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Der russische Machthaber Wladimir Putin ist bei einem Gespräch in seinem Büro zu sehen.

© AFP/Mikhail Metzel

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CIA widerspricht Putin: US-Geheimdienst sieht keine Hinweise für Angriff der Ukraine auf Residenz

Kiews Armee setzt zwei neue Patriot-Systeme aus Deutschland ein + Russland: Mehr als 20 Tote nach Drohnenattacke auf Café in Cherson + Macron kündigt Zusagen zum Schutz der Ukraine an + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Sven Lemkemeyer
Russlands Machthaber: Wladimir Putin.
Russlands Machthaber: Wladimir Putin.   Bild: AFP/Mikhail Metzel

CIA sieht offenbar keine Hinweise für Angriff der Ukraine auf Putins Residenz

Der US-Geheimdienst CIA hat Medienberichten zufolge die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder den russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat. Das berichteten das „Wall Street Journal“ sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau vom Montag. Zunächst hatte auch Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Putin die Ukraine wegen des angeblichen Angriffs kritisiert.

Kiew hat vehement bestritten, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Die Ukraine sah in Moskaus Behauptung einen russischen Vorwand, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen.

Russland präsentierte am Mittwoch erstmals mögliche Beweise für den Angriff, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen. Viele Experten bezweifeln ebenfalls, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf US-Beamte, der umstrittene ukrainische Drohnenangriff habe einem militärischen Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegolten – allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Dies werde auch von einer Analyse der CIA belegt, hieß es.

Die Sender PBS und CNN berichteten, Trump sei am Mittwoch von CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkenntnisse des Geheimdienstes unterrichtet worden. Am selben Tag (Ortszeit) teilte der US-Präsident dann überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee

Nach der Beschädigung eines Telekommunikationskabels am Boden der Ostsee hat die finnische Polizei ein Schiff beschlagnahmt. Der Frachter „Fitburg“ stehe im Verdacht, für die Beschädigung des Kabels im Finnischen Meerbusen verantwortlich zu sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Das unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und den Grenadinen fahrende Schiff transportierte nach finnischen Angaben russischen Stahl. 

Das vom finnischen Telekommunikationsunternehmen Elisa betriebene Kabel zwischen Helsinki und der estnischen Hauptstadt Tallinn war den Polizeiangaben zufolge am frühen Mittwochmorgen beschädigt worden. Ein Patrouillenboot der finnischen Küstenwache und ein Hubschrauber hätten das verdächtige Schiff mit herabgelassenem Anker geortet. Die Besatzung sei angewiesen worden, den Anker zu lichten und in finnische Gewässer einzufahren.

14 Besatzungsmitglieder wurden dann festgenommen, wie Polizeisprecher Ilkka Koskimaki vor Journalisten sagte. Die Verdächtigen stammen demnach aus Russland, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan. Die 132 Meter lange „Fitburg“ befand sich demnach auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Haifa in Israel.

Die finnische Polizei ermittelte nach eigenen Angaben in Kooperation mit internationalen Behörden wegen „schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation“. Der Kabelbetreiber Elisa erklärte, die Dienste seien durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, da sie umgeleitet worden seien. (AFP)
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.   Bild: Finnische Polizei/Handout via REUTERS
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den totgeglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Es kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

In einer komplizierten Aktion sei es dem HUR gelungen, im russischen Geheimdienst die Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hieß es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500.000 US-Dollar (425.000 Euro) sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es indes nicht.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht. Das RDK war in der Vergangenheit in dem Krieg auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hieß es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden. (dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt

Nach wochenlangem diplomatischen Ringen ist die Ukraine nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj „zehn Prozent“ von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache. Kreml-Chef Wladimir Putin ging in seiner Neujahrsrede von einem „Sieg“ Russlands aus.

„Zehn Prozent bleiben“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache mit Blick auf die Verhandlungen. Dies seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine“ bestimmen würden, fügte er hinzu. Sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht „um jeden Preis“. Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten. (AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine nach russischen Angriffen

Russland hat die Ukraine nach deren Angaben erneut mit Luftangriffen auf ⁠die Energieversorgung überzogen und die Stromversorgung zahlreicher Haushalte ‌unterbrochen. In der Neujahrsnacht seien mehr als 200 Drohnen gezählt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe hätten sich gegen die Energieinfrastruktur ‍in sieben Regionen gerichtet. Dem Energieministerium zufolge fiel in Teilen der Regionen Wolhynien (Wolyn) im ​Westen, Odessa im Süden und Tschernihiw im Norden der Strom aus. Allein in der an Polen und Belarus grenzenden Region Wolhynien sind nach örtlichen Angaben mehr als 103.000 ‌Haushalte betroffen. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer
Update 14:02 Uhr: 

