Die spanischen Zeitungen sind voll des Lobes für ihr Team. In Russland wird hingegen getrauert, wenn auch auf hohem Niveau.
Fußball
In diesen Tagen kann sich nichts und niemand dem Thema Fußball entziehen, auch nicht das Richtfest am Großen Tropenhaus im Botanischen Garten. Der Richtkranz ist mit zwei Deutschlandfahnen geschmückt, aus dem Gemurmel der Gäste dringen Satzfragmente wie „Dieser kleine Philipp“ ans Ohr.
Seit der Weltmeisterschaft 2006 prägen sie das Straßenbild des Fußballs: die Event-Fans. Für sie steht nicht der Sport, sondern das soziale Ereignis im Vordergrund. So wird das Spiel zum Unterhaltungsprodukt zwischen Katholikentag und Rock am Ring degradiert – findet Philipp Köster
Bei dieser EM fallen viele wichtige Tore erst kurz vor Schluss. Kann der Fußball da etwas vom hektischen Börsengeschäft lernen?
In diesen Tagen kann sich nichts und niemand dem Thema Fußball entziehen, auch nicht das Richtfest am Großen Tropenhaus im Botanischen Garten. Der Richtkranz ist mit zwei Deutschlandfahnen geschmückt, aus dem Gemurmel der Gäste dringen Satzfragmente wie „Dieser kleine Philipp…“ ans Ohr.

Seit der Weltmeisterschaft 2006 prägen sie das Straßenbild des Fußballs: die Event-Fans. Für sie steht nicht der Sport, sondern das soziale Ereignis im Vordergrund. So wird das Spiel zum Unterhaltungsprodukt zwischen Katholikentag und Rock am Ring degradiert.
33 Potsdamer Vereine bieten auf der Internetseite der Stadtsportjugend ein Fußballtraining für junge Leute an. Damit waren laut dem aktuellen Statistikbericht der Verwaltung im Jahr 2006 genau 870 junge Potsdamer zwischen 15 und 27 Jahren in einem Fußballverein engagiert.
Thüringen macht’s vor – und Berlin nicht nach. Auch in fußballdominierten Zeiten mit für die Stadt besonders bedeutenden Spielen gilt hier für die Schule: Fußball ist Fußball, und Unterricht ist Unterricht.
Fußball = türkisch: Futbol Spiel = Maç (spricht sich Matsch) Rasen = Çimen Einwurf = Taç (bedeutet auch „Kranz“) Ecke = Korner Freistoß = Frikik Elfmeter = Penalti Stürmer = Forved (Du) Anfänger! – Acemi!
Man muss es an dieser Stelle leider feststellen: Michael Ballack hat keine Ahnung von Fußball. Als der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft vor der Europameisterschaft gefragt wurde, wer denn für ihn die Favoriten auf den Turniersieg seien, hat er vier Mannschaften genannt: Frankreich, Portugal, Italien und Kroatien.
Nicht alle Berliner haben heute Fußball im Kopf
Der Fußball brachte die Eltern einst zusammen, heute entzweit er sie: Eine deutsch-türkische Familie fiebert dem Spiel entgegen
Türkei-Experte Tobias Schächter über Strukturen und den Aufstieg des türkischen Fußballs
Fußball ist vieles, Sport, Spiel, Kampf, Krampf, Leidenschaft … Und für manche ist er vor allem eines: eine Ansammlung von Statistiken. Wer sich an Listen, Zahlen und Daten über einzelne Spieler und ganze Mannschaften berauschen kann, für den halten der europäische Fußballverband Uefa als Veranstalter der EM und ein Sponsoring-Partner im Internet jede Menge Material bereit – eine Analyse des Turniers aus Computersicht.

Türkei-Experte Tobias Schächter spricht im Tagesspiegel-Interview über Strukturen und den Aufstieg des türkischen Fußballs.
Die Kardiologin Ute Wilbert-Lampen spricht im Interview mit dem Tagesspiegel über die Gefahr von Herzattacken beim EM-Fernsehen.
Für ihre Studie im Fachblatt „New England Journal of Medicine“ verglichen Forscher um Ute Wilbert-Lampen (Münchner Uniklinikum Großhadern) die Phase der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zwischen dem 9. Juni und dem 9.

