zum Hauptinhalt
Timo Werner, hier im Jahr 2019, spielt nun wieder für Rasenballsport Leipzig.
© Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Wechsel vom FC Chelsea zu RB Leipzig: Timo Werner kehrt in die Bundesliga zurück

Rund 20 Millionen Euro lässt sich der Fußball-Bundesligist den Transfer kosten. Der Nationalspieler hofft auf mehr Spielzeit sowie höhere WM-Einsatzchancen.

Die Rückkehr von Fußball-Nationalspieler Timo Werner zum Bundesligisten RB Leipzig ist perfekt. Am Dienstag verkündete der DFB-Pokalsieger den Transfer Werners vom FC Chelsea, er erhält bei den Sachsen einen langfristigen Vertrag über vier Jahre bis 2026.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

Für die Rückholaktion muss Leipzig laut Medienberichten rund 20 Millionen Euro plus Boni zahlen. Der 26-Jährige war 2020 für rund 55 Millionen Euro in die englische Premier League gewechselt, wurde dort aber nicht glücklich. Unter dem jetzigen Trainer Thomas Tuchel kam der gebürtige Stuttgarter oft nur noch als Reservist zum Einsatz.

„Ich hatte zwei großartige Jahre beim FC Chelsea, für die ich sehr dankbar bin und die gekrönt wurden mit dem Titel in der Champions League. Die Erfahrung, in einem anderen Land und einer anderen Liga zu spielen, hat mir für meinen Weg sehr geholfen“, sagte Werner in einer Mitteilung von RB Leipzig.

Bereits am Montagabend landete Werner in einem zum RB-Konsortium gehörenden Privatflugzeug auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Direkt auf dem Rollfeld wurde er abgeholt und in ein Hotel in der Leipziger Innenstadt gebracht, vor dem ihn bereits die ersten Fans für Fotos und Autogramme erwartet hatten. Am Dienstag erfolgte dann zunächst der obligatorische Medizincheck, bevor Werner auch ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

Rückkehr an alte Wirkungsstätte

Werner war nach dem Bundesliga-Abstieg des VfB Stuttgart und Leipzigs Aufstieg im Sommer 2016 zu den Sachsen gewechselt und dort zum erfolgreichsten Torschützen aufgestiegen. Insgesamt 95 Treffer gelangen dem schnellen Stürmer bei 159 Einsätzen im RB-Trikot.

Gleich in seiner ersten Saison steuerte er 21 Tore in 31 Begegnungen bei, vor seinem Abschied waren es sogar 28 Bundesligatore in 34 Spielen. Zudem stieg der Schwabe zum Nationalspieler auf. Er war unter Bundestrainer Joachim Löw der erste Leipziger RB-Profi im DFB-Trikot.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.

„Doch das ist auch ein Stück weit Vergangenheit und nun blicke ich nach vorn, denn RB Leipzig hat sich ebenso wie ich in den vergangenen zwei Jahren weiterentwickelt“, sagte Werner nun laut Mitteilung.

Wechsel mit Hoffnung auf WM-Einsatz

Wegen der geringen Einsatzzeiten beim FC Chelsea sah Werner seine Nominierung für die Weltmeisterschaft im Dezember in Katar in ernsthafter Gefahr und forcierte einen Wechsel, um wieder mehr spielen zu können. Leipzig erschien dabei als eine logische Wahl. Bei den Londonern kam Werner in insgesamt 89 Einsätzen auf 23 Tore.

Werners Wechselwunsch hatte RB-Chef Oliver Mintzlaff auf den Plan gerufen. Der bei besonderen Transfers auch mangels eines renommierten Sportdirektors als kluger Verhandlungsführer geltende Vorstandsvorsitzende des Clubs lotete zunächst mit Werner mögliche Rückkehrpläne bezüglich der Bedingungen wie einem Gehaltsverzicht aus, um dann mit Chelsea die finanziellen Fragen auszudiskutieren.

Überraschend kommt dabei durchaus, dass Werner nicht nur ausgeliehen wird, sondern Leipzig sich die Dienste des Offensivspielers wieder fest sichert und ihn zurückkauft. Über die genauen Zahlen vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Wie seine Rolle im System von RB-Trainer Domenico Tedesco nun aussehen wird, muss sich in den kommenden Wochen zeigen. Im Portugiesen André Silva und dem derzeit verletzten Dänen Yussuf Poulsen hat RB bereits starke Strafraum-Spieler zur Verfügung, sowie in Deutschlands Fußballer des Jahres Christopher Nkunku einen weiteren schnellen Profi. Im Norweger Alexander Sörloth gibt es in der Offensive eine weitere Alternative im