Maier und Ibisevic fehlen gegen Bayern : Hertha BSC: Karim Rekik ist zurück

Nach fast zehn Wochen Pause trainiert Innenverteidiger Karim Rekik erstmals wieder mit der Mannschaft von Hertha BSC. Vielleicht kann er schon gegen Schalke spielen.

Zurück im Spiel. Karim Rekik (hier im Hinspiel gegen die Bayern, links vom Ball) trainiert wieder mit der Mannschaft.
Zurück im Spiel. Karim Rekik (hier im Hinspiel gegen die Bayern, links vom Ball) trainiert wieder mit der Mannschaft.Foto: Manfred Thomas

Der Schiedsrichter malte mit den Zeigefingern ein Rechteck in die Luft, dann gab es Elfmeter. Mit reichlich Verspätung ahndete er ein Handspiel von Karim Rekik im Strafraum, eine kleine Ewigkeit war das Spiel anschließend weitergelaufen. Dass es keine wütenden Proteste von den Zuschauern auf den Rängen gab, lag daran, dass es keine Zuschauer auf den Rängen gab. Der Schiedsrichter hieß Pal Dardai, und die Szene spielte sich am Montagnachmittag beim ersten Training von Hertha BSC in dieser Woche ab. „Karim muss in solchen Situationen aufpassen“, sagte Herthas Trainer Dardai.

Er sagte es mit einem Lächeln im Gesicht. Denn beim Berliner Fußball-Bundesligisten sind sie im Grunde genommen froh, dass der Holländer Rekik überhaupt schon wieder Elfmeter verschulden kann. Am 13. Dezember, im Heimspiel gegen Hannover 96, hat er zuletzt gespielt; kurz nach der Pause musste der Innenverteidiger wegen einer Fußprellung ausgewechselt werden. Seitdem sind fast zehn Wochen vergangen. „Die Pause für ihn war ziemlich lang“, sagt Dardai. Viel länger, als sie bei Hertha ursprünglich veranschlagt hatten. Am Montag nun konnte Rekik zum ersten Mal wieder am Mannschaftstraining teilnehmen.

Rekik ist eine Option für das Spiel bei Schalke 04

Der Innenverteidiger, vor der Saison für vergleichsweise schmale 2,5 Millionen Euro aus Marseille verpflichtet, ist bei Hertha auf Anhieb zum Stammspieler aufgestiegen. Bis zu seiner Auswechslung gegen Hannover hatte er in der Bundeliga keine einzige Sekunde verpasst. Rekik schaffte ohne große Eingewöhnungszeit den Sprung in die Bundesliga. Er machte den Abgang von John Anthony Brooks nach Wolfsburg vergessen und konnte sich dank starker Leistungen auch wieder für die holländische Nationalmannschaft empfehlen, für die er im Herbst sein Comeback feierte.

Einen Typ wie Rekik könnte Trainer Pal Dardai auch am Samstag, im Auswärtsspiel beim Tabellenführer Bayern München brauchen, der die vergangenen zehn Bundesligaspiele gewonnen hat. Die Begegnung aber kommt nach der langen Pause für den 23-Jährigen noch zu früh. In der Woche darauf müssen die Berliner erneut auswärts antreten, dann beim FC Schalke 04 – und für diese Begegnung könnte Rekik tatsächlich schon wieder eine Option werden. „Das wäre ein gutes Ziel“, findet Dardai.

Maier und Ibisevic fallen auch gegen Bayern aus

Ein gutes Ziel wäre das Spiel in Gelsenkirchen auch für Vedad Ibisevic und Arne Maier – was nichts anderes heißt als: Beide fallen definitiv gegen die Bayern aus. Ibisevic hat sich am Freitag, bei der 0:2-Niederlage gegen Mainz, schon in der Anfangsphase das Nasenbein gebrochen. Am Samstagmorgen wurde er operiert. Die Ärzte habe dem Bosnier eine Pause von zwei bis drei Wochen empfohlen; Dardai aber glaubt, dass Ibisevic nicht so lange wird warten wollen. „Die Maske ist schon fertig“, sagte er. Aber selbst ein Einsatz gegen Schalke ist fraglich.

Der 19 Jahre Maier, die große Entdeckung dieser Saison, ist schon gegen Mainz wegen eines grippalen Infekts ausgefallen. Er musste Antibiotika nehmen und ist laut Dardai „richtig kaputt“. Sein Einsatz in München ist „hundertprozentig ausgeschlossen“. Am Montag fehlten auch Peter Pekarik (muskuläre Probleme) und Mitchell Weiser, der gegen Mainz einen Schlag gegen sein Sprunggelenk bekommen hat. Beide aber sollen im Laufe der Woche wieder ins Training einsteigen.

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