Kinderbuch von Christina Hagn : Von der Kälte träumen

In ihrem Buch „Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist“ zeigt Christina Hagn, was jeder gegen den Klimawandel tun kann.

Die Zukunft der Eisbären liegt auf dünnem Eis.
Die Zukunft der Eisbären liegt auf dünnem Eis.Foto: imago/imagebroker

Ach, wären doch alle Menschen so klug wie der kleine Eisbär! Weil die Winterkälte nicht kommen will, kann er in seiner arktischen Heimat nicht Fußball spielen. Die stabile Eisfläche fehlt. Seine Mutter ist schon ganz dünn geworden, weil sie keine Robben fangen kann. Warum passiert das bloß?

„Es gibt immer mehr Lebewesen auf der Erde, und jedes Lebewesen macht jeden Tag warme Luft“, weiß die Eisbärin. Dann müssen sie damit aufhören, denkt ihr Sohn. Und schreibt Briefe in die ganze Welt. Der Koala in Australien bekommt einen – und beschließt gleich, die vielen Lichterketten rund um sein Baumhaus auszuknipsen. Auch der Truthahn, der für seine Familie im Winter kistenweise Erdbeeren einfliegen lässt, überdenkt sein Verhalten. Außerdem: Erdbeeren schmecken im Sommer sowieso viel besser, wenn sie in der Umgebung wachsen.

Christina Hagn: Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist.
Christina Hagn: Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist.Cover: promo

Alle, so die Botschaft der Autorin Christina Hagn [Christina Hagn, Julia Patschorke: Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist. Oekom Verlag, München 2020, 36 Seiten, 14 €. Ab fünf Jahren], können mithelfen, den Klimawandel aufzuhalten. Jeder muss sein Scherflein dazu beitragen. Wie die Häsin, die jede noch so kurze Strecke in ihrem Auto zurücklegt. Sie kam gar nicht mehr auf die Idee, auch mal zu Fuß zu gehen. Nach dem Brief des kleinen Eisbären änderte sie ihr Verhalten und stellte fest: Ohne Auto bekommt man viel mehr von seiner Umgebung mit und wird dazu noch fit. Ähnliches erlebt ein Tiger, der im asiatischen Dschungel so gern mit dem Motorrad umhersaust. Sieht cool aus, verursacht aber viel warme Luft.

Vorsicht, Kinder wird das Buch auch animieren, das Verhalten ihrer Eltern und Verwandten zu hinterfragen.

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