Russland meldet mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Café 

Moskau hat der ukrainischen Armee einen Angriff in dem von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson mit mehr als 20 Toten vorgeworfen. Auf ein Café in dem Dorf Chorly sei in der Silvesternacht eine „massive“ Attacke mit ukrainischen Drohnen verübt worden, erklärte das russische Ermittlungskomitee am Donnerstag. Bei der Attacke mit insgesamt drei Drohnen seien mehr als 20 Menschen getötet und „viele weitere verletzt“ worden.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, sprach im Onlinedienst Telegram, von 24 Toten und mehr als 50 Verletzten. Dazu veröffentlichte er Bilder mehrerer verkohlter Leichen und der Ruine eines Gebäudes. Der Gouverneur rief eine zweitägige Trauerzeit in den russisch kontrollierten Gebieten in Cherson aus. Die ukrainischen Behörden reagierten zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von einem „terroristischen Angriff“ gegen die Zivilbevölkerung während der Silvesterfeiern. 

Das Dorf Chorly befindet sich auf einer Halbinsel am Schwarzen Meer. Russland hatte es schon kurz nach Beginn seiner Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022 unter seine Kontrolle gebracht. Die ukrainische Armee hatte im Herbst 2022 einen großen Teil der im Süden des Landes gelegenen Region Cherson zurückerobert, darunter die gleichnamige Hauptstadt. Seitdem bildet der Fluss Dnepr die Frontlinie in dieser Region. Beide Seiten verüben regelmäßig tödliche Drohnenangriffe auf die Gegenseite. (AFP)
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Sven Lemkemeyer
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.   Bild: dpa/Jens Büttner

Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme aus Deutschland ein

Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.

Für das angegriffene Land sind die Flugabwehrsysteme aus US-Produktion die beste Waffe gegen russische ballistische Raketen und Marschflugkörper. Ein Patriot-System umfasst verschiedene Komponenten wie einen Radar, einen Feuerleitstand, Antennen und Startgeräte für die Flugabwehrraketen. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Ukrainische Feuerwehrleute versuchen nach einem russischen Angriff einen Brand zu löschen.
Ukrainische Feuerwehrleute versuchen nach einem russischen Angriff einen Brand zu löschen.   Bild: Reuters/Press service of the State Emergency Service of Ukraine

Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig

Die Zahl der nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist jüngsten Daten der ukrainischen Armee zufolge im Dezember leicht zurückgegangen. Russland feuerte im Dezember mindestens 5134 Drohnen auf die Ukraine ab und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag zeigte, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die Zahl der in der Nacht abgefeuerten Raketen ging demnach im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.

Dieselben Daten zeigten jedoch zugleich, dass die Ukraine im Dezember weniger Raketen und Drohnen zerstört hat als im Vormonat. Demnach wurden 80 Prozent der Luftangriffe abgewehrt, gegenüber 82 Prozent im November.

Im gesamten Jahr 2025 feuerte Russland laut der AFP-Auswertung insgesamt 56.550 Geschosse auf das Nachbarland ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1958 Raketen. Die intensivsten Angriffe erfolgten demnach im Juli mit 6495 Drohnen und Raketen. Die wenigsten Angriffe wurden im April mit insgesamt 2601 Drohnen und Raketen gezählt.

Moskau bestreitet, mit seinen Angriffen auf Zivilisten zu zielen. Allerdings feuerte die russische Armee seit dem Ende einer einseitig von Russland verkündeten dreitägigen Waffenruhe am 10. Mai jede Nacht Drohnen auf die Ukraine. Dabei wurden immer wieder die Energieanlagen des Landes beschossen. Infolge dessen waren hunderttausende Haushalte ohne Strom und Heizung. (AFP)

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Sven Lemkemeyer

Ukraine attackiert russische Ölanlagen mit Drohnen

Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegram-Kanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt. 

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

US-Sondergesandter Witkoff telefoniert mit Merz' Berater

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach eigenen Angaben mit dem außenpolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, und anderen Vertretern Europas nächste Schritte auf dem Weg zu einem Ende des Ukraine-Krieges besprochen. Dabei sei es unter anderem um eine Stärkung von Sicherheitsgarantien und die Entwicklung „effektiver Deeskalationsmechanismen“ gegangen, schrieb Witkoff auf X. Das Telefonat bezeichnete er – wie auch schon frühere Begegnungen – als „produktiv“.

