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Ein russischer Soldat an der Front (Archivbild).

© IMAGO/SNA/IMAGO/Sergey Bobylev

Jahresbilanz 2025: Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert

Ukraine täuschte offenbar Tod von Milizenchef vor + Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel + Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine + Der Newsblog.

Stand:

Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.

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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert

Der militärnahe ukrainische Blog „DeepState“ hat aktuelle Zahlen zu den russischen Eroberungen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Demnach besetzte Russland weitere 4336 Quadratkilometer der Ukraine. Das entspreche etwa 0,72 Prozent des gesamten ukrainischen Territoriums

„Im Vergleich zu den Vorjahren war 2025 ein besonders schwieriges Jahr für die ukrainischen Streitkräfte“, heißt es. 2024 soll die Ukraine nur rund 3600 Quadratkilometer verloren haben, steht in älteren Berichten. Allerdings zeigen die aktuellen Zahlen auch, wie langsam die russische Armee – unter hohen Verlusten – vorankommt. Seit Januar 2023 habe sie 7463 Quadratkilometer (1,23 Prozent) erobert.

Den größten Zuwachs (+10,6 Prozent) erreichte Russland den Angaben nach 2025 in der östlichen Region Donezk, wo sich die umkämpfte Industriestadt Pokrowsk befindet. Es folge Saporischschja mit 2,1 Prozent. In den anderen Regionen liege der Zuwachs bei ungefähr einem Prozent oder darunter.

Insgesamt halte Russland seit 2014, als die Krim annektiert wurde, 19,25 Prozent der Ukraine besetzt. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) setzte die Zahl des neu eroberten Gebiets etwas höher mit 4952 Quadratkilometern an – aber immer noch deutlich niedriger als die 6640 Quadratkilometer, die seitens Russlands angegeben wurden.
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Tobias Mayer
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Ukraine: Putin versucht, den Krieg zu verlängern

Die Ukraine wirft Russland vor, einen Drohnenangriff auf eine Residenz von Wladimir Putin inszeniert zu haben; Medienberichten zufolge geht unter anderem auch die CIA von einer Inszenierung aus. Andrij Kowalenko, Leiter des ukrainischen Zentrums zur Bekämpfung von Desinformation, sieht ein bestimmtes Kalkül hinter dem russischen Vorgehen.

Putin versuche demnach, den Krieg gegen die Ukraine bis Mai zu verlängern. Er wolle außerdem neue Sanktionen der USA vermeiden und den aktuellen Entwurf eines Friedensplans zu eigenen Gunsten ändern. (Yulia Valova)
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Tobias Mayer
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Kiew warnt vor russischer, inszenierter Provokation

Der ukrainische Auslandsgeheimdienst meldet auf Telegram, dass der Kreml angeblich eine großangelegte Provokation vorbereitet, die zu zahlreichen Opfern führen könnte. 

Als wahrscheinlicher Zeitpunkt wird die Zeit kurz vor oder während der Feierlichkeiten zu Weihnachten nach dem julianischen Kalender genannt. Als mögliche Ziele werden religiöse Stätten oder andere symbolisch aufgeladene Objekte genannt – sowohl auf russischem Staatsgebiet als auch in den besetzten Gebieten der Ukraine. Zur Inszenierung einer angeblichen ukrainischen Verantwortung könnte Russland Trümmer westlich produzierter Kampfdrohnen verwenden, heißt in der Meldung.

Ende Dezember hatte Russland einen angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf die Privatresidenz von Wladimir Putin gemeldet. Unter anderem die CIA bezweifelt Medienberichten zufolge den Wahrheitsgehalt der Behauptungen. (Valeriia Semeniuk)
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Tobias Mayer
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Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien

Zwischen der Ukraine und Tschechiens neuer Regierung ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Kiews Botschafter in Prag protestierte nun gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen „sinnlosen Krieg“ fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte „Diebe“.

In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Vasyl Zvarych die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, „unter dem Einfluss russischer Propaganda“ zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.

In Tschechien regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der rechtspopulistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine. Ob es unter der neuen Regierung dabei bleibt, ist fraglich. (KNA)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Zweifel an Ukraine-Friedensdeal schieben Rüstungswerte an

Zweifel an einem baldigen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine geben den Rüstungswerten laut einem Börsianer Auftrieb. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 2,9 Prozent zu. Im Dax verteuert sich Rheinmetall um zwei Prozent. Im MDax steigen Hensoldt und Renk um 3,4 und 2,6 ⁠Prozent.

