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Präsident Macron empfängt Steve Witkoff und Jared Kushner im Élysée-Palast in Paris am 6. Januar 2026.

© IMAGO/ABACAPRESS/IMAGO/Blondet Eliot/ABACA

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Trumps Ukraine-Unterhändler in Moskau: Witkoff und Kushner wollen angeblich noch diesen Monat Putin treffen

Selenskyj räumt schwere Lage in der Ukraine ein + Strom- und Heizausfälle in der Ukraine bei Eiseskälte + Regierungsumbildung in der Ukraine scheitert + Der Newsblog.

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Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Sandra Lumetsberger

Witkoff und Kushner wollen offenbar noch diesen Monat Putin treffen

Der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, planen einem Medienbericht zufolge eine Reise nach Moskau für ein Treffen mit Präsident Wladimir Putin. Die Begegnung könne noch in diesem Monat stattfinden, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das Vorhaben könnte jedoch wegen der Unruhen im Iran verschoben werden. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen. (Reuters)

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Sandra Lumetsberger

Selenskyjs Team unter neuer Führung im Präsidialamt: Wer bleibt – und wer steht auf dem Prüfstand

Nach dem jüngsten Personalwechsel im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj führt nun Kyrylo Budanow, bisher Chef des militärischen Geheimdienstes, das Präsidialamt. Laut „RBK‑Ukraine“ sind vorerst keine größeren Umbesetzungen geplant; Budanow wolle die Arbeit des bestehenden Teams schrittweise prüfen.

Mehrere Schlüsselpersonen bleiben im Amt: Serhij Kyslyzja behält seine Rolle für internationale Kontakte und mögliche Friedensgespräche, Pawlo Palisa koordiniert weiterhin den militärischen Bereich, und Iryna Mudra soll sogar zusätzliche Aufgaben übernehmen. Auch die Zuständigkeiten von Ihor Brusylо (Protokoll) und Olena Kowalska (humanitäre Fragen) bleiben stabil.

Unklar ist die Zukunft anderer Führungskräfte wie Iryna Wereschtschuk, Wiktor Mykyta und Ihor Schowkwa, der möglicherweise ins Außenministerium wechseln könnte. Besonders umstritten bleibt Oleh Tatarow, zuständig für Sicherheits- und Strafverfolgungsfragen. 

Seine Rolle wird seit Jahren kritisiert – unter anderem wegen seiner Vergangenheit in der Janukowytsch‑Ära und wegen Vorwürfen aus der Antikorruptionsszene, er nehme Einfluss auf Ermittlungsbehörden. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger

Razzia in Parteibüro von ukrainischer Ex-Regierungschefin Timoschenko

Die Nationale Antikorruptionsbehörde der Ukraine hat laut ihrem „offiziellen Telegram-Kanal“ einen Anfangsverdacht gegen Julia Timoschenko, die Vorsitzende der Fraktion Batkiwschtschyna, bestätigt. 

Die Ermittler werfen ihr vor, Abgeordneten Vorteile für loyales Abstimmungsverhalten angeboten und versucht zu haben, daraus einen regelmäßigen, systematischen Mechanismus zu machen. Grundlage ist Artikel 369 Absatz 4 des ukrainischen Strafgesetzbuches; die Vorermittlungen laufen weiter.

In der Nacht vor der Veröffentlichung durchsuchten NABU und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft das Parteibüro in Kyjiw. 

Timoschenko bezeichnet die Aktion als politisch motiviert und sprach auf Facebook von „bewaffneten Männern“, die das Gebäude ohne gültige Dokumente besetzt hätten. Laut ihr wurden Telefone, Unterlagen und persönliche Ersparnisse beschlagnahmt. Sie weist alle Anschuldigungen zurück.

Die 65-Jährige führt die drittstärkste Fraktion im Parlament. Sie prägte jahrzehntelang die ukrainische Politik, war zweimal Ministerpräsidentin und scheiterte dreimal bei Präsidentschaftswahlen. Ihre frühere Haftstrafe zwischen 2011 und 2014 war international als politisch motiviert kritisiert worden. (Yulia Valova/dpa)

Bild: Ukrinform/dpa
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Sandra Lumetsberger

Flucht über Belarus: Wehrpflichtige Ukrainer berichten von Verhören zu Truppenbewegungen und Einschlägen

Ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter, die unerlaubt nach Belarus fliehen, berichten laut „Slidstvo.Info“ von Verhören durch mutmaßliche Sicherheitskräfte in Zivil. Dabei geht es demnach vor allem um Informationen zu Bewegungen ukrainischer Truppen und Einschlagsorten von Raketen und Drohnen.

