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„Gescheiterter Ampelminister, der nichts vorzuweisen hat“ : Südwest-CDU geht Grünen Cem Özdemir hart an
Vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg am 8. März liegt die CDU in Umfragen klar vorn. Nun greift sie verstärkt den Grünen-Kandidaten Özdemir an, der bekannter ist als der eigene Spitzenmann Manuel Hagel.
Stand:
Gut zwei Monate vor der baden-württembergischen Landtagswahl verschärft die CDU den Ton gegen den früheren Bundeslandwirtschaftsminister und grünen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten deutlich.
„Cem Özdemir ist ein gescheiterter Ampelminister, der aus dieser Zeit nichts vorzuweisen hat“, sagte Steffen Bilger, Parlamentsgeschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag und zugleich Vorsitzender des großen CDU-Bezirks Nordwürttemberg, dem Tagesspiegel: „Und die Menschen merken, dass er im Wahlkampf ganz anders redet als früher und auch ganz anders als seine Partei.“
Im direkten Duell um die Kretschmann-Nachfolge läge Özdemir vorn
Die CDU führt in allen Umfragen klar vor der AfD und den Grünen. Doch wenn es um die Frage geht, wer am 8. März Nachfolger des ersten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann werden soll, liegt Özdemir im direkten Vergleich mit dem christdemokratischen Spitzenkandidaten Manuel Hagel wiederum deutlich vorn. Obwohl Hagel seit Monaten intensiv das eigene Bundesland bereist, steigen seine im Vergleich viel niedrigeren Bekanntheitswerte nicht wie erhofft.

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Bilger, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands ist, betont dagegen, dass die Rückmeldungen nach Veranstaltungen, Interviews oder Podiumsdiskussionen mit den anderen Spitzenkandidaten „sehr positiv“ seien.
Die nötige Erfahrung für das Amt, mit der der 60-jährige Özdemir gegen den 37-jährigen Hagel punkten will, kann laut Bilger auch sein Landeschef in der grün-schwarzen Koalition vorweisen.
„Manuel Hagel hat als Fraktionsvorsitzender in den vergangenen Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass die Landesregierung konstruktiv und stabil zusammengearbeitet hat“, so Bilger: „Baden-Württemberg braucht aber neuen Schwung an der Regierungsspitze, nachdem das Land zuletzt zu sehr von seiner Substanz gelebt hat.“
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