Auch die Titel von Airbus und dem Triebwerksbauer MTU profitieren dem Händler zufolge von der ‌Hoffnung auf weiter gute Geschäfte im Rüstungssektor. Sie notieren jeweils 2,6 Prozent fester und sind damit Spitzenreiter im deutschen Leitindex. (Reuters)
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Tobias Mayer
Author Tobias Mayer

Ukraine: Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an

Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen „und andere legitime Ziele“ an. Die ukrainischen Streitkräfte ⁠hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter ‌Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor. (Reuters)
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Viktoria Bräuner
Author Viktoria Bräuner
Angriff auf Putin-Residenz? Moskau übergibt US-Botschafter Material
Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Die angeblichen Beweise enthalten u.a. Bilder einer Drohne in einem Wald im Schnee, Karten mit Flugrouten und Uhrzeiten sowie angebliche Augenzeugen.

Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge – mit dem Ziel, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu rechtfertigen. 

Die Übergabe von Material an die USA gilt auch als Reaktion auf Berichte in amerikanischen Medien, nach denen der US-Auslandsgeheimdienst CIA ermittelt habe, dass die ukrainischen Drohnen nicht Putins Residenz als Ziel gehabt hätten. (dpa)

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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im Ringen um Sicherheitsgarantien. „Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. „Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden“, führte er aus.

Beim Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag (3. Januar) in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der „Koalition der Willigen“ am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.

Selenskyj berichtete auch von einem Telefonat mit Zyperns Präsidenten Nikos Christodoulides, der den EU-Ratsvorsitz für die nächsten sechs Monate innehat. „Die Mitgliedschaft der Ukraine in der Europäischen Union ist auch eine Sicherheitsgarantie, und wir arbeiten ebenfalls auf die Mitgliedschaft hin“, sagte Selenskyj.

Das Wichtigste für die Ukraine sei weiter eine ausreichende Unterstützung von den Partnern. „Davon hängt alles ab, vor allem die Soldaten an der Front, alle unsere Verteidiger und Verteidigerinnen, unsere Industrie, unsere Produktion, die Waffenproduktion“, sagte Selenskyj. Das Land brauche Raketen für die Flugabwehr, Geld für Waffen, Drohnen, Technik – „für alles, was notwendig ist“.

Selenskyj berichtete auch von einem Besuch seines Chefunterhändlers Rustem Umjerow in der Türkei, der das Ziel hatte, die Gefangenenaustausche wieder aufzunehmen. „Wir brauchen diese Unterstützung, um unsere Ukrainer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zu holen“, sagte Selenskyj. Nach viel Aktivität 2025 seien die Austausche zuletzt zum Erliegen gekommen.
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee

Nach der Beschädigung eines Telekommunikationskabels am Boden der Ostsee hat die finnische Polizei ein Schiff beschlagnahmt. Der Frachter „Fitburg“ stehe im Verdacht, für die Beschädigung des Kabels im Finnischen Meerbusen verantwortlich zu sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Das unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und den Grenadinen fahrende Schiff transportierte nach finnischen Angaben russischen Stahl. 

Das vom finnischen Telekommunikationsunternehmen Elisa betriebene Kabel zwischen Helsinki und der estnischen Hauptstadt Tallinn war den Polizeiangaben zufolge am frühen Mittwochmorgen beschädigt worden. Ein Patrouillenboot der finnischen Küstenwache und ein Hubschrauber hätten das verdächtige Schiff mit herabgelassenem Anker geortet. Die Besatzung sei angewiesen worden, den Anker zu lichten und in finnische Gewässer einzufahren.

14 Besatzungsmitglieder wurden dann festgenommen, wie Polizeisprecher Ilkka Koskimaki vor Journalisten sagte. Die Verdächtigen stammen demnach aus Russland, Georgien, Aserbaidschan und Kasachstan. Die 132 Meter lange „Fitburg“ befand sich demnach auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Haifa in Israel.

Die finnische Polizei ermittelte nach eigenen Angaben in Kooperation mit internationalen Behörden wegen „schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation“. Der Kabelbetreiber Elisa erklärte, die Dienste seien durch den Vorfall nicht beeinträchtigt worden, da sie umgeleitet worden seien. (AFP)
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.
Ein Hubschrauber der Grenzschutzbehörde und ein Patrouillenschiff der Küstenwache namens „Turva“ beschlagnahmen das Schiff „Fitburg“.   Bild: Finnische Polizei/Handout via REUTERS
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod eines russischen Milizenführers fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte am Neujahrstag in einem Video den totgeglaubten Denis Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Es kämpft an der Seite ukrainischer Truppen gegen die russische Invasion.

In einer komplizierten Aktion sei es dem HUR gelungen, im russischen Geheimdienst die Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hieß es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500.000 US-Dollar (425.000 Euro) sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es indes nicht.

Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht. Das RDK war in der Vergangenheit in dem Krieg auch mit Kämpfern und schwerer Militärtechnik auf russisches Gebiet vorgedrungen und hatte dort zeitweilig Ortschaften kontrolliert.

