Die Regierung von Gerhard Schröder ist in Schwierigkeiten. Für seinen Sparkurs findet der Bundeskanzler bei den Wählerinnen und Wählern kaum Zustimmung.
Kinderbuch und Jugendbuch
Grit Poppe, deren 1998 erschienener Debütroman "Andere Umstände" von der Kritik vor allem wegen seiner dichten Atmosphäre, seiner Skurrilität und seinem rabenschwarzen Humor gelobt wurde, erweist sich jetzt in ihrem ersten Kinderbuch, dem vierhundert Seiten starken Fantasyroman "Alabusch oder das Herz des Vulkans", auch als Meisterin sprachlicher Bilder, die nicht nur poetisch, originell und oft auch komisch sind, sondern auch so sinnlich, dass Kinder sie unmittelbar verstehen können. Ganze Bildwelten hat Grit Poppe für "Ala-busch" entworfen.
Am Dienstag hat Bundespräsident Johannes Rau 49 verdienten Bürgerinnen und Bürgern das Bundesverdienstkreuz verliehen. In seinem Amtssitz Schloss Bellevue würdigte er deren außerordentliches kulturelles, soziales, naturwissenschaftliches oder wirtschaftliches Engagement, darunter waren auch neun Berliner.
Wenn ein Regisseur Filme wie "The Crying Game" und "Interview mit einem Vampir" vorweisen kann, sollte man eigentlich annehmen, dass ihm von den Verleihern ein gewisser Starstatus zugestanden wird, dass jeder seiner Filme einen Platz im Kino erhält. Weit gefehlt!
Respekt! Respekt!
Ingke Brodersen (49) trat 1977 in das Lektorat des Rowohlt-Verlages (politische Bücher) ein. In den achtziger Jahren wurde sie Herausgeberin der Taschenbuchreihe "rororo aktuell".
Mit der feinen Unterscheidung zwischen Zuneigung und Liebe ist das so eine Sache. Der Suhrkamp Verlag wird nach Meinung seines Verlegers Siegfried Unseld geschätzt, gelobt, auch kritisiert.
Der mit 20000 Mark dotierte Sonderpreis des Deutschen Jugendliteraturpreises geht in diesem Jahr an die Übersetzerin Birgitta Kicherer. Sie hat etwa 180 Kinder- und Jugendbücher vorwiegend aus dem Schwedischen übertragen.
Ohne die Buchausgabe hätten die Autoren der Tagesspiegel-Serie "Mein Berliner Zimmer" kaum Chancen gehabt, ihre Beiträge im Lexikon "Die deutsche Literatur" aufgenommen zu sehen. Nicht, dass dessen Herausgeber etwas gegen Zeitungsveröffentlichungen im Allgemeinen oder den Tagesspiegel im Besonderen hätten; der Arbeitsaufwand wäre zu groß gewesen, die "25 Bekenntnisse zu dieser Stadt" unter den einzelnen Autorennamen zu registrieren.
Sie lacht, sie strahlt über das ganze Gesicht. "Sie brauchen nicht zu lächeln", sagt der Fotograf, und Flutura Haxhillari streicht mit der rechten Hand über ihre Mundwinkel.
Der Versuch, einem Bewohner Westends etwas Negatives über die Reichsstraße zu entlocken, ist so gut wie aussichtslos. "Hier ist die Welt noch in Ordnung", findet Klaus Blum.
"Alles, außer Emil": drei Worte, die den Dichter entseelten. Erich Kästner, dessen Leben heute vor 25 Jahren endete, starb bereits im Mai 1933 ein bißchen.
Eine Frau stirbt an Gebärmutterkrebs. Das ist kein heiteres Thema für die Bühne, eher Anlaß für einen fataldisease weepie.
Ganz früher einmal - und das ist noch gar nicht so lange her - hieß das Filmfest Potsdam "Europäischer Salon für Liebhaber des Jungen Films". 1993 von Irina Knochenhauer gegründet, litt das Filmfest mit dem klingenden Namen allerdings stetig darunter, daß das Potsdamer Publikum weder besonders salon-liebhaberisch noch besonders europäisch noch besonders jugendlich eingestellt war; dem Berliner Publikum wiederum, das sich vielleicht für das eine oder andere Merkmal hätte erwärmen mögen, war der Weg nach Potsdame offenbar immer ein entscheidendes Bißchen zu weit.