Thema sei auch gewesen, wie sich die seit fast vier Jahren von Russland angegriffene Ukraine nach Kriegsende erfolgreich und widerstandsfähig entwickeln könne. „Viele weitere Details wurden besprochen, und wir werden diese wichtige Arbeit und die Koordination im neuen Jahr fortsetzen“, schrieb Witkoff. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Frankreichs Präsident ist bei seiner Neujahrsansprache im TV zu sehen.
Frankreichs Präsident ist bei seiner Neujahrsansprache im TV zu sehen.   Bild: Reuters/Stephanie Lecocq

Macron kündigt Zusagen zum Schutz der Ukraine an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt Zusagen europäischer Staaten zum Schutz der Ukraine für den kommenden Dienstag an. „Am 6. Januar werden in Paris viele europäische Staaten und Verbündete konkrete Zusagen machen, um die Ukraine zu schützen und einen gerechten und dauerhaften Frieden auf unserem europäischen Kontinent zu gewährleisten“, sagt Macron in seiner Neujahrsansprache. Die Zusagen sollen nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland gelten. ⁠Macron hat für den 6. Januar zu einem Treffen der von Großbritannien und Frankreich angeführten „Koalition der Willigen“ eingeladen. Zu den mehr ‌als 30 Mitgliedern zählt auch Deutschland. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer

Putin erhöht Mehrwertsteuer – Milliarden für die Kriegskasse

Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut.

Die Verteidigungsausgaben in Russland steigen wegen des andauernden Krieges, dessen Ende auch nach fast vier Jahren nicht in Sicht ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Künftig wolle sich die Regierung aber wieder darum bemühen, die Steuerlast für die Bürger zu senken. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

99,9 Prozent der Nachrichten, die aus dem Kreml kommen, sind Lug und Trug.

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP)

Strack-Zimmermann sieht bei Putin nur „Lug und Trug“

Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat davor gewarnt, den russischen Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin zu glauben. „99,9 Prozent der Nachrichten, die aus dem Kreml kommen, sind Lug und Trug“, sagte die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Putins „menschenverachtende Geschichte“ über den angeblichen Drohnenangriff gehöre „in die Tonne“, fügte sie hinzu.

„Traurig genug, dass der US-Präsident jeden Ton, der aus dem Munde Putins kommt, verstärkt. Wir in Europa aber sollten dieses russische Muster der Kriegsführung nach vier Jahren doch endlich durchschaut haben“, sagte Strack-Zimmermann weiter. (AFP)

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Sven Lemkemeyer

Hunderte Unternehmen aus Deutschland wollen in Russland bleiben

Hunderte deutsche Firmen wollen laut einer Umfrage ungeachtet der immer schärferen Sanktionen des Westens im Zuge des Moskauer Angriffskrieges weiter in Russland Geschäfte machen. „Nur vier Prozent der deutschen Firmen planen einen Marktaustritt“, sagt der Vorstandschef der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, mit Blick auf eine neue Umfrage zum Geschäftsklima in Russland. Viele befürchteten, bei einem Weggang viel Geld zu verlieren. 

„Wer nach vier Jahren Blutvergießen und Sanktionen noch hier in Russland ist, will durchhalten“, sagt Schepp der Deutschen Presse-Agentur in Moskau zu der Umfrage unter rund 260 Unternehmern. Die Bedeutung des russischen Marktes werde weiter geschätzt. Demnach sind im flächenmäßig größten Land der Erde Schätzungen zufolge noch rund 2.000 deutsche Unternehmen aktiv. 

Die Kammer schätzt die deutschen Vermögenswerte in Russland auf mehr als 100 Milliarden Euro. „Die deutschen Vermögen wachsen sogar, weil die russischen Gesetze verhindern, dass Gewinne in größerem Maß transferiert werden können“, sagt Schepp. Sie sollten geschützt werden, statt sie dem russischen Staatsbudget oder kremlnahen Magnaten zu übereignen. 

Insgesamt hätten sich das Geschäftsklima in Russland und die Erwartungen der deutschen Unternehmen spürbar eingetrübt. Mehr als die Hälfte der Firmen erwartet demnach eine negative wirtschaftliche Entwicklung in Russland im nächsten Jahr. Es drohe eine weitere Verschärfung der Sanktionen, sollte der Krieg nicht enden.  (dpa)

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Julia Hoene
Author Julia Hoene

Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsansprache die Möglichkeit eines Friedensabkommens mit Russland beteuert. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben“, sagte er in der Ansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden“, fügte er hinzu.

Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Nach einem Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatresidenz in Florida am Sonntag hatte der vermittelnde Gastgeber von „großen Fortschritten“ bei den Verhandlungen gesprochen. Besonders umstrittene Territorialfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst. (AFP)

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Jean Mikhail

Ukraine greift Ölterminal nördlich von Moskau an

Ukrainische Drohnen haben nach offizieller Darstellung aus Kiew ein Treibstofflager in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau getroffen und in Brand gesetzt. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU der Agentur Ukrinform mit. Das Terminal „Temp“ in der Stadt Rybinsk gehöre zu den strategischen Reserven Russlands. „Der SBU unterbricht mit chirurgischer Präzision weiterhin die Lieferketten russischer Erdölprodukte sowohl ins Ausland als auch an die Truppen, die die Ukraine angreifen“, wurde ein namentlich nicht genannter Geheimdienstmitarbeiter zitiert.

Die Agentur veröffentlichte dazu ein Video, auf dem ein Großbrand hinter verschneiten Häusern zu sehen ist. Die genaue Örtlichkeit dazu war nicht zu erkennen. Von russischer Seite gab es zu dem ukrainischen Bericht keine Angaben. Jaroslawl liegt etwa 280 Kilometer nordöstlich von Moskau und ist mehr als 800 Kilometer von der Ukraine entfernt. (dpa)
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Sven Lemkemeyer

Moskau zielt darauf ab, echte Fortschritte der Ukraine und ihrer westlichen Partner auf ‌dem Weg zum ​Frieden zu ​vereiteln. Niemand ‌sollte unbegründete Behauptungen des Aggressors akzeptieren, der ‍seit Beginn des Krieges wahllos die ‍Infrastruktur und die Zivilbevölkerung der Ukraine ​ins Visier genommen hat.

EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas

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Sven Lemkemeyer

Putin schwört Russland und Soldaten in Neujahrsansprache auf Sieg gegen die Ukraine ein

Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in seiner Neujahrsbotschaft auch nach fast vier Jahren seines Angriffskrieges gegen die Ukraine siegessicher gezeigt. „Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg“, sagte Putin laut dem von Staatsmedien veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache, die zuerst auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka im Fernsehen zu sehen war. Dort begann das Jahr 2026 um 13.00 Uhr MEZ.

Die Soldaten, denen die Ukraine Kriegsverbrechen vorwirft, bezeichnete Putin erneut als „Helden“. „Millionen Menschen in ganz Russland – das versichere ich ihnen! – sind in dieser Silvesternacht bei ihnen. Sie denken an sie, fühlen mit ihnen, hoffen auf sie. Wir sind vereint in unserer aufrichtigen, selbstlosen und treuen Liebe zu Russland“, sagte Putin. Von den Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges oder der Hoffnung auch vieler Russen auf Frieden war aber keine Rede in der Botschaft.

Das Land werde seine gesetzten Ziele erreichen, „für unser großes Russland!“, sagte Putin. Seine Neujahrsbotschaft wird wegen der verschiedenen Zeitzonen des flächenmäßig größten Landes der Erde jeweils um Mitternacht in den Regionen ausgestrahlt. Als letzte gehen die Menschen in Kaliningrad an der Ostsee in Russland ins Jahr 2026 - und zwar um 23.00 Uhr MEZ. Die festlich geschmückte und schillernde Hauptstadt Moskau feiert um 22.00 Uhr MEZ. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

Kabel in Ostsee beschädigt – Finnland setzt Schiff fest

Die finnischen Behörden inspizieren nach Angaben von Präsident Alexander Stubb ein Schiff, das im Verdacht steht, einen Schaden ⁠an einem Unterseekabel im Finnischen Meerbusen verursacht zu haben. ‌Finnland sei auf Sicherheitsherausforderungen verschiedener Art vorbereitet und reagiere darauf, wenn es nötig sei, schreibt Stubb auf der Plattform X. 

Wie die Polizei in Finnland mitteilte, meldete der Telekommunikationsanbieter Elisa am frühen Morgen einen Schaden in einem Kabel, das die finnische Hauptstadt Helsinki mit Estlands Hauptstadt Tallinn verbindet. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs ‍gegen die Ukraine sind die Ostsee-Anrainer wegen einer Reihe von Störungen an Strom- und Telekommunikationskabeln sowie Gaspipelines in ​hoher Alarmbereitschaft. 

Der Vorfall erinnert an ähnliche Ereignisse vor gut einem Jahr. Am ersten Weihnachtsfeiertag 2024 waren Schäden an dem zwischen Finnland und Estland verlaufenden unterseeischen Stromkabel Estlink 2 und mehreren Kommunikationskabeln aufgetreten. Die finnischen Behörden gehen davon aus, dass die Schäden von der Ankerkette des Tankers „Eagle S“ verursacht wurden, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird.  (Reuters, dpa)
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