Ukrainische Geheimdienste hatten schon 2018 einen Todesfall vorgetäuscht und weltweit Schlagzeilen gemacht. Damals hieß es, der kremlkritische russische Kriegsberichterstatter Arkadi Babtschenko sei in Kiew bei einem Anschlag getötet worden. Einen Tag später zeigte sich, dass Babtschenko noch lebte. Mithilfe dieser Finte seien die Attentäter entlarvt worden. (dpa)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt

Nach wochenlangem diplomatischen Ringen ist die Ukraine nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj „zehn Prozent“ von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt. „Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache. Kreml-Chef Wladimir Putin ging in seiner Neujahrsrede von einem „Sieg“ Russlands aus.

„Zehn Prozent bleiben“, sagte Selenskyj in seiner Neujahrsansprache mit Blick auf die Verhandlungen. Dies seien „die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine“ bestimmen würden, fügte er hinzu. Sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht „um jeden Preis“. Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten. (AFP)
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Daniel Krause
Author Daniel Krause

Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine nach russischen Angriffen

Russland hat die Ukraine nach deren Angaben erneut mit Luftangriffen auf ⁠die Energieversorgung überzogen und die Stromversorgung zahlreicher Haushalte ‌unterbrochen. In der Neujahrsnacht seien mehr als 200 Drohnen gezählt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Die Angriffe hätten sich gegen die Energieinfrastruktur ‍in sieben Regionen gerichtet. Dem Energieministerium zufolge fiel in Teilen der Regionen Wolhynien (Wolyn) im ​Westen, Odessa im Süden und Tschernihiw im Norden der Strom aus. Allein in der an Polen und Belarus grenzenden Region Wolhynien sind nach örtlichen Angaben mehr als 103.000 ‌Haushalte betroffen. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer
Update 14:02 Uhr: 

Russland meldet mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Café 

Moskau hat der ukrainischen Armee einen Angriff in dem von Russland kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson mit mehr als 20 Toten vorgeworfen. Auf ein Café in dem Dorf Chorly sei in der Silvesternacht eine „massive“ Attacke mit ukrainischen Drohnen verübt worden, erklärte das russische Ermittlungskomitee am Donnerstag. Bei der Attacke mit insgesamt drei Drohnen seien mehr als 20 Menschen getötet und „viele weitere verletzt“ worden.

Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, sprach im Onlinedienst Telegram, von 24 Toten und mehr als 50 Verletzten. Dazu veröffentlichte er Bilder mehrerer verkohlter Leichen und der Ruine eines Gebäudes. Der Gouverneur rief eine zweitägige Trauerzeit in den russisch kontrollierten Gebieten in Cherson aus. Die ukrainischen Behörden reagierten zunächst nicht auf die Vorwürfe.

Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sprach von einem „terroristischen Angriff“ gegen die Zivilbevölkerung während der Silvesterfeiern. 

Das Dorf Chorly befindet sich auf einer Halbinsel am Schwarzen Meer. Russland hatte es schon kurz nach Beginn seiner Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022 unter seine Kontrolle gebracht. Die ukrainische Armee hatte im Herbst 2022 einen großen Teil der im Süden des Landes gelegenen Region Cherson zurückerobert, darunter die gleichnamige Hauptstadt. Seitdem bildet der Fluss Dnepr die Frontlinie in dieser Region. Beide Seiten verüben regelmäßig tödliche Drohnenangriffe auf die Gegenseite. (AFP)
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Sven Lemkemeyer
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.
Auf diesem Bild ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni 2024 vor einem Flugabwehrsystem Patriot zu sehen.   Bild: dpa/Jens Büttner

Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme aus Deutschland ein

Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.

Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.

Für das angegriffene Land sind die Flugabwehrsysteme aus US-Produktion die beste Waffe gegen russische ballistische Raketen und Marschflugkörper. Ein Patriot-System umfasst verschiedene Komponenten wie einen Radar, einen Feuerleitstand, Antennen und Startgeräte für die Flugabwehrraketen. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Ukrainische Feuerwehrleute versuchen nach einem russischen Angriff einen Brand zu löschen.
Ukrainische Feuerwehrleute versuchen nach einem russischen Angriff einen Brand zu löschen.   Bild: Reuters/Press service of the State Emergency Service of Ukraine

Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig

Die Zahl der nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist jüngsten Daten der ukrainischen Armee zufolge im Dezember leicht zurückgegangen. Russland feuerte im Dezember mindestens 5134 Drohnen auf die Ukraine ab und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag zeigte, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die Zahl der in der Nacht abgefeuerten Raketen ging demnach im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.

Dieselben Daten zeigten jedoch zugleich, dass die Ukraine im Dezember weniger Raketen und Drohnen zerstört hat als im Vormonat. Demnach wurden 80 Prozent der Luftangriffe abgewehrt, gegenüber 82 Prozent im November.

