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Uli Hoeneß ernährt sich weder vegetarisch, noch vegan.(Archivbild von 2019)
© Sven Hoppe/dpa

Ex-Wurstfabrikant Uli Hoeneß: „Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht“

Uli Hoeneß feiert im Januar seinen 70. Geburtstag. Ganz oben auf seiner Partyliste: Ein fleischhaltiges Buffet.

Uli Hoeneß kennen die meisten nur als ehemaligen Präsidenten vom FC Bayern. Doch der Sohn eines Metzgermeisters liebt Fleisch genauso wie Fußball. 1985 gründete er das noch heute laufende Unternehmen HoWe Wurstwaren in Nürnberg, was mittlerweile von seinen Kindern geleitet wird.

Am Sonntagmorgen sprach Katrin Müller-Hohenstein bei Antenne Bayern mit dem „Mister FC Bayern“. Und dabei ging es eben nicht nur um Fußball, sondern auch um Politik, Haftstrafen und ums Thema Essen. Vor allem um veganes Essen. Essen, was laut Hoeneß die Menschen krankmache.

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Für seine Geburtstagsparty im Januar sei bereits eins sicher: Weder veganes noch vegetarisches Essen solle auf dem Tisch landen, da die Leute schließlich „Spaß haben sollen beim Essen“. Und dieser geht bei pflanzlicher Kost offenbar verloren.

Ob er denn mal probiert habe, fragte ihn Müller-Hohenstein. „Mir schmeckt das Zeug nicht, weil da überall das drin ist, was in einer Nürnberger Bratwurst nicht drin sein darf, nämlich Stabilisatoren und Geschmacksverstärker“, so Hoeneß.

Veganer werden „auf die Dauer nur krank“

„Vegetarisch akzeptiere ich noch ein bisschen, vegan überhaupt nicht, weil die Leute auf die Dauer nur krank werden“, so der 69-Jährige im Interview weiter. Diese Aussagen sorgen bei Tierschützern und Veganern seither für Aufregung.

Laut Tierrechtsorganisation PETA Deutschland habe sich Hoeneß damit selbst ins Abseits geschossen. Harald Ullmann, zweiter Vorsitzender von PETA, kommentierte am Dienstag die Äußerungen des Ehrenpräsidenten des FC Bayern.

„Der Konsum von Fleisch und Milch steht, wie in zahlreichen Studien nachgewiesen wurde, in enger Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes.“ Uli Hoeneß sei selbst schon wegen Herzproblemen behandelt worden, man empfehle ihm deshalb dringend, „seine Wurstproduktion einzustellen und selbst Veganer zu werden“, sagte Ullmann.

Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland ernähren sich vegan.
Mehr als eine Millionen Menschen in Deutschland ernähren sich vegan.
© Getty Images/iStockphoto

„Mir mein Recht lassen, zu essen, was ich will“

Hoeneß betonte am Ende, er respektiere und akzeptiere es durchaus, wenn sich Menschen vegetarisch oder vegan ernähren, ihn störe jedoch die Einstellung von Veganern. „Das soll jeder machen. Aber das Problem ist: Die sind ja militant. Wenn du heute die kritisierst, greifen sie dich an.“

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Moderatorin Müller-Hohenstein sprach dem entgegen, Hoeneß würde Veganer alle in einen Topf werfen. Er kenne aber durchaus viele, die eine solche Einstellung gegenüber Fleischessern hätten. Seine Bitte an Veganer: Sie sollen ihm sein „Recht lassen, zu essen, was ich will“.

Laut Harald Ullmann von PETA würden „immer mehr Menschen erkennen, dass eine ausgewogene pflanzliche Ernährung das Beste ist, was sie für ihren Körper, die Tiere sowie unseren Planeten tun können – hoffentlich gehört Herr Hoeneß auch bald dazu.“

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