
© IMAGO/UKRINFORM/IMAGO/Mykola Miakshykov
Erstmals Ziel genannt: Putins Hyperschallrakete Oreschnik traf angeblich ukrainisches Flugzeugreparaturwerk
Putin will auch Ukrainer in Russland bei Wahlen in der Ukraine abstimmen lassen + Ukrainisches Korruptionsbüro verfolgt Tausende Fälle + Der Newsblog.
Stand:
Hinweis: Angaben der Regierungen, Armeen und Bilder und Videos aus der Region lassen sich manchmal nicht endgültig verifizieren. Wir geben sie dennoch mit einem entsprechenden Hinweis wieder, um einen möglichst detaillierten Blick auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine zu vermitteln.
- Unter diesem Link finden Sie aktuelle Karten und Grafiken zur Ukraine-Invasion.
- Einmal am Tag die wichtigsten Nachrichten zum Ukraine-Krieg in Ihr Postfach – mit unserem Newsletter. Hier kostenlos abonnieren.
Moskaus Hyperschallrakete Oreschnik traf angeblich ukrainisches Flugzeugreparaturwerk
Bei ihrem Einsatz der Hyperschallrakete Oreschnik in der westlichen Ukraine am vergangenen Freitag haben die russischen Streitkräfte nach Angaben aus Moskau eine Flugzeug-Instandsetzungsfabrik in Lwiw getroffen. „In der Nacht zum 9. Januar wurde das staatliche Flugzeugreparaturwerk in Lwiw durch das mobile bodengestützte Raketensystem Oreschnik außer Betrieb gesetzt“, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Montag.
Es war das erste Mal, dass Moskau konkrete Angaben zum Ziel des Oreschnik-Angriffs vom Freitag machte. Der Einsatz der Hyperschall-Mittelstrecken-Rakete nahe der Grenze zur EU hatte empörte Reaktionen westlicher Regierungen ausgelöst.
Die Nachrichtenagentur AFP war am Montag nicht in der Lage, die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zum Ziel des Oreschnik-Einsatzes zu überprüfen. Ein Sprecher der ukrainischen Luftwaffe lehnte auf AFP-Anfrage einen Kommentar zu den Moskauer Angaben ab.
Die Ukraine hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Oreschnik-Rakete ein „ziviles“ Ziel in der Region Lwiw getroffen habe, ohne Details zu nennen. Auch veröffentlichte die Ukraine Bilder von Raketentrümmern. Bewohner eines Vorortes von Lwiw nahe des Flugzeugwerks berichteten AFP am Freitag von nächtlichen Explosionen und Gasausfällen.
Russischen Angaben zufolge wurde das Werk in Lwiw zur Reparatur und Wartung der sowjetischen MiG-29-Flugzeuge sowie der in den USA hergestellten F-16-Kampfjets genutzt.
Es war das zweite Mal, dass Russland die Oreschnik-Rakete in ihrer seit fast vier Jahren andauernden Offensive gegen die Ukraine einsetzte. Im August hatte der russische Präsident Wladimir Putin die Serienproduktion der Oreschnik-Raketen angekündigt, die mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden können. (AFP)
Mehr zu dem Vorfall können Sie hier nachlesen:
Estland verhängt Einreiseverbot gegen 261 Russen
Estland hat Einreiseverbote gegen 261 Russen verhängt, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt und im Kriegseinsatz an der Front waren.
„Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um Personen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Europa handelt. Sie verfügen über Kampferfahrung, militärische Ausbildung und oft auch über eine kriminelle Vergangenheit. Darüber hinaus sind sie psychisch traumatisiert“, begründete Innenminister Igor Taro den Schritt. Demnach handelt es sich um die ersten Einreiseverbote, denen weitere folgen sollen.
Die Einreiseverbote seien unausweichlich, da diejenigen, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine begangen hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten. „Die von ihnen ausgehende Bedrohung ist nicht theoretischer Natur – sie umfasst sowohl die mögliche Ausführung von Aufträgen für russische Geheimdienste als auch die Beteiligung an organisierter Kriminalität“, wurde Taro in einer Mitteilung zitiert.
Außenminister Margus Tsakhna betonte, dass vormalige Kriegsteilnehmer nichts in Estland und im Schengenraum zu suchen hätten und die jetzigen Einreiseverbote nur der Anfang seien. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Tür für russische Ex-Kämpfer geschlossen bleibt, und rufen andere Länder auf, es uns gleichzutun“, schrieb er auf der Plattform X.
Nach Angaben des Innenministeriums haben schätzungsweise bis zu 1,5 Millionen russische Staatsbürger an Russlands bewaffneter Aggression in der Ukraine teilgenommen. Davon seien etwa 640.000 noch immer an der Front. (dpa)
Messerangriff in Schule: Ukrainischer Jugendlicher verletzt Lehrer und Mitschüler
Ukrainekrieg als Werbung: Moskau meldet Auftragsrekord für Waffen
Manturow führte das auch auf den 2022 von Putin befohlenen Krieg gegen die Ukraine zurück. „Die im Rahmen der militärischen Spezialoperation erprobte Technik wirbt für sich selbst“, sagte er. Als militärische Spezialoperation bezeichnen russische Offizielle den Krieg.
Mehr als 7.400 Anklagen wegen Korruption, Amtsmissbrauchs und Kriegsverbrechen in der Ukraine im Jahr 2025
Russische Agenten installieren Drohnen-Leitsysteme in der Ukraine
Investoren verlieren den Glauben an einen schnellen Waffenstillstand
Putin drängt auf Stimmabgabe von Ukrainern in Russland bei Wahlen in der Ukraine
Wasserversorgung in der russisch besetzten Region Luhansk wohl weitgehend zusammengebrochen
Bedrohung durch Geran-5: ISW erklärt, warum die neue russische Drohne besonders gefährlich ist
Russland greift erneut die Eisenbahn an: Züge verkehren mit Verspätungen
35.000 Haushalte um Odessa ohne Strom
Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin
Großbritannien will neue Raketen für die Ukraine entwickeln
Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen
Ukrainische Militärs haben die Beschädigung von drei russischen Ölbohrplattformen im Kaspischen Meer für sich beansprucht. Die Plattformen des russischen Ölgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalität machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von „direkten Treffern“, sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen möglich schien. Die Spezialkräfte der Ukraine veröffentlichten dazu ein Video, das den Angriff aus der Sicht angreifender Drohnen zeigt.
Der Bericht über den Angriff sowie das Video konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. Das russische Militär macht grundsätzlich keine Angaben zu eventuellen Schäden durch ukrainische Angriffe. (dpa)
Selenskyj: 1100 russische Drohnen und 50 Raketen in vergangener Woche
Von der Leyen: Russland muss nun Friedenswillen zeigen
Mehr als 1000 Wohnhäuser in Kiew weiter ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach dem schweren russischen Angriff am Freitag mehr als 1000 Wohngebäude weiterhin ohne Heizung. „Die Lage bei der Energieversorgung in der Hauptstadt bleibt sehr schwierig“, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Ein Raketenangriff hatte am Freitag bei starkem Frost praktisch die gesamte Stadt von der Strom- und Wärmeversorgung abgeschnitten. Zwar konnten die Behörden die Wasserversorgung wiederherstellen und die Strom- und Wärmeversorgung teilweise wiederaufnehmen, die Reparaturarbeiten dauern jedoch an. (Reuters)- showPaywall:
- false
- isSubscriber:
- false
- isPaid:
- false