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Die Regierungschefs von Sachsen und Brandenburg, Michael Kretschmer und Dietmar Woidke, gedenken des in Lauchhammer getöteten Polizisten.

© Sebastian Kahnert/dpa

Tod bei Einsatz in Brandenburg: Woidke und Kretschmer gedenken des getöteten Polizisten Maximilian Stoppa

Vor einem Jahr starb ein Polizist aus Sachsen während eines Einsatzes im brandenburgischen Lauchhammer. Nun erinnerten beide Länder an ihn. Es geht auch um ein Signal an alle Polizeibeamten.

Stand:

Ein Jahr nach dem Tod eines Dresdner Polizisten in einem Einsatz bei Lauchhammer in Brandenburg haben die Regierungschefs von Brandenburg und Sachsen einen Gedenkstein enthüllt. Dietmar Woidke (SPD) und Michael Kretschmer (CDU) erinnerten an den 32-jährigen Maximilian Stoppa, der an dieser Stelle sein Leben verlor. Sie dankten allen Polizistinnen und Polizisten für ihre Dienste. Bei einer Schweigeminute der Polizei wurde des Opfers gedacht.

Prozess gegen den Todesfahrer ab 14. Januar

Der sächsische Ministerpräsident sprach von einem „ganz emotionalen Tag“. Er sagte: „Es ist ein Angriff auf uns, die Menschen, die für unsere Sicherheit da sind und in ihrem Dienst ums Leben kommen, das hat uns überhaupt keinen von uns ungerührt gelassen.“ Kretschmer verwies darauf, dass der Prozess gegen den Angeklagten am 14. Januar am Landgericht Cottbus beginnt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord zur Verdeckung einer Straftat vor. „Der Rechtsstaat funktioniert und alle Polizistinnen und Polizisten sollen wissen: Wir stehen an ihrer Seite.“

Polizist kam ursprünglich aus Brandenburg

Brandenburgs Regierungschef sprach allen Polizisten seinen Dank aus. „Es ist ein Jahrestag, der uns an einen sehr schwarzen Tag erinnert, an dem wiederum ein Polizist im Einsatz für uns alle sein Leben verloren hat, hier in Lauchhammer“, sagte Woidke. Der Polizist sei Brandenburger gewesen. „Deswegen ist es auch für uns Brandenburger ein Moment des Innehaltens, im Moment nicht nur der Erinnerung, sondern auch im Moment des Dankes. Des Dankes dafür, dass Kolleginnen und Kollegen der Polizei sich jeden Tag für unsere Sicherheit und unsere Freiheit einsetzen.“

Die Dresdner Zivilstreife hatte am 7. Januar 2025 Autoschieber verfolgt. In Lauchhammer sollte das Fahrzeug gestoppt werden. Stoppa wollte dazu einen Stop-Stick, eine Art Nagelgürtel, auslegen. Dabei wurde er nach Angaben der Ermittler von dem Fahrer des Wagens, der die Fluchtroute der Autoschieber absichern sollte, angefahren. Der Oberkommissar starb noch vor Ort. Der Todesfall hatte damals große Bestürzung und viel Anteilnahme ausgelöst. An einem Trauermarsch Ende Januar 2024 in Dresden, der Heimatstadt des gestorbenen Polizisten, nahmen mehr als 1.000 Kollegen sowie Kameraden der Feuerwehr teil. (dpa)

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