DFB-Pokal : Schalke und Nürnberg nervenstark - Freiburg fliegt raus

Am Ende setzen sich fast alle Favoriten doch noch durch. Nur Holstein Kiel schafft die Überraschung gegen Freiburg.

Jubel bei den Schalkern nach dem Sieg in Köln.
Jubel bei den Schalkern nach dem Sieg in Köln.Foto: dpa

Der FC Schalke 04 und der 1. FC Nürnberg haben ihre Pokal-Aufgaben beim 1. FC Köln und bei Hansa Rostock erst im Elfmeterschießen gelöst. Werder Bremen dagegen erreichte das Achtelfinale am 5./6. Februar problemlos durch ein 5:1 (3:1) beim SC Weiche 08 Flensburg. Eine Überraschung gelang Holstein Kiel. Die Norddeutschen warfen Bundesligist SC Freiburg aus dem Wettbewerb. RB Leipzig schlug die TSG Hoffenheim durch Tore von Nationalstürmer Timo Werner in der 48. und 56. Minute 2:0 (0:0).

Doppeltes Elfmeter-Glück und der glänzende Torhüter Alexander Nübel bewahrten die Schalker vor einem überraschenden Pokal-Aus. Trotz eines 0:1-Rückstands bis zur 88. Minute gewann der Vize-Meister sein Zweitrundenspiel noch mit 6:5 (1:1, 1:1, 0:1) im Elfmeterschießen beim Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln. Ein Handelfmeter von Nabil Bentaleb und somit das erste Pflichtspiel-Tor nach 395 Minuten hatte Schalke in die Nachspielzeit gerettet. Im Shoot-out besiegelte ausgerechnet der gebürtige Kölner Mark Uth mit seinem verwandelten Elfmeter das Weiterkommen. Die Kölner waren durch Jhon Córdoba in Führung gegangen (43.).

Der 1. FC Nürnberg gewann beim Drittligisten FC Hansa Rostock mit 4:2 im Elfmeterschießen (2:2, 1:1, 0:1) und feierte das erste Erfolgserlebnis nach zuvor drei sieglosen Ligaspielen in Folge. Adam Zrelak (90. Minute) und Federico Palacios (103.) erzielten vor 23 900 Zuschauern im ausverkauften Ostseestadion die Tore für die Franken. Pascal Breier (35. Minute) und Jonas Hildebrandt (95.) trafen für die Hanseaten, die in der ersten Runde den Bundesligisten VfB Stuttgart ausgeschaltet hatten. Vor dem Spiel war es zu Ausschreitungen gekommen.

Nach dem Freiburger Führungstor von Nils Petersen (2.) leitete Janni Serra mit seinem Ausgleich (26.) den Kieler Coup gegen die eine Liga höher spielenden Breisgauer ein. David Kinsombi erzielte elf Minuten vor dem Ende den vielumjubelten Siegtreffer im hohen Norden.

Harnik trifft doppelt für Werder

Werder hatte gegen den Viertligisten Flensburg wenig Mühe, obwohl die Gastgeber in Lübeck durch Ilidio Pastor Santos (27.) zwischenzeitlich zum 1:1 ausgeglichen hatten. Sturm-Oldie Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (38.) mit einem 20-Meter-Schuss, Davy Klaassen (44.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Martin Harnik (76./81.) mit einem Doppelschlag trafen für den Favoriten.

Am Dienstag setzten sich ebenfalls die Favoriten durch, überraschend hatte Rekordmeister FC Bayern München beim 2:1 beim Viertligisten SV Rödinghausen jedoch einige Schwierigkeiten. Zweitligist Hamburger SV gewann gegen den eine Klasse tiefer spielenden SV Wehen Wiesbaden mit 3:0, dabei zündeten HSV-Anhänger im Gästeblock Pyrotechnik. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Die Bundesligisten Hannover 96 (0:2 gegen VfL Wolfsburg) und 1. FSV Mainz 05 (2:3 n.V. beim FC Augsburg) schieden in direkten Duellen gegen Ligakonkurrenten aus. (dpa)

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