Bloß keine neue G20-Panne : Zwei Regierungsflieger begleiten Merkel nach Japan

Angela Merkel ist zum G20 Gipfel nach Japan aufgebrochen – und geht beim Fluggerät auf Nummer sicher.

Der Airbus A340 Theodor Heuss der Flugbereitschaft der Bundeswehr steht auf dem Rollfeld in Tegel bereit.
Der Airbus A340 Theodor Heuss der Flugbereitschaft der Bundeswehr steht auf dem Rollfeld in Tegel bereit.Foto: Michael Kappeler/dpa

Damit sie dieses Mal nicht wieder viel zu spät beim G20-Gipfel eintrifft, bekommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren Flug ins japanische Osaka eine Extra-Absicherung der Luftwaffe. Am Donnerstagmittag standen die beiden verfügbaren Airbus A340 der Flugbereitschaft auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel.

Für Merkel, Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), Sicherheitskräfte, Mitarbeiter und Journalisten stand die „Theodor Heuss“ für den elfstündigen Flug bereit, einige hundert Meter entfernt stand die „Konrad Adenauer“, die ebenfalls wenig später nach Japan fliegen sollte, um im Fall einer erneuten Panne an einem der Regierungsflieger als Backup zur Verfügung zu stehen. „Es werden die notwendigen Vorkehrungen für eine gute Anreise getroffen“, hieß es in Regierungskreisen.

Trotz ihres erneuten Zitteranfalls bei der Ernennung der neuen Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Schloss Bellevue, sollte die Reise wie geplant stattfinden. Ende November war Merkel mit Scholz mit der „Konrad Adenauer“ zum G20-Gipfel nach Buenos Aires gereist – nun soll es mit der „Theodor Heuss“ besser klappen, um sich nicht wieder vor aller Welt zu blamieren.

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Nach kurzer Flugzeit musste der Airbus damals umdrehen, weil gravierende Defekte aufgetreten waren. So fiel der Funkverkehr aus, auch mit der Stromversorgung gab es erhebliche Probleme. Der Flugkapitän landete die Maschine damals in Köln, Merkel musste mit einem Linienflug über Madrid nach Buenos Aires fliegen - und verpasste Teile des ersten Gipfeltages.

Geplant war nun, dass die „Konrad Adenauer“ wenige Stunden nach dem Abflug der Kanzlerin zu einem regulären Trainingsflug nach Tokio startet. Ein solcher Langstreckenübungsflug eigne sich sehr gut, um Verfahrensabläufe zu trainieren, sagte ein Luftwaffensprecher nach dpa-Angaben. Sollte die Reise der Kanzlerin planmäßig verlaufen, wickelt die Besatzung des zweiten A340 planmäßig das Trainingsprogramm ab.

Bei einem Problem mit der „Theodor Heuss“ würde das Trainingsflugzeug nach Osaka fliegen und als Ersatz zum Einsatz kommen. Die Luftwaffe reagiert damit auf die vielen Pannen und Ausfälle der vergangenen Monate – um Abhilfe zu schaffen, werden drei neue Maschinen angeschafft.

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