Am Mittwoch endet in manchen Firmen die Spätschicht früher, damit Fußball geguckt werden kann.
Sie gewinnen alles, was sie kriegen können, jetzt auch im Fußball Für das Land ist es ein Jahr des Erfolgs – dank Talenten, Taktik und viel Geld
Sowohl der Musik als auch dem Fußball sagt man die Fähigkeit nach, Brücken zwischen Menschen und Nationen schlagen zu können. Dass manchmal auch beides zusammenkommen kann, hat die norwegische Band Helldorado erfahren.
Sie gewinnen alles, was sie kriegen können, jetzt auch im Fußball: Für die Russen ist es ein Jahr des Erfolgs – dank Talenten, Taktik und viel Geld

Sie gewinnen in diesem Jahr einfach alles, Eishockey-WM, Grand Prix, ihre Tennisspielerinen sind sowieo spitze. Mit Talenten, Taktik und viel Geld erlebt Russlands Sport eine Renaissance

Der Rasen in Basel ist ausgerollt. Wo die Deutschen gewannen, möchten Russland und Holland nachlegen. Sie spielen heute Abend (20.45 Uhr/ZDF) gegeneinander um den Einzug ins Halbfinale.
Es ist der 21. Juni 1998, das WM-Vorrundenspiel im Stadion „Félix Bollaert“ von Lens zwischen Deutschland und Jugoslawien endet 2:2.
An dieser Stelle ein Plädoyer für die Geächteten des Fußballs: VIPs haben’s nicht leicht, das ist seit Jogi In The Skybox klar. Unter Isolationshaftbedingungen werden sie nicht etwa mit Kaviar oder Moët, sondern mit Baldrian und Aspirin vollgepumpt.

Der 21. Juni 1998 war ein Wendepunkt für den Weltfußball: Nach dem Angriff auf den Polizisten Daniel Nivel mussten Fans, Verbände und Sicherheitskräfte umdenken. Hier erklärt Fanexperte Michael Gabriel, was sich in den letzten zehn Jahren verändert hat. Und warum ein neuer Fall Nivel heute äußerst unwahrscheinlich ist.
Minh-Khai Phan-Thi mag es, gute Filme zu drehen, sie liebt es, über ihr Leben in Vietnam zu sprechen. Doch ihre Zuneigung zum Fußball währt am längsten
Im modernen Fußball muss einfach alles sitzen. Die Laufwege, das System, die Frisur (nachfragen bei Cristiano R.

Minh-Khai Phan-Thi mag es, gute Filme zu drehen, sie liebt es, über ihr Leben in Vietnam zu sprechen. Doch ihre Zuneigung zum Fußball währt am längsten. Und deshalb schreit sie bei den Spielen für Deutschland.

Vor zehn Jahren wurde der französische Polizist Daniel Nivel von deutschen Hooligans überfallen und brutal zusammengeschlagen. Heute sind alle Täter wieder auf freiem Fuß.

Während sich in Österreich und der Schweiz zurzeit die besten Nationen Europas im Fußball messen, schwächelt Rekordweltmeister Brasilien. Im südamerikanischen Qualifikationsturnier zur Weltmeisterschaft 2010 liegen die Kicker vom Zuckerhut nur noch auf Platz fünf.
Der Kampf um Fußball im Fernsehen ist spannend. Wer zeigt was? Es ist unwahrscheinlich, dass das Kartellamt den Bundesliga-Rechteverkauf wie geplant erlaubt.

Bora Cosic verließ 1992 aus Protest gegen das Regime seine Heimat Serbien und lebt in Berlin. Hier denkt der Schriftsteller darüber nach, warum Fußball immer Fußball bleibt – allem nationalistischen Getöse zum Trotz.
Zumindest das steht fest: Die Champions League wird von 2009 stärker als bisher im frei empfangbaren Fernsehen präsent sein.
Manchmal ist im Fußball eine Strategie für den Sieg ebenso wichtig wie eine Ausrede für die Niederlage. Ob die deutsche Nationalmannschaft eine Strategie hat für das Spiel gegen Portugal, wissen wir nicht.
Stadionatmosphäre muss sein im Moment. Wobei überwiegend kommunikative Menschen ein stilles Stadion unter Umständen besser finden, als ein tosendes, weil es Raum zum Reden lässt.
Früher, das gehört zu den unumgänglichen Allgemeinplätzen dieser Sportart, war Fußball die schönste Nebensache der Welt. Heute ist das anders, heute ist Fußball die schönste Hauptsache der Welt.
Spielfreudige Russen besiegen Schweden 2:0 und treffen nun im Viertelfinale auf die Niederlande
Dort, wo Jan Weilers (Anti-)Held Adrian Pfeffer Fußball spielt, im Dörflichen, gibt es gemeinhin keine bengalischen Feuer. Es gibt keine Hooligans, meist nicht mal Zuschauer, die sich als Fans bezeichnen würden, Wochenende für Wochenende verirren sich lediglich die paar Alt-Kiebitze, die bei Bratwurst und Bier in besseren Zeiten schwelgen.
Früher, das gehört zu den unumgänglichen Allgemeinplätzen dieser Sportart, war Fußball die schönste Nebensache der Welt. Heute ist das anders, heute ist Fußball die schönste Hauptsache der Welt.