Jemen-Krieg : Huthi-Rebellen drohen mit Angriffen auf Dubai und Abu Dhabi

Sie könnten Dutzende Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten ins Visier nehmen, sagt ein Militärsprecher. Man werde nicht zögern, Drohnen einzusetzen.

Der Militärsprecher der Huthi-Rebellen, Jahja Saria, hat mit Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate gedroht.
Der Militärsprecher der Huthi-Rebellen, Jahja Saria, hat mit Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate gedroht.Foto: Al-Huthi Group Media Office/AFP

Nach der Bombardierung saudischer Ölanlagen haben Jemens Huthi-Rebellen mit Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gedroht. Die Huthis hätten Dutzende Ziele in den VAE, darunter Abu Dhabi und Dubai, die jederzeit ins Visier genommen werden könnten, sagte der Militärsprecher der Rebellen, Jahja Saria, am Mittwoch. Die Huthis würden nicht zögern, eine umgehenden Antwort zu geben, wenn die „feindseligen Operationen“ im Jemen nicht endeten.

Die VAE gehören zu der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition, die die Huthis im Jemen bekämpft. Die beiden Verbündeten sehen in den Rebellen einen engen Verbündeten ihres Erzrivalen Iran. Die Huthis hatten die Verantwortung für die Angriffe auf die saudischen Ölanlagen am vergangenen Wochenende übernommen. Ein saudischer Militärsprecher erklärte hingegen am Mittwoch, die Drohnen und Raketen seien nicht aus dem Jemen gekommen.

Die Regierung in Riad und die verfeindeten Huthi-Rebellen im Jemen widersprechen sich also in ihren jeweiligen Darstellungen, wer für die Angriffe auf die Anlagen am Wochenende verantwortlich war. Während Saudi-Arabien Trümmerteile präsentierte, die eine iranische Verwicklung belegen sollen, sprachen die Huthis von einer neuen Generation eigener Drohnen. Der Iran wies erneut jede Beteiligung zurück.

Die Huthis hatten bereits im vergangenen Jahr erklärt, sie hätten den Flughafen in Abu Dhabi mit einer Drohne angegriffen. Die UAE wiesen das damals zurück. US-Außenminister Mike Pompeo wird am Donnerstag in den Emiraten erwartet. Er kam am Mittwochabend zunächst in der saudischen Hafenstadt Dschidda an, wo er mit Kronprinz Mohammed bin Salman über die Angriffe auf die Ölanlage sprechen will. (dpa, Reuters)

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