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Spitzenteams patzen : Borussia Dortmund blamiert sich, Leipzig verzweifelt

Nun muss Dortmund noch um Platz zwei zittern. Gegen Mainz setzt es eine überraschende Niederlage. Doch auch Leipzig hadert mit sich und seinem Heimkomplex.

Das war nix: Die Enttäuschung war groß bei den BVB-Spielern nach der Pleite gegen Mainz.
Das war nix: Die Enttäuschung war groß bei den BVB-Spielern nach der Pleite gegen Mainz.Foto: REUTERS

Dortmund - Mainz 0:2

Peinlicher Rückschlag für Borussia Dortmund im Rennen um den zweiten Tabellenplatz, unverhoffter Befreiungsschlag für den FSV Mainz im Kampf gegen den Abstieg. Mit dem 0:2 (0:1) gegen den Tabellen-15. hat der BVB seine gute Ausgangslage verspielt und den avisierten zweiten Tabellenrang in Gefahr gebracht. Damit könnte Verfolger RB Leipzig am Samstag mit einem Sieg im direkten Duell an der Mannschaft von Trainer Lucien Favre vorbeiziehen.

Dagegen sind die Mainzer dank der Treffer von Jonathan Burkhardt (34. Minute) und Jean-Philippe Mateta (49./Foulelfmeter) so gut wie gerettet. Vor den beiden letzten Saisonspielen gegen Bremen und Leverkusen beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 komfortable fünf Punkte.

„Wie haben alle miteinander gekämpft, sind füreinander gelaufen. Das war ein Riesenschritt in die richtige Richtung“, sagte Jean-Paul Boetius bei Sky. „Diese drei Punkte zählen doppelt“, fügte er hinzu. Danny Latza freute sich gleichfalls riesig. „Keiner hat uns was zugetraut. Umso glücklicher bin ich über den Sieg. Dieser Erfolg war so wichtig für Mainz 05“, sagte der Mainzer Kapitän.

Leipzig - Düsseldorf 2:2

RB Leipzig konnte seinen Heimkomplex nicht abgelegen und muss die Qualifikation zur Champions League weiter verschieben. Gegen Fortuna Düsseldorf kassierten die Sachsen am Mittwochabend beim 2:2 (0:0) erneut in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer und blieben zum fünften Mal in Serie daheim sieglos. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann hatte gegen die wacker kämpfende Fortuna am Mittwochabend durch Tore von Kevin Kampl (60. Minute) sowie Timo Werner (63.) schon geführt. Die späten Treffer von Steven Skrzybski (87.) und André Hoffmann (90.+2) sorgten aber noch für ein überraschendes Remis und einen wichtigen Punkt für Düsseldorf im Abstiegskampf.

Leipzig hat mit 63 Zählern vier Punkte Vorsprung auf den Fünften, Borussia Mönchengladbach, und muss nun auch gegen Borussia Dortmund am Samstag punkten, um den Einzug in die Königsklasse nicht zu gefährden. Düsseldorf legte im Endspurt im Fernduell mit Werder Bremen um den Relegationsrang 16 mit einem Zähler vor. Platz 15 scheint bei fünf Zählern Rückstand auf Mainz schon unrealistisch.

Leverkusen - Köln 3:1

Durch einen hochverdienten Derby-Sieg eroberte Bayer Leverkusen nach nur einem Tag Platz vier von Borussia Mönchengladbach zurück und hat die Qualifikation für die Champions League damit weiter in eigener Hand. Die Leverkusener besiegten den 1. FC Köln am Mittwochabend nach starker erster und mäßiger zweiter Halbzeit mit 3:1 (2:0) und gehen mit einem Punkt Vorsprung auf Gladbach in die letzten beiden Saisonspiele bei Hertha BSC und gegen Mainz. Die Borussia spielt noch in Paderborn und ebenfalls gegen die Hertha.

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Abwehrchef Sven Bender (7. Minute), der nach einer halben Stunde mit einer Sprunggelenkverletzung vom Feld musste, Nationalspieler Kai Havertz (39.) und der überragende Moussa Diaby (83.) schossen die Tore für Bayer. Köln, das durch Sebastian Bornauw verkürzte (59.), holte aus nunmehr acht Geisterspielen ganze drei Punkte, rettet sich im Abstiegskampf aber dank des starken Zwischenspurts vom 2:0 im Hinspiel bis zur Corona-Pause wohl ins Ziel. Sicher gerettet ist der FC bei sechs Punkten Vorsprung auf Rang 16 aber immer noch nicht.

Augsburg - Hoffenheim 1:3

Ein Doppelschlag von Stürmer Munas Dabbur bescherte der TSG Hoffenheim drei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Einzug in die Europa League. Im zweiten Spiel nach der Trennung von Trainer Alfred Schreuder siegten die Hoffenheimer am Mittwochabend mit 3:1 (0:0) beim FC Augsburg, der nach der Heimniederlage rechnerisch noch nicht gerettet ist.

Der Israeli Dabbur war in der 56. und 62. Minute jeweils nach Vorarbeit von Pavel Kaderabek erfolgreich, Ihlas Bebou (89.) sorgte spät für den Endstand. Die TSG schloss mit 46 Punkten zum Tabellensechsten VfL Wolfsburg auf. Der FCA stemmte sich gegen die Niederlage, konnte aber nur noch durch ein Kopfballtor von Ruben Vargas nach Flanke von Eduard Löwen verkürzen (70.).

„Er ist ein überragender Spieler, er hat eine unglaubliche Qualität. Ich bin froh, wenn er auf dem Platz steht“, lobte Kapitän Benjamin  Hübner den Doppeltorschützen Dabbur bei Sky. Man befinde sich als Siebter momentan auf einem Tabellenplatz, „den wir mindestens verteidigen wollen“, betonte Hübner. (dpa)

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