Im gesamten Jahr 2025 feuerte Russland laut der AFP-Auswertung insgesamt 56.550 Geschosse auf das Nachbarland ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1958 Raketen. Die intensivsten Angriffe erfolgten demnach im Juli mit 6495 Drohnen und Raketen. Die wenigsten Angriffe wurden im April mit insgesamt 2601 Drohnen und Raketen gezählt.

Moskau bestreitet, mit seinen Angriffen auf Zivilisten zu zielen. Allerdings feuerte die russische Armee seit dem Ende einer einseitig von Russland verkündeten dreitägigen Waffenruhe am 10. Mai jede Nacht Drohnen auf die Ukraine. Dabei wurden immer wieder die Energieanlagen des Landes beschossen. Infolge dessen waren hunderttausende Haushalte ohne Strom und Heizung. (AFP)

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Sven Lemkemeyer

Ukraine attackiert russische Ölanlagen mit Drohnen

Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegram-Kanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.

Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt. 

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt. (dpa)

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Sven Lemkemeyer

US-Sondergesandter Witkoff telefoniert mit Merz' Berater

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach eigenen Angaben mit dem außenpolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, und anderen Vertretern Europas nächste Schritte auf dem Weg zu einem Ende des Ukraine-Krieges besprochen. Dabei sei es unter anderem um eine Stärkung von Sicherheitsgarantien und die Entwicklung „effektiver Deeskalationsmechanismen“ gegangen, schrieb Witkoff auf X. Das Telefonat bezeichnete er – wie auch schon frühere Begegnungen – als „produktiv“.

Thema sei auch gewesen, wie sich die seit fast vier Jahren von Russland angegriffene Ukraine nach Kriegsende erfolgreich und widerstandsfähig entwickeln könne. „Viele weitere Details wurden besprochen, und wir werden diese wichtige Arbeit und die Koordination im neuen Jahr fortsetzen“, schrieb Witkoff. (dpa)

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Sven Lemkemeyer
Russlands Machthaber: Wladimir Putin.
Russlands Machthaber: Wladimir Putin.   Bild: AFP/Mikhail Metzel

CIA sieht offenbar keine Hinweise für Angriff der Ukraine auf Putins Residenz

Der US-Geheimdienst CIA hat Medienberichten zufolge die Erkenntnis erlangt, dass die Ukraine weder den russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat. Das berichteten das „Wall Street Journal“ sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung. Damit widerspricht der US-Auslandsgeheimdienst schweren Vorwürfen aus Moskau vom Montag. Zunächst hatte auch Präsident Donald Trump nach einem Gespräch mit Putin die Ukraine wegen des angeblichen Angriffs kritisiert.

Kiew hat vehement bestritten, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Die Ukraine sah in Moskaus Behauptung einen russischen Vorwand, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen.

Russland präsentierte am Mittwoch erstmals mögliche Beweise für den Angriff, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen. Viele Experten bezweifeln ebenfalls, dass der von Russland geschilderte Angriff so stattgefunden hat. Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf US-Beamte, der umstrittene ukrainische Drohnenangriff habe einem militärischen Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegolten – allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Dies werde auch von einer Analyse der CIA belegt, hieß es.

Die Sender PBS und CNN berichteten, Trump sei am Mittwoch von CIA-Chef John Ratcliffe über die Erkenntnisse des Geheimdienstes unterrichtet worden. Am selben Tag (Ortszeit) teilte der US-Präsident dann überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social. (dpa)
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Sven Lemkemeyer
Frankreichs Präsident ist bei seiner Neujahrsansprache im TV zu sehen.
Frankreichs Präsident ist bei seiner Neujahrsansprache im TV zu sehen.   Bild: Reuters/Stephanie Lecocq

Macron kündigt Zusagen zum Schutz der Ukraine an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt Zusagen europäischer Staaten zum Schutz der Ukraine für den kommenden Dienstag an. „Am 6. Januar werden in Paris viele europäische Staaten und Verbündete konkrete Zusagen machen, um die Ukraine zu schützen und einen gerechten und dauerhaften Frieden auf unserem europäischen Kontinent zu gewährleisten“, sagt Macron in seiner Neujahrsansprache. Die Zusagen sollen nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland gelten. ⁠Macron hat für den 6. Januar zu einem Treffen der von Großbritannien und Frankreich angeführten „Koalition der Willigen“ eingeladen. Zu den mehr ‌als 30 Mitgliedern zählt auch Deutschland. (Reuters)
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Sven Lemkemeyer

Putin erhöht Mehrwertsteuer – Milliarden für die Kriegskasse

Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut.

Die Verteidigungsausgaben in Russland steigen wegen des andauernden Krieges, dessen Ende auch nach fast vier Jahren nicht in Sicht ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Künftig wolle sich die Regierung aber wieder darum bemühen, die Steuerlast für die Bürger zu senken. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen. (dpa)

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