In geschlossenen Telegram-Gruppen schildern Betroffene, dass ihnen Telefone und Ausweise abgenommen würden und ein Entkommen kaum möglich sei. Die Befrager suchten gezielt nach Details zu Standorten, Routen und Einheiten der ukrainischen Armee.

Der ukrainische Grenzschutz erklärt den wachsenden Strom über Belarus mit professionellen Schleusernetzwerken und verweist auf gestoppte Fluchtversuche in den Regionen Riwne und Schytomyr im Jahr 2025. Laut Wolodymyr Schyhar von „BelPol“ nutzt das Lukaschenko-Regime die Geflüchteten zunächst für Informationsbeschaffung und leitet sie anschließend weiter Richtung EU. (Yulia Valova)

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Sandra Lumetsberger
Ein Junge benutzt eine Stirnlampe, während eines Stromausfalls in der Wohnung seiner Familie in Kiew.
Ein Junge benutzt eine Stirnlampe, während eines Stromausfalls in der Wohnung seiner Familie in Kiew.   Bild: Andrew Kravchenko/AFP

Einschränkungen in mehreren Regionen nach russischen Angriffen – Zehntausende Haushalte ohne Strom

Die Lage im ukrainischen Stromnetz bleibt nach neuen russischen Angriffen äußerst kritisch, besonders im Raum Kyjiw sowie in den Regionen Sumy und Riwne. Dort können derzeit keine geplanten, stundenweisen Stromabschaltungen umgesetzt werden. Grund seien „die Folgen der Angriffe, Schäden an der Netzinfrastruktur und eine hohe Belastung“, teilte das Energieministerium mit.

In diesen Gebieten greifen die Betreiber daher zu Notabschaltungen, bis das System stabilisiert ist. Reparaturen laufen ununterbrochen. In der Region Dnipropetrowsk wurden nach nächtlichen Angriffen rund 74.000 Haushalte vom Netz getrennt; am Morgen waren noch über 40.000 ohne Strom. Auch in Odesa gibt es Einschränkungen, zusätzlich verursachten schlechtes Wetter in Teilen von Tschernihiw und Kyjiw weitere Ausfälle. (Yulia Valova)

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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Russland greift Strom- und Wärmeversorgung in Krywyj Rih an

Russische Drohnen treffen die Infrastruktur in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih. Dadurch kommt es zu Notabschaltungen bei der Stromversorgung für mehr als 45.000 Haushalte, teilt der Leiter der Militärverwaltung, Olexander Wilkul, mit. Auch die Wärmeversorgung sei gestört. Er ruft die Bewohner auf, Wasser abzufüllen und Geräte aufzuladen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Brand nach Drohnenangriff auf russische Stadt Rostow

Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don einen Brand in einem Industriebetrieb aus und beschädigt Wohnhäuser. Die Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, sagt Bürgermeister Alexander Skrjabin. Herabfallende Trümmer hätten den Brand und die Schäden verursacht. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner

Russland ordnet Enteignung von Fabriken des dänischen Dämmstoffherstellers Rockwool an

Russland hat nach den Angaben des dänischen Dämmstoffherstellers Rockwool die Enteignung vier seiner Fabriken in dem Land angeordnet. Per Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei angeordnet worden, dass eine „externe Verwaltung“ die Kontrolle über die russische Tochtergesellschaft übernimmt, erklärte Rockwool am Dienstag. Das Unternehmen werde seine russische Tochter aus der Bilanz entfernen und die Vermögenswerte mit einem Buchwert von insgesamt 469 Millionen Euro zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres abschreiben.

Rockwool zufolge hatte die russische Tochter des Unternehmens im vergangenen Jahr einen Umsatz von 261 Millionen Euro und 78 Millionen Euro Gewinn vor Steuern und Zinsen erzielt.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 haben sich hunderte westliche Unternehmen aus Russland zurückgezogen. Rockwool war unter Verweis auf seine 1200 Angestellten in Russland im Land verblieben, hatte allerdings keine in seinen russischen Fabriken hergestellten Dämmstoffe aus Steinwolle mehr exportiert. (AFP)
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Julia Hoene
Author Julia Hoene
Einheimische stehen am Schauplatz eines Drohnenangriffs, bei dem ein Wohngebiet im Osten von Kiew getroffen und eine Person getötet wurde.
Einheimische stehen am Schauplatz eines Drohnenangriffs, bei dem ein Wohngebiet im Osten von Kiew getroffen und eine Person getötet wurde.   Bild: Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

Selenskyj räumt schwere Lage in der Ukraine ein

Nach fast vier Jahren Krieg spitzt sich die Lage in der Ukraine nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu - sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. „Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper. 

Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. „Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen - außerordentliche Herausforderungen“, fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu.

Das Stromnetz der Ukraine ist nach den systematischen und zuletzt noch einmal verschärften russischen Angriffen stark beschädigt. Netzabschaltungen sind an der Tagesordnung. Täglich müssen die Ukrainer stundenlang ohne Strom- und Wärmeversorgung auskommen.

Probleme gebe es aber auch an der Front, räumte Selenskyj ein: „Überall ist es jetzt schwer - an der Front am schwersten“, sagte er. Trotz des Frosts greife Russland weiter an. Immerhin hält seinen Angaben nach auch die Verteidigung weiter stand. Die Ukraine ist seit Monaten in der Defensive und musste im Osten und Süden des Landes zuletzt weitere Positionen aufgeben. (dpa)

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Christoph Zempel

Scholz: Putin hat Ukraine-Krieg zwei Jahre lang fest geplant

Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass sich Kremlherrscher Wladimir Putin schon deutlich vor 2022 zum Angriffskrieg gegen die Ukraine entschlossen hat. „Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Putin seinen Angriff zwei Jahre vorher fest geplant hatte und dass ihn weniges davon hat abbringen können“, sagte der SPD-Politiker in Berlin bei der Vorstellung des Buchs „Das Versagen“, einer kritischen Betrachtung der deutschen Russlandpolitik.

Scholz vertrat die Ansicht, dass Putin ernsthafte Forderungen, wie eine Absage an einen Nato-Beitritt der Ukraine oder an die Stationierung weitreichender Raketen auf ukrainischem Territorium, auch ohne Waffengang hätte erreichen können. „Das hätte man alles ohne Krieg haben können und die Ukrainer hätten es gemacht am Ende und wir alle auch. Das heißt, er wollte den Krieg“, sagte Scholz.

Waffenlieferungen verteidigt

Er verteidigte das zeitweise heftig umstrittene Tempo der deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine. „Ich halte die Diskussion für lächerlich, wenn ich das ganz offen sagen darf, weil sie mit der Tatsache, dass wir die realen Waffenlieferungen organisiert haben, wenig zu tun hat“, sagte Scholz.

Stets sei abzuwägen gewesen, ob Deutschland sich im Gleichklang mit Partnern bewege und wie Russland reagiere. Es sei so gewesen, „dass man natürlich auch austesten musste, wie weit das gehen kann“. 

„Denn es gibt ja kein Gesetzbuch über: Das ist der eine Schritt zu viel. Das kann man nirgendwo nachlesen und lernt man auch nicht an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, sondern das ist etwas, was man herausfinden muss“, sagte Scholz. (dpa)

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Christoph Zempel

Zwei griechische Öltanker im Schwarzen Meer von Drohnen getroffen

Im Schwarzen Meer sind am Dienstag zwei griechische Öltanker von Drohnen getroffen worden. Die beiden Tanker, die unter maltesischer Flagge fahrende „Matilda“ und die unter liberianischer Flagge fahrende „Delta Harmony“ hätten keine größeren Schäden davongetragen, sagte ein Vertreter des griechischen Marineministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Eines der Schiffe sollte an der russischen Küste kasachisches Öl verladen. 

Weder die griechischen noch die kasachischen Behörden machten Angaben dazu, wer hinter dem Angriff steckt. Auch die Ukraine, die als Reaktion auf Moskaus Angriffskrieg immer wieder den russischen Energiesektor angreift, äußerte sich zunächst nicht. 

