Gescheitertes Abkommen : Merkel bekräftigt Interesse an geordnetem Brexit

Die deutsche Bundeskanzlerin bedauerte, dass das britische Parlament den mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag erneut abgelehnt hatte.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Pressekonferenz.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach dem erneuten Scheitern des Brexit-Abkommens im britischen Unterhaus hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) das deutsche Interesse an einem geordneten Rückzug der Briten aus der EU betont. „Es bleibt natürlich unser Ziel, das haben wir ja nicht aufgegeben durch den gestrigen Tag, dass es einen geordneten Austritt Großbritanniens gibt“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin. Dies sei im gegenseitigen Interesse. „Aber durch den gestrigen Tag sind die Optionen natürlich geringer geworden.“ Merkel bedauerte, dass das Parlament in London den mit Brüssel ausgehandelten Brexit-Vertrag trotz Nachbesserungen erneut abgelehnt hatte.

Wie es nun weitergehe, lasse sich erst nach den weiteren Abstimmungen im Unterhaus an diesem Mittwoch und Donnerstag sagen, betonte Merkel. Man müsse unterscheiden zwischen den Dingen, die die Europäische Union beeinflussen könne, und den Dingen, die das britische Parlament unabhängig entscheide. „Diese Entscheidungen brauchen wir und müssen wir kennen. Und ich glaube, dass unsere Wünsche das eine sind. Aber das, was passiert und was wirklich zwischen den beiden Partnern (...) erreicht werden kann, das ist noch mal eine andere Sache, das ist Gegenstand eines Kompromisses.“ (dpa)

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