Hertha in der Krise : Manager Preetz und sein wochenlanger Kleinkrieg

Eigentlich war die Hoffnung, dass Hertha nun einen Platz im grauen Mittelfeld erreicht. Dann kam Köln. Der Druck auf Michael Preetz wächst. Ein Kommentar.

In der Verantwortung: Hertha-Manager Michael Preetz.
In der Verantwortung: Hertha-Manager Michael Preetz.Foto: dpa

Big Shitty Club: Zu Hause 0:5, und das nicht einmal gegen einen Klub aus den vorderen Regionen der Tabelle, sondern gegen den 1. FC Köln – so spielt Hertha das Olympiastadion leer.

Michael Preetz hatte die Idee, Jürgen Klinsmann als Trainer für Hertha BSC zu wählen, für sich reklamiert. Und nun? Der Druck auf den Manager ist groß. Er steht in der Verantwortung.

Die Konstellation mit dem Team um Klinsmann-Assistent Alexander Nouri ist schwierig, dessen Verhältnis zu Preetz erst recht. Jeder muss doch von dem Streit mitgekriegt haben. Und Klinsmann hat garantiert nicht wochenlang geschwiegen, sondern mit „seinem“ Team einen „Inner Circle“ gegen Preetz zu bilden versucht. Jetzt sollen die plötzlich gut miteinander arbeiten können?

Leider ist der wochenlange Kleinkrieg zwischen Klinsmann und Preetz noch nicht öffentlich. Der ist aber das fehlende Glied in der logischen Kette des Abstiegs.

Eigentlich war die Erwartung, ja Hoffnung, jetzt gewinnen die Herthaner ein paar Mal, verlieren ab und zu und bleiben im langweiligen Mittelmaß. Dann kam das Desaster gegen Köln. Es bleibt also wohl doch spannend. Wenn Hertha nun bei Fortuna Düsseldorf verliert, ist Nouri vermutlich weg. Ob Pal Dardai dann zurückkommt? Oder kommt Bruno Labbadia?

Schön wäre, wenn Hertha eine Idee hätte, wie es weitergeht. „Big City Club“ war jedenfalls mal eine.

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