Der Tanker „Matilda“ war auf dem Weg zu einem Erdöl-Terminal des internationalen Caspian Pipeline Consortium (CPC) in der Nähe des russischen Schwarzmeerhafens Noworossijsk, als er angegriffen wurde, wie das staatliche kasachische Energieunternehmen Kazmunaygas mitteilte. „Nach vorläufigen Einschätzungen ist das Schiff weiterhin seetüchtig, und es gibt keine Anzeichen für schwerwiegende strukturelle Schäden“, fügte die Firma hinzu. Nach Angaben von Kasachstans Energieministerium hatte der Tanker zum Zeitpunkt des Angriffs keine Ladung an Bord. (AFP)

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Jean Mikhail

Kasachstan bestätigt Drohnenangriff auf zwei Tanker im Schwarzen Meer

Das kasachische Energieministerium bestätigt einen Drohnenangriff auf zwei Tanker im Schwarzen Meer in der Nähe des Terminals des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC). Die Schiffe hätten kasachisches Öl transportieren sollen. Laut Ministerium wurden die kasachischen Exporte nicht beschädigt, da zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Verladung stattfand. (Reuters)
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Jean Mikhail

Regierungsumbildung in der Ukraine scheitert

Mitten im Krieg mit Russland ist das ukrainische Parlament an der Ernennung eines neuen Verteidigungsministers gescheitert. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war gemäß Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch.

Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Schmyhal war zuvor als Verteidigungsminister entlassen worden. Er stand dem Ressort damit nicht einmal sechs Monate vor. Davor war er mehr als fünf Jahre Regierungschef. Der 50-Jährige gilt als loyal gegenüber Selenskyj. (dpa)
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Jean Mikhail

Sabotagepläne: Anklage gegen mutmaßliche ukrainische Spione für Russland erhoben

Sie sollen geplant haben, Pakete mit Sprengsätzen zu verschicken: Acht Monate nach der Festnahme von drei Ukrainern hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nach Angaben vom Dienstag zwei von ihnen wegen Spionage angeklagt. Daniil B. und Vladyslav T. sollen in russischem Auftrag gehandelt haben.

Ein russischer Geheimdienst habe ihnen sowie einem dritten Mann, Yevhen B., den Auftrag über Mittelsmänner in Mariupol erteilt. In die Hafenstadt im Südosten der Ukraine war die russische Armee in den ersten Monaten ihres Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 einmarschiert.

Die Angeschuldigten sollen Sabotageplänen zugestimmt haben. Sie hätten zugesagt, Pakete mit Sprengsätzen aufzugeben. Diese hätten sich in Deutschland oder auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine entzünden sollen. So sollte möglichst großer Schaden entstehen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu beeinträchtigen, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. (AFP)
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Jean Mikhail

EU will offenbar 20. Sanktionspaket gegen Russland bis zum Jahrestag des Ukraine-Kriegs verabschieden

Die Europäische Union plant offenbar, bis zum 24. Februar 2026 ein 20. Sanktionspaket gegen Russland zu beschließen. Darüber berichtet Euractiv unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Diplomaten. 

Ziel sei es, den politischen Druck auf Moskau zum Jahrestag des Kriegsbeginns weiter zu erhöhen. Nach Angaben von Euractiv zählen Finnland und Schweden zu den treibenden Kräften hinter den neuen Strafmaßnahmen. Beide Länder sprechen sich für eine weitere Verschärfung der Sanktionen aus. Konkret schlagen sie neue Beschränkungen für den Export von Luxusgütern nach Russland vor, ebenso Einschränkungen bei der Wartung von Öltankern sowie eine Reduzierung der Importquoten für russische Düngemittel. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Russische Soldaten sollen sich in bizarren „Kapsel“-Zelten vor ukrainischen Drohnen verstecken

In sozialen Netzwerken kursieren derzeit Videos und Fotos, die eine Gruppe russischer Soldaten in ungewöhnlichen, vertikal stehenden Einzelunterkünften zeigen. Diese erinnern stark an tragbare Dusch- oder Toilettenzelte, scheinen jedoch zur Tarnung und zum Schutz vor Aufklärung und Angriffen aus der Luft eingesetzt zu werden. Darüber berichtet die ukrainische Plattform Militarnyi.

Laut den veröffentlichten Aufnahmen sowie Einschätzungen von Status-6 (War & Military News) auf X handelt es sich dabei nicht um gewöhnliche Feldunterkünfte, sondern um Tarnkapseln, die die visuelle und thermische Erkennung durch FPV-Drohnen und Wärmebildkameras erschweren sollen. Die Konstruktionen umschließen den gesamten Körper und lassen lediglich einen kleinen Schlitz zur Beobachtung offen. Mehrere dieser „Kapseln“ wurden gruppenweise aufgestellt – ein möglicher Hinweis auf versteckte Sammelpunkte oder vorbereitete Hinterhalte.

