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Der Landtag in Potsdam.

© Ottmar Winter PNN/Ottmar Winter PNN

Update

Antisemitismusbeauftragter Büttner erneut bedroht: Polizei überprüft Brief mit Granulatsubstanz

Aufregung in der Potsdamer Innenstadt: Die Polizei ist vor Ort, nachdem ein Hinweis auf einen verdächtigen Brief eingegangen war, aus dem ein unbekanntes Granulat rieselte.

Stand:

Nach PNN-Informationen ist Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner erneut Ziel einer Bedrohung geworden. Im Brandenburger Landtag wurde am Montagmittag ein verdächtiger Brief entdeckt, aus dem ein unbekanntes Granulat rieselte, wie die Polizeidirektion West am Montagabend mitteilte.

Granulat rieselte aus dem Umschlag

Laut Polizei wurden die Beamten gegen 13.50 Uhr durch einen Mitarbeiter der Landesverwaltung wegen einer verdächtigen Postsendung zum Landtagsschloss gerufen. Aus einem Brief, der nach Informationen aus Sicherheitskreisen an Büttner adressiert. war, rieselte eine unbekannte Granulatsubstanz. Ein Sprecher der Polizeidirektion West wollte das am Montagabend mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen weder bestätigen noch dementieren.

Auto des Landeskriminalamts vor dem Landtagsschloss, Polizei-Spezialisten untersuchen in der Poststelle des Landtags in Potsdam verdächtigen Brief mit Granulatsubstanz, der am 5. Januar 2026 dem Vernehmen nach an den Antisemitismusbeauftragten des Landes, Andreas Büttner, adressiert war. Neben dem Granulat soll der Brief Beleidigungen enthalten haben. 

© Thorsten Metzner/Thorsten Metzner

Spezialisten des Landeskriminalamtes wurden gerufen und kamen am späten Montagnachmittag vor Ort, um eine Substanzbestimmung durchzuführen und so eine Gefahrenprognose zu erstellen. Dabei zeigte sich, dass die im Brief befindliche Substanz keine Gefahr darstellte. Der Postsendung lag zusätzlich ein Brief bei, dessen Inhalt beleidigenden und drohenden Inhalts war.

Absender und Motivation der Postsendung sind nun Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen, hieß es seitens der Polizeidirektion West. So wird wegen Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Der Brief wurde sichergestellt und soll kriminaltechnisch untersucht werden. Die Ermittlungen dazu führt das Brandenburger Landeskriminalamt.

Erst vor wenigen Tagen wurde auf das Grundstück des brandenburgischen Antisemitismusbeauftragten Büttner ein Brandanschlag verübt. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf. Die Polizei berichtete vom Brand eines Schuppens in einem Templiner Ortsteil. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll auf der Haustür ein rotes Dreieck als Symbol der Hamas aufgebracht worden sein. 2024 hatten Unbekannte auf seinem Privatauto Hakenkreuze eingeritzt.

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