Fauxpas bei G7 : Sternekoch serviert bedrohten Thunfisch zum Abendessen

Frankreichs Präsident Macron spielt den Umweltschützer. Für das Dinner der Staats- und Regierungschefs gilt das offenbar nicht mehr.

Donald Trump (l), Präsident der USA, und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich beim G7-Gipfel
Donald Trump (l), Präsident der USA, und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich beim G7-GipfelFoto: dpa

Baskische Spezialitäten mit dem gefährdeten roten Thunfisch standen am Samstag auf der Speisekarte für das Dinner der Staats- und Regierungschefs bei dem G7-Gipfel im südwestfranzösischen Biarritz. Sternekoch Cédric Béchade wollte demnach erst ein baskisches Omelett und dann den „Marmitako“ genannten traditionellen Fischeintopf mit frischem roten Thunfisch zubereiten, den Fischer des südlich von Biarritz gelegenen Ortes Saint-Jean-de-Luz gefangen haben.

Der auch Blauflossen-Thunfisch oder Atlantischer Thunfisch genannte Fisch ist wegen Überfischung eine zunehmend bedrohte Tierart und steht auf der „Roten Liste“ der Weltnaturschutzunion IUCN. Er ist der größte Thunfisch und wird nach Angaben von Tierschützern in der Regel drei Meter lang und kann bis zu 40 Jahre leben.

Zum Abschluss des Banketts der Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen (G7) stand eine Auswahl von Käse aus der Gegend und ein Pfirsichkuchen auf der Speisekarte. (dpa)

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!