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Jahresbilanz 2025: Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert
Ukraine täuschte offenbar Tod von Milizenchef vor + Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel + Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine + Der Newsblog.
Stand:
Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
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Russland hat weitere 0,72 Prozent der Ukraine erobert
Ukraine: Putin versucht, den Krieg zu verlängern
Kiew warnt vor russischer, inszenierter Provokation
Diplomatischer Streit zwischen Ukraine und Tschechien
Zweifel an Ukraine-Friedensdeal schieben Rüstungswerte an
Zweifel an einem baldigen Friedensabkommen zwischen Russland und der Ukraine geben den Rüstungswerten laut einem Börsianer Auftrieb. Der europäische Branchenindex legt in der Spitze 2,9 Prozent zu. Im Dax verteuert sich Rheinmetall um zwei Prozent. Im MDax steigen Hensoldt und Renk um 3,4 und 2,6 Prozent.Auch die Titel von Airbus und dem Triebwerksbauer MTU profitieren dem Händler zufolge von der Hoffnung auf weiter gute Geschäfte im Rüstungssektor. Sie notieren jeweils 2,6 Prozent fester und sind damit Spitzenreiter im deutschen Leitindex. (Reuters)
Ukraine: Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an
Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen „und andere legitime Ziele“ an. Die ukrainischen Streitkräfte hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor. (Reuters)Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen
Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel in der Ostsee
Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor
Selenskyj in Neujahrsansprache: Ukraine „zehn Prozent“ von Friedensabkommen entfernt
Ausgedehnte Stromausfälle in der Ukraine nach russischen Angriffen
Russland meldet mehr als 20 Tote und Dutzende Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Café
Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme aus Deutschland ein
Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur im Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal sei dies möglich geworden „dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung“.Das Verteidigungsministerium in Berlin hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.
Für das angegriffene Land sind die Flugabwehrsysteme aus US-Produktion die beste Waffe gegen russische ballistische Raketen und Marschflugkörper. Ein Patriot-System umfasst verschiedene Komponenten wie einen Radar, einen Feuerleitstand, Antennen und Startgeräte für die Flugabwehrraketen. (dpa)
Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig
Die Zahl der nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist jüngsten Daten der ukrainischen Armee zufolge im Dezember leicht zurückgegangen. Russland feuerte im Dezember mindestens 5134 Drohnen auf die Ukraine ab und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag zeigte, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die Zahl der in der Nacht abgefeuerten Raketen ging demnach im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.Dieselben Daten zeigten jedoch zugleich, dass die Ukraine im Dezember weniger Raketen und Drohnen zerstört hat als im Vormonat. Demnach wurden 80 Prozent der Luftangriffe abgewehrt, gegenüber 82 Prozent im November.
Im gesamten Jahr 2025 feuerte Russland laut der AFP-Auswertung insgesamt 56.550 Geschosse auf das Nachbarland ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1958 Raketen. Die intensivsten Angriffe erfolgten demnach im Juli mit 6495 Drohnen und Raketen. Die wenigsten Angriffe wurden im April mit insgesamt 2601 Drohnen und Raketen gezählt.
Moskau bestreitet, mit seinen Angriffen auf Zivilisten zu zielen. Allerdings feuerte die russische Armee seit dem Ende einer einseitig von Russland verkündeten dreitägigen Waffenruhe am 10. Mai jede Nacht Drohnen auf die Ukraine. Dabei wurden immer wieder die Energieanlagen des Landes beschossen. Infolge dessen waren hunderttausende Haushalte ohne Strom und Heizung. (AFP)
Ukraine attackiert russische Ölanlagen mit Drohnen
Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegram-Kanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.Das russische Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien über Nacht 168 ukrainische Kampfdrohnen abgeschossen worden. Solche Militärzahlen sind nicht überprüfbar. Die genannte hohe Zahl lässt aber auf einen intensiven Angriff schließen, was sich mit Angaben ukrainischer Militärbeobachter deckt.
Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete nach Mitternacht immer wieder von Drohnen, die im Anflug auf die russische Hauptstadt abgefangen worden seien. Zu Schäden wurde nichts mitgeteilt. (dpa)
US-Sondergesandter Witkoff telefoniert mit Merz' Berater
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat nach eigenen Angaben mit dem außenpolitischen Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), Günter Sautter, und anderen Vertretern Europas nächste Schritte auf dem Weg zu einem Ende des Ukraine-Krieges besprochen. Dabei sei es unter anderem um eine Stärkung von Sicherheitsgarantien und die Entwicklung „effektiver Deeskalationsmechanismen“ gegangen, schrieb Witkoff auf X. Das Telefonat bezeichnete er – wie auch schon frühere Begegnungen – als „produktiv“.Thema sei auch gewesen, wie sich die seit fast vier Jahren von Russland angegriffene Ukraine nach Kriegsende erfolgreich und widerstandsfähig entwickeln könne. „Viele weitere Details wurden besprochen, und wir werden diese wichtige Arbeit und die Koordination im neuen Jahr fortsetzen“, schrieb Witkoff. (dpa)
CIA sieht offenbar keine Hinweise für Angriff der Ukraine auf Putins Residenz
Macron kündigt Zusagen zum Schutz der Ukraine an
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt Zusagen europäischer Staaten zum Schutz der Ukraine für den kommenden Dienstag an. „Am 6. Januar werden in Paris viele europäische Staaten und Verbündete konkrete Zusagen machen, um die Ukraine zu schützen und einen gerechten und dauerhaften Frieden auf unserem europäischen Kontinent zu gewährleisten“, sagt Macron in seiner Neujahrsansprache. Die Zusagen sollen nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland gelten. Macron hat für den 6. Januar zu einem Treffen der von Großbritannien und Frankreich angeführten „Koalition der Willigen“ eingeladen. Zu den mehr als 30 Mitgliedern zählt auch Deutschland. (Reuters)Putin erhöht Mehrwertsteuer – Milliarden für die Kriegskasse
Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut.Die Verteidigungsausgaben in Russland steigen wegen des andauernden Krieges, dessen Ende auch nach fast vier Jahren nicht in Sicht ist. Kremlchef Wladimir Putin hatte im Dezember erklärt, dass die Mehrwertsteuererhöhung nötig sei, um den Haushalt auszugleichen. Künftig wolle sich die Regierung aber wieder darum bemühen, die Steuerlast für die Bürger zu senken. Auch die Einkommenssteuer war wegen des Krieges schon gestiegen. (dpa)
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