• „Eine Tradition von früher“: Angela Merkel verzichtet auf CDU-Ehrenvorsitz – und sagt Dinner mit Merz ab
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„Eine Tradition von früher“ : Angela Merkel verzichtet auf CDU-Ehrenvorsitz – und sagt Dinner mit Merz ab

Nicht nur Merkel schlug die Versöhnungsgeste des neuen Parteichefs aus, sondern auch Ex-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer. Die Begründungen: schmallippig.

Angela Merkel (CDU)
Angela Merkel (CDU)Foto: picture alliance/dpa/Michael Kappeler

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel will nicht Ehrenvorsitzende der CDU werden. Sie habe dem scheidenden Parteichef Armin Laschet mitgeteilt, dass sie die Verbundenheit mit der CDU in der Zukunft in anderer Form als als Ehrenvorsitzende zeigen möchte, teilte ihr Büro am Freitag auf Anfrage mit.

Auch Laschet selbst hatte dies bereits am Freitagmorgen angekündigt. Die Grundfrage sei, ob der Ehrenvorsitz überhaupt noch in die Zeit passe, hatte Laschet im RTL/ntv-„Frühstart“ gesagt. „Angela Merkel ist da auch zu der Entscheidung gekommen: Es passt nicht mehr in die Zeit. Wir haben keinen Ehrenvorsitzenden – das ist eine Tradition von früher, die es jetzt auf der Bundesebene nicht gibt.“

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Die Frage des Ehrenvorsitzes habe man mit Hinblick auf einen alten Fall erörtert. „Der letzte Ehrenvorsitzende war Helmut Kohl, der dann vom Ehrenvorsitz zurückgetreten ist“. Altkanzler Kohl hat seinen Ehrenvorsitz im Jahr 2000 abgegeben, Grund dafür war die Spendenaffäre.

Wie der „Spiegel“ berichtet, haben Merkel und die ehemalige CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer außerdem Friedrich Merz für ein Abendessen abgesagt. Zu dem Essen in Berlin lud der frisch gewählte Parteichef dem Medium zufolge alle lebenden CDU-Vorsitzenden ein, ebenso Mitglieder des alten und neuen Präsidiums.

Es habe eine Geste der Versöhnung mit Merkel sein sollen, zu der er seit dem Ende seiner ersten Politik-Karriere ein schwieriges Verhältnis hatte. Wolfgang Schäuble und Armin Laschet hätten Merz zugesagt. Merkels Büro mache dagegen „terminliche Gründe“ für ihre Abwesenheit geltend, Kramp-Karrenbauer private Angelegenheiten. (mit dpa/AFP)

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