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Von wegen sanfter Einstieg ins neue Jahr. Fabian Reese (Mitte) und seine Kollegen von Hertha BSC wurden beim Trainingsauftakt ganz schön hart rangenommen.

© imago/Nordphoto/IMAGO/nordphoto GmbH / Engler

Eine knackige Einheit zum Auftakt: Hertha BSC hat die Vorbereitung auf die Rückrunde begonnen

Beim Trainingsauftakt begrüßt Trainer Stefan Leitl zwei Rückkehrer. Dafür muss er neben Niklas Kolbe auf einen weiteren Spieler verzichten, der womöglich auch das Trainingslager verpasst.

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Nach gut einer Stunde setzte leichter Schneefall ein. Die Temperatur lag knapp über dem Gefrierpunkt, doch weil ein eisiger Wind über den Schenckendorffplatz im Berliner Westen fegte, war es gefühlt noch deutlich kälter.

Nicht nur die Temperaturen waren knackig, das erste Training von Hertha BSC im neuen Jahr war es auch. Als Trainer Stefan Leitl die Einheit um kurz vor vier nach mehr als 100 Minuten beendete, fing es bereits an zu dämmern. Aber es gibt nun mal viel zu tun.

Der Berliner Fußball-Zweitligist hat in diesem Jahr einiges vor. Am Ende der Rückrunde, die in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den Tabellenführer Schalke 04 beginnt, will Hertha BSC in die Bundesliga zurückkehren.

„Frohes Neues! Schön, dass ihr hier seid!“, rief Trainer Leitl den knapp hundert Unentwegten entgegen, die trotz unwirtlicher Bedingungen gekommen waren, um sich das erste Training seiner Mannschaft anzuschauen. Vierundzwanzig Feldspieler und vier Torhüter standen am Freitagnachmittag auf dem Platz.

Darunter waren auch die Langzeitverletzen John Anthony Brooks und Leon Jensen. Nachdem sie das Aufwärmprogramm von Athletiktrainer Henrik Kuchno gemeinsam mit ihren Kollegen absolviert hatten, trainierten sie individuell mit Rehatrainer Hendrik Vieth. Brooks und Jensen haben so lange gefehlt, dass sie für Stefan Leitl fast schon so etwas wie Neuzugänge sind – auch wenn es vermutlich noch ein bisschen dauern wird, bis sie tatsächlich wieder spielfit sind.

„Wenn Jay Brooks und Leon Jensen zurückkommen, dann ist der Kader natürlich schon sehr, sehr groß“, hatte Leitl kurz vor der Winterpause gesagt. Er sei daher „ein Freund davon, den Kader vielleicht erstmal zu verkleinern, um dann noch mal etwas zu tun. Wir sind dort in den Gesprächen und werden sehen, was für uns im Winter grundsätzlich möglich ist.“

Als mögliche Abgänge gelten die Innenverteidiger Tim Hoffmann (ein Kurzeinsatz und dazu ein weiteres Mal im Kader) und Agustin Rogel (ebenfalls ein Kurzeinsatz und siebenmal im Kader). Beide trainierten am Freitag nicht mit den Profis, werden am Samstag auch nicht mit ins Trainingslager nach Lagos an der Algarve reisen. Der Uruguayer Rogel, der noch einen gut dotierten Vertrag bis zum Saisonende besitzt, soll ab Montag mit der U 23 trainieren.

Auch Julian Eitschberger könnte Hertha bereits in diesem Winter verlassen, obwohl er erst im Sommer nach einer durchaus erfolgreichen Leihe von Rot-Weiss Essen zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist und sich für die Saison viel vorgenommen hatte. Doch die Hoffnungen des U-21-Nationalspielers haben sich nicht erfüllt.

Eitschberger hatte sich mehr von der Hinrunde erhofft

Eitschberger ist unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten und soll daher schon mit seinem Wechselwunsch bei Hertha BSC vorstellig geworden sein. Anfang November hat er zuletzt für die Berliner gespielt; sein letzter von nur vier Startelfeinsätzen in der Zweiten Liga datiert von Mitte September.

Anders als Rogel und Hoffmann durfte der Rechtsverteidiger jedoch am Freitag am Auftakttraining teilnehmen. Er hinterließ einen wachen Eindruck und wurde von Leitl und seinem Trainierteam mehrmals ausdrücklich gelobt.

Eitschberger soll auch mit nach Portugal reisen – so wie alle anderen Spieler, die bei der ersten Einheit nach der Winterpause auf dem Platz standen. Darunter ist mit Soufian Gouram auch ein Talent aus der U 23. Der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler hat schon vor der Winterpause gelegentlich bei den Profis trainiert.

Ob Diego Demme am Samstag mit seinen Kollegen die Reise in den Süden antreten wird, steht noch nicht fest. Herthas Mittelfeldspieler trainierte am Freitag individuell, weil ein altes Problem bei ihm neu aufgetreten ist. Demme, der in der Vergangenheit mehrmals wegen Kopfverletzungen pausieren musste, klagt erneut über Beschwerden.

Innenverteidiger Niklas Kolbe ist hingegen definitiv nicht für das Trainingslager eingeplant. Im letzten Spiel der Hinrunde, beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld, war er wegen einer Muskelverletzung schon früh ausgewechselt worden. Trainer Leitl hatte unmittelbar nach der Partie die Befürchtung geäußert, dass der Abwehrspieler mehrere Wochen ausfallen werde. Diese Prognose gilt weiterhin. Kolbe befindet sich aktuell in der Reha.

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