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So soll die Beschilderung von Naturschutzgebieten in Brandenburg künftig aussehen. Das Bild wurde mit Hilfe von KI generiert.

© Brandenburgisches Umweltministerium/Christian Mahler/Christian Mahler/ das Bild wurde mit Hilfe von KI-generiert

Brandenburg beschildert Naturschutzgebiete neu: Die berühmte DDR-Eule wurde per KI modernisiert

Brandenburg führt ein modernisiertes Naturschutzsymbol ein: Eine neu gestaltete Eule soll künftig die Schutzgebiete markieren – und löst damit schrittweise das historische DDR-Emblem ab.

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Auf den zweiten Blick sieht man die Unterschiede: Eine etwas korpulentere Naturschutzeule mit deutlich größeren Augen und näher beineinander stehenden Ohren kennzeichnet in Brandenburg künftig die Grenzen von Naturschutzgebieten. Das teilte das Brandenburger Umweltministerium am Dienstag in Potsdam mit.

Damit endet allmählich die Zeit der Ende der 1940er Jahre von Erna und Kurt Kretschmann aus Bad Freienwalde entworfenen stilisierten Waldohreule auf gelbem Grund. Sie war seit Ende 1949 in der ganzen DDR verbreitet, wurde jedoch erst 1954 durch das Naturschutzgesetz der DDR zum offiziellen Symbol für Naturschutzgebiete. In der alten Bundesrepublik und in den westlichen Bundesländern ist dagegen ein grünes Dreieckschild mit einem Seeadler im Flug das Zeichen für Naturschutzgebiete.

Havelland, Naturschutzgebiet, Winter, Schnee, Land Brandenburg, 10.02.2021, Foto: Sebastian Gabsch
Das Eulen-Schild vor der Überarbeitung.

© Sebastian Gabsch PNN/Sebastian Gabsch PNN

Das neue Symbol lehnt sich an die alte Eule an, wirkt aber insgesamt moderner. Es war von Prof. Christian Mahler und Studierenden der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, Holzminden und Göttingen im Rahmen eines studentischen Projekts entworfen worden.

„Ich danke den Studentinnen und Studenten der Hochschule für ihr Engagement und bin beeindruckt von ihrer Kreativität, mit der sie das historische Design aufgegriffen und an moderne Rezeptionsgewohnheiten angepasst haben“, sagte Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD). „Die Eule, seit Jahrzehnten das Zeichen des Naturschutzes in Ostdeutschland bleibt erkennbar und wird gleichzeitig modern.“ Damit werde eine mittlerweile gesamtdeutsche Erfolgsgeschichte weitergeschrieben.

Mit dem neuen Beschilderungserlass werden zudem auch neue Möglichkeiten für die Beschilderung von Natura 2000-Gebieten, Wildnisgebieten und Fledermausquartieren geschaffen. Allerdings sollen nun nicht alle Schutzgebiete in Brandenburg auf einmal neue Schilder bekommen. Wie das Ministerium mitteilt, gelten die neuen Vorgaben nur für die Beschaffung neuer Schilder und Hinweisschilder. Die alte, etwas schlankere Naturschutzeule wird also auch noch in einigen Jahren auf Schildern in Brandenburg zu finden sein.

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