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Trump appelliert an Demonstranten im Iran: „Protestiert weiter – Hilfe ist auf dem Weg“
Rund 2000 Tote bei den Protesten + Iranische Justiz klagt erste Demonstranten an + Internationale Anrufe aus dem Iran wieder möglich – Internetsperre weiter in Kraft + Der Newsblog.
Stand:
Seit Ende Dezember 2025 kommt es im Iran zu Massenprotesten. Sie hatten sich ursprünglich an der schlechten Wirtschaftslage und den hohen Lebenshaltungskosten entzündet, richten sich inzwischen aber vor allem gegen die Führung des Landes. Das iranische Regime reagiert auf die anhaltenden Proteste mit brutaler Gewalt und hat das Internet abgeschaltet. Alle aktuellen Entwicklungen im Iran finden Sie in unserem Newsblog.
Hinweis: Angaben aus dem Iran sowie Bilder und Videos aus der Region lassen sich oft nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse im Land zu vermitteln.
Trump kündigt Hilfe für iranische Demonstranten an
Staatsanwaltschaft: Iran wird Todesstrafe gegen einige „Unruhestifter“ verhängen
Die iranischen Behörden werden nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen einige im Zuge der jüngsten Proteste festgenommene „Unruhestifter“ die Todesstrafe verhängen. Wie das Staatsfernsehen berichtete, teilte die Staatsanwaltschaft von Teheran am Dienstag mit, dass eine unbestimmte Zahl an Verdächtigen wegen des „Kriegs gegen Gott“ (Moharebeh) angeklagt werde. Dabei handelt es sich nach islamischem Scharia-Recht um eine Straftat, auf die im Iran die Todesstrafe steht.
„Eine Reihe von Randalierern, deren Anklagen mit Moharebeh übereinstimmten, werden bald vor Gericht gestellt“, hieß es weiter. (AFP)
Auswärtiges Amt bestellt Irans Botschafter ein
Iran: Von der Leyen will weitere EU-Sanktionen vorschlagen
Angesichts der Lage im Iran plant die EU weitere Maßnahmen gegen die „für die Unterdrückung Verantwortlichen“. In enger Zusammenarbeit mit der Außenbeauftragten der EU, Kaja Kallas, würden rasch weitere Sanktionen vorgeschlagen werden, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf sozialen Netzwerken. „Wir stehen an der Seite der Menschen im Iran, die mutig für ihre Freiheit demonstrieren.“
Weiter schrieb die Deutsche, die steigende Zahl der Opfer im Iran sei erschreckend. „Ich verurteile den exzessiven Einsatz von Gewalt und die anhaltende Einschränkung der Freiheit auf das Schärfste.“
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dürfte es zunächst vor allem um Strafmaßnahmen gegen Verantwortliche für die Gewalt gegen Demonstranten gehen – möglicherweise auch gegen Minister. Gegen sie könnten EU-Einreiseverbote und Vermögenssperren erlassen werden.
EU-Sanktionen gegen Revolutionsgarden schon in KraftGegen die iranischen Revolutionsgarden gibt es in der EU bereits Sanktionen – unter anderem um die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu verhindern. So gilt schon seit langem, dass alle ihre in der EU vorhandenen Vermögenswerte eingefroren werden müssen und den Garden keine wirtschaftlichen Ressourcen bereitgestellt werden dürfen.
Diskutiert wird in der EU zusätzlich seit Jahren auch über eine mögliche Einstufung der iranischen Revolutionsgarden als Terrororganisation, Deutschland setzt sich dafür ein. Bis zuletzt hatten allerdings mehrere Mitgliedstaaten Bedenken und da die Entscheidung einstimmig getroffen werden muss, war kein entsprechender Beschluss möglich. Angesichts der erneuten brutalen Niederschlagung von Protesten im Iran steigt nun allerdings der Druck auf die Skeptiker. (dpa)
Schah-Witwe ruft Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss auf
Die Witwe des letzten Schahs hat die Sicherheitskräfte im Iran zum Schulterschluss mit den Demonstrierenden aufgerufen. „Hört die Schreie des Zorns und der Wut der Demonstrierenden. Schließt euch euren Brüdern und Schwestern an, bevor es zu spät ist“, erklärte die 87-jährige Farah Pahlavi am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Nichts rechtfertige ein Blutvergießen, betonte sie.
„Macht euer Schicksal nicht von dem der Mörder abhängig“, schrieb die Schah-Witwe. „Seid stark und glaubt daran, dass ihr bald gemeinsam die Freiheit im Iran feiern werdet und dass das Licht über die Dunkelheit siegen wird.“ Die Schah-Witwe unterstützte damit Aufrufe ihres in den USA lebenden Sohnes Reza Pahlavi, der in den vergangenen Wochen zu einer Symbolfigur der iranischen Opposition geworden ist.
Farah Pahlavi war die dritte Frau des Schahs, den sie als Studentin in Paris kennengelernt hatte. Ihre Beziehung war in den 60er und 70er Jahren ein beliebtes Thema in der Klatschpresse. Farah Pahlavi verließ den Iran gemeinsam mit ihrem Mann Mohammed Reza Pahlavi 1979 im Zuge der Islamischen Revolution. Sie lebt heute in den USA und in Paris. (AFP)
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