Trotz ihres skurrilen Aussehens verweisen diese improvisierten Lösungen, wie Militarnyi berichtet, auf ein gravierendes Problem der russischen Armee: fehlender Schutz vor moderner Drohnenkriegsführung und Luftaufklärung. Die Einschränkung von Beweglichkeit und Situationswahrnehmung scheine dabei ein in Kauf genommener Nachteil zu sein. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

EU streitet über Waffenkäufe für Ukraine – Frankreich will Präferenz für europäische Hersteller

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union streiten über die Verwendung eines Kredits in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob Kiew diese Mittel für den Kauf von Waffen aus den USA einsetzen darf. Dies berichtet Politico unter Verweis auf eine Quelle in europäischen diplomatischen Kreisen.

Nach Informationen des Mediums drängt der französische Präsident Emmanuel Macron auf ein Präferenzsystem zugunsten von Rüstungsunternehmen aus der Europäischen Union. Diese Position wird von Griechenland und Zypern unterstützt.

Die Mehrheit der EU-Staaten, angeführt von Deutschland und den Niederlande, ist hingegen der Auffassung, dass die Ukraine größtmögliche Handlungsfreiheit bei der Finanzierung ihrer eigenen Verteidigung behalten sollte.

Aus einem Schreiben der niederländischen Regierung an andere EU-Staaten geht hervor, dass die Ukraine dringend militärische Ausrüstung aus Drittstaaten benötigt. Dazu zählen unter anderem in den USA hergestellte Luftverteidigungssysteme und Abfangraketen, Munition und Ersatzteile für F-16-Kampfflugzeuge sowie Fähigkeiten für weitreichende Angriffe. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

Erneuter russischer Angriff verschärft Lage im Energiesystem weiter – Kiew und sieben Regionen der Ukraine ohne Strom

Infolge eines neuen massiven Raketen- und Drohnenangriffs auf die Energieinfrastruktur wurden die Stadt Kiew sowie sieben Regionen der Ukraine weitgehend von der Stromversorgung abgeschnitten. Ohne Elektrizität blieben insbesondere Verbraucher in den Regionen Kiew, Odessa, Charkiw, Dnipropetrowsk, Donezk, Tschernihiw und Saporischschja. Dies erklärte der stellvertretende Energieminister Oleksandr Wjasowtschenko bei einem Briefing, berichtet UNIAN. In der Ukraine herrschen aktuell eisige Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. 

Seinen Angaben zufolge könnte sich die Dauer der Notabschaltungen aufgrunddessen verlängern, da die Temperaturen die Reparaturarbeiten erheblich erschweren.

Der Stromverteilnetzbetreiber DTEK teilte auf Telegram mit, dass infolge dieses Angriffs die Ausrüstung eines Wärmekraftwerks schwer beschädigt wurde. Das Unternehmen betonte, dass Russland gezielt weiterhin kritische Infrastruktur angreift, um das Energiesystem während der Frostperiode zu destabilisieren. „Dies ist bereits der achte massive Angriff auf die Wärmekraftwerke des Unternehmens DTEK seit Oktober 2025“, heißt es in der Erklärung von DTEK.

Die ukrainische Regierung kündigte finanzielle Sonderzulagen für Beschäftigte im Energiesektor an, die „trotz Frost zu den Angriffsorten ausrücken, um die Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser wiederherzustellen“. (Valeriia Semeniuk)
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Jean Mikhail

UN: Über 2500 Zivilisten im vergangenen Jahr getötet

Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachtungsmission der Vereinten Nationen kamen im Jahr 2025 insgesamt 2514 Zivilisten in der Ukraine durch russische Angriffe ums Leben, weitere 12.142 Menschen wurden verletzt. Das entspricht einem Anstieg von 31 Prozent im Vergleich zu 2024.

Rund 63 Prozent aller Todesfälle wurden demnach in frontnahen Gebieten registriert. Der Leiter der UN-Mission, Daniel Bell, erklärte, der Anstieg sei nicht nur auf die intensiveren Kämpfe entlang der Frontlinie zurückzuführen, sondern auch darauf, dass Russland den Einsatz weitreichender Waffen ausgeweitet habe.

Der tödlichste Angriff mit Langstreckenwaffen ereignete sich laut UN am 19. November in der westukrainischen Stadt Ternopil. Dabei kamen mindestens 38 Zivilisten ums Leben, darunter acht Kinder. (Valeriia Semeniuk)
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