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Brandenburg: Wahlleiter verspricht langen Abend ohne Pannen

Potsdam - Zur Bundestags- und Landtagswahl am 27. September steht den 25 000 Wahlhelfern, Bürgern und Medien in Brandenburg ein langer Abend bevor.

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Potsdam - Zur Bundestags- und Landtagswahl am 27. September steht den 25 000 Wahlhelfern, Bürgern und Medien in Brandenburg ein langer Abend bevor. Die amtlichen Endergebnisse aus Brandenburg lassen lange auf sich warten, in einem Kraftakt werden die Stimmen auf Bundes- und Landesebene hintereinander ausgezählt. Unabhängig von Prognosen und Hochrechnungen sind erste Zahlen zur Bundestagswahl frühestens ab 20 Uhr im Internet zugänglich - wenn diesmal nichts schief läuft. „Sicherheit geht vor Schnelligkeit“, erklärte Landeswahlleiter Bruno Küpper gestern den PNN. „Erst wenn 20 Prozent der Wahllokale ausgezählt sind, stellen wir die Ergebnisse ins Internet“, sagte Ruth Bartels, Vizepräsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg. Ab 22 Uhr sollen Zahlen der Landtagswahl einlaufen. Die dürften aber wenig repräsentativ sein, weil zuerst Daten aus den kleinen Wahlbezirken in den Randregionen vorliegen. Mit dem amtlichen Endergebnis für den Bundestag wird gegen Mitternacht gerechnet, für das Land erst fünf Uhr morgens. Ein Grund: Der Trend geht zur Briefwahl, und die wird zumeist erst am Ende ausgezählt. Ganz fix ist Potsdam dabei, Stadtwahlleiter Matthias Förster setzt Brieföffner-Maschinen und Briefwahlvorstände ein. Auch in Teltow-Fläming wird darüber nachgedacht.

Küpper und Barthels betonten, Pannen mit falschen Zahlen oder einen Systemabsturz wie zur Kommunalwahl 2008 würden sich nicht wiederholen. Fehler seien behoben und in das interne Landesnetz investiert worden. Bei Tests samt eingebauten Fehlern und zur Europawahl habe sich das System bewährt. Vor dem Urnengang gebe es weitere Belastungsproben, teils mit fünfmal höheren Zugriffsraten auf die Internetseite des Landeswahlleiters und des Statistikamtes als 2008. Damals hatte es im Internet stundenlang keine Ergebnisse der Kreistagswahlen gegeben, die Homepage des Landeswahlleiters brach bei 5,6 Millionen Zugriffen wegen Überlastung zusammen. Auch Lasttests hatte es zuvor nicht gegeben. axf

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