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„Serotonin“, inszeniert von Sebastian Hartmann am Hans Otto Theater, wuede eingeladen zum Theatertreffen 2026.

© Thomas M. Jauk

Bestentreffen in Berlin: Potsdamer Hans Otto Theater erstmals zum Theatertreffen eingeladen

Das Theatertreffen gilt als wichtigstes Festival für Theater im deutschsprachigen Raum. Potsdams Hans Otto Theater ist 2026 zum ersten Mal dabei: mit Guido Lambrecht in der Romanadaption „Serotonin“.

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Das Potsdamer Hans Otto Theater ist erstmals zum Berliner Theatertreffen eingeladen worden. Sebastian Hartmanns Inszenierung „Serotonin“ nach dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq wird als eine von zehn Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum im Mai im Rahmen des Berliner Festivals gezeigt. Das Theatertreffen gilt als wichtigste Veranstaltung für Theaterinszenierungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Premiere hatte der Solo-Abend am 13. Dezember 2025. Es ist die erste Potsdamer Arbeit des Regisseurs Sebastian Hartmann, der schon mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. „Eine derart reduzierte und puristische Inszenierung hat Sebastian Hartmann noch nie gezeigt“, heißt es in der Jurybegründung von Sascha Westphal für die Theatertreffen-Jury.

Hartmanns Bühnenadaption sei „ein Meisterwerk des theatralen Minimalismus“. In die schonungslose Beichte eines gescheiterten Mannes, gespielt von Guido Lambrecht, breche immer wieder eine zweite, deutsch-deutsche Lebensgeschichte ein, die die toxische Sicht des Romanprotagonisten auf die Welt erweitere und kommentiere.

Der Abend wird getragen von dem Schauspieler Guido Lambrecht, seit 2018 im Ensemble des Potsdamer Theaters. In der Jurybegründung heißt es: „Lambrechts zurückgenommenes wie präzises Spiel ist dabei eine kleine Theatersensation. Es erlaubt einem, tief in die Abgründe eines Mannes zu blicken und so zum Kern des momentan virulenten antimodernen Denkens vorzudringen.“

Der Auswahl-Jury für das Theatertreffen gehören neben Westphal in diesem Jahr Alexandra Kedves, Vincent Koch, Sabine Leucht, Martin Thomas Pesl, Falk Schreiber und Christine Wahl an. Die Jury sichtete im Zeitraum vom 17. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025 insgesamt 739 Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Theatertreffen findet vom 1. bis 17. Mai statt.

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