STUTTGART (ajo/HB). Bei der Ravensburger AG stehen die Zeichen auf Konsolidierung.
Die Peter-Weiss-Stiftung will ein Internationales Literaturfestival Berlin ins Leben rufen.Das gab der Vorsitzende der Stiftung, Ulrich Schreiber, gestern in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den geplanten Kooperationspartnern Literaturhaus, Literarisches Colloquium (LCB), Literaturforum im Brechthaus und Freunde der Deutschen Kinemathek bekannt.
Ihre Bilder werden Comics genannt, obwohl sie wohl eher ein Zwischending aus Graphik und Illustrationen sind."Ich benutze den Begriff Comic, um mich mit meinen Arbeiten besser in der Kunstszene einordnen zu können", sagt Anke Feuchtenberger.
Na dann.Die Einladung zur Großen Gesellschaft gilt.
Eine fremde Welt, in der alles vertraut und doch ganz anders scheint, ist das Wunderland, in das der englische Schriftsteller Lewis Carroll seine Titelheldin Alice schickte.Auch Hanno Siepmann, Gewinner des diesjährigen Neuköllner Opernwettbewerbs, entführt den Zuhörer in seiner Kammeroper "Alice" in ein Zauberreich, in dem vieles anders und manches vertraut erscheint: ins Wunderland der Zwölftonmusik.
Macht er Ausflüge ins Reich des Dramas, forscht der schwedische Romancier Per Olov Enquist vornehmlich in den dunklen Schattengründen nordischer Künstler.Nach Strindberg ("Die Nacht der Tribaden") und Hans Christian Andersen ("Aus dem Leben der Regenwürmer") beschäftigt sich sein neues Stück mit der Lebenslüge der großen Erzählerin und Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöf (1852 bis 1940): Ihr Vater war ein Säufer, der sich, von der Familie gedeckt, qualvoll in den Tod trank.
Die Neuköllner Oper hat es geschafft.Verzweifelte Menschen halten "Suche Karte"-Schilder in die Höhe, um ins "Wunder von Neukölln" zu kommen, im Sommer wird das Grips-Theater zur zweiten Spielstätte, und der zweite Neuköllner Opernpreis wurde nun im Charlottenburger Schloß verliehen.
Seine Lieblingsszenerie war das Paradies: Da sah er sich im Grase liegen und malen, als Zuschauer hinter sich friedlich die Rassen vereint, Schwein und Löwe, Indianer, Chinese und Schwarzer, und vor sich, beim Malen mit dem Fuß zu schaukeln, ein Kind in der Wiege.1922 zeichnete Walter Trier diese Vision vom Künstler in Arkadien als Buchumschlag für "Triers Panoptikum".
Wer eine der großen französischen Buchhandlungen betritt, bemerkt sofort einen Unterschied zu den deutschen.Es sind die Beine, die er übersteigen muß, um an die Regale zu kommen.
Was Sponsoring ist, wissen heute alle.Aber was ist Mäzenatentum?
Schwache Gemüter sollten diesen Text nicht lesen, denn gleich tauchen wir ein in eine Welt voller Monster.In eine Welt wild wie Alpträume, in die Welt von "Shockheaded Peter", der hierzulande vor gut 150 Jahren sein Unwesen als "Struwwelpeter" begann.
Ja, es ist nicht einfach, in Deutschland einen Krimi zu schreiben.Und noch schwerer ist es, ihn nach dem Schreiben - zu verkaufen.
Dachstöcke sind Aussichtspunkte; dieser hier, die kleine Rotunde im obersten Stockwerk des Ephraim-Palais, ist es dank der Ausstellung, die das Stadtmuseum Edwin Redslob gewidmet hat, dem Reichskunstwart in der Weimarer Republik, dem Mitbegründer von Freier Universität, Berlin-Museum und, last, not least, dem Tagesspiegel.Es ist ein langes Leben, das hier, knapp gerafft, in Erinnerung gebracht wird.