, Schweinegrippe und Finanzpest: Wie zwölf Tote in Mexiko die globalisierte Welt erschüttern – ein epidemisches Zeitalter.

Von Kai Müller

In Deutschland hat erstmals ein Schweinegrippe-Patient einen anderen Menschen angesteckt. Damit sind inzwischen fünf Infektionen mit dem Virus in Deutschland nachgewiesen. In Dänemark gaben die Behörden den ersten Fall von Schweinegrippe in Skandinavien bekannt.

Das neue Schweinegrippe-Virus schlägt die Weltöffentlichkeit weiter in seinen Bann. Inzwischen gibt es erste Fälle in Deutschland, die USA melden einen Todesfall, das erste Opfer außerhalb Mexikos.

Zeitung: Heynckes Nachfolger von Klinsmann

Ein berühmter Jungtrainer ist bei den Bayern gescheitert, ein älterer Herr managt den Übergang. Und wer ist der Nächste, bitte? Wir hätten da ein paar Ideen für Uli Hoeneß

Für die Befürchtung, der Erreger sei völlig außer Kontrolle, weil ihn ein paar Urlauber aus Mexiko mitgebracht haben, gibt es wahrlich keinen Anlass.

Die Reisekonzerne Tui und Thomas Cook haben wegen der Schweinegrippe in Mexiko ihre Umbuchungsfristenverlängert. Bei der Tui können Mexikourlauber jetzt auf ein anderes Ziel umschwenken oder den Urlaub absagen, wenn ihre Anreise bis 31.

Drei bestätigte Fälle: Nachdem sich zunächst bei einem Mann aus Regensburg der Virus-Verdacht bestätigt hatte, berichtet das Robert-Koch-Institut nun von zwei weiteren Fällen in Bayern und in Hamburg. Außerdem ist in Texas der erste Mensch außerhalb Mexikos an dem neuen Virus gestorben.

Zwei Verdachtsfälle auf Erkrankung an der mexikanischen Grippe in Berlin haben sich nicht bestätigt. Dennoch: Der Senat schaltet eine Krisennummer - die Flughafen-Mitarbeiter sind zu erhöhter Aufmerksamkeit angehalten.

Von
  • Thomas Loy
  • Thorsten Metzner
Schweinegrippe

Die Zahl der Grippe-Infizierten nimmt rund um den Globus zu. Auch in Deutschland gibt es Verdachtsfälle. Gouverneur Schwarzenegger verhängt den Notstand in Kalifornien - US-Präsident Obama will 1,5 Milliarden Dollar für den Kampf gegen die Seuche.

Nach den ersten nachgewiesenen Schweinegrippe-Fällen in Europa hat die Weltgesundheitsorganisation den Alarm für eine Grippe-Pandemie auf die dritthöchste Stufe heraufgesetzt. Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft hat ein Krisentreffen der Gesundheitsminister einberufen.

Im Kampf gegen die Schweinegrippe aktivieren auch Asiens Regierungen ihre Seuchenschutzprogramme. Mit Gesundheitskontrollen an Flughäfen, Aufklärungskampagnen, Quarantänemaßnahmen und der Untersuchung von Schweinefleischimporten wollen die Behörden eine Ausweitung des H1N1-Virus verhindern, das in Mexiko bereits mutmaßlich über hundert Menschenleben gefordert hat.

Zurzeit kann niemand sagen, wie es mit der in Mexiko ausgebrochenen Schweinegrippe weitergeht. Ob sie ein begrenztes Ereignis bleibt oder sich zur weltumspannenden Pandemie entwickeln wird. Grund zur Besorgnis gibt es allemal, vor allem, weil im Zeitalter globalen Reisens der Erreger innerhalb von Stunden bis in den letzten Winkel der Erde getragen werden kann.

Von Hartmut Wewetzer
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