Pressestimmen zum Champions-League-Aus : "Bei Bayern geht etwas zu Ende"

Die internationale Presse feiert den FC Liverpool und sorgt sich um den FC Bayern, der sich auf "dem absteigenden Ast" befinde.

Ausgeschieden und enttäuscht. Serge Gnabry nach dem Abpfiff auf dem Rasen der Münchner Arena.
Ausgeschieden und enttäuscht. Serge Gnabry nach dem Abpfiff auf dem Rasen der Münchner Arena.Foto: dpa

Der FC Bayern machte den unrühmlichen deutschen Hattrick perfekt: Im Achtelfinale verloren sie als dritter Bundesligist gegen eine Mannschaft aus der englischen Premier League. Erstmals seit 2011 schieden die Münchner wieder in einem Achtelfinale der Champions League aus. Das schrieb die internationale Presse über das Aus der Münchner und die Leistung des FC Liverpool.

Guardian: „Ja, die Beweise lassen sich nicht widerlegen, dass Bayern sich auf dem absteigenden Ast befindet, wie es der Verfall des einst eindrucksvollen Franck Ribéry zeigt. Auch ist der 28-fache Bundesliga-Champion fade geworden, vielleicht als Folge seiner wiederholten Erfolge daheim. Das sollte aber nicht von der Vorstellung Liverpools an einem Abend ablenken, an dem Klopps Spieler beherzt abgewehrt und ihre Chancen nüchtern genutzt haben, ohne dabei einen Hauch von Unruhe zu zeigen.“

Daily Mail: „Das war eines der herrlichsten Ergebnisse eines englischen Vereins in Europa.“

The Sun: „Während unsere Politiker zaudern und sich blamieren, sind die Fußballvereine des Landes für das genaue Gegenteil des Brexit verantwortlich - extreme Kompetenz und ein sehr klarer Verbleib in Europa.“

El País: „Es hat eine reife Mannschaft gewonnen, die sowohl in Anfield wie in München dominierte, wo sie eine wunderbare zweite Halbzeit gegen einen Rivalen hinlegte, der sich Gedanken machen sollte, wenn er auf das europäische Höchstniveau zurückkehren möchte. Bei Bayern geht gerade etwas zu Ende.“

La Vanguardia: „Liverpool spielte mit viel mehr Persönlichkeit und Entschlossenheit. Die zweite Halbzeit in der Münchner Arena war eine starke Vorstellung gegen ein viel zu spekulatives Bayern.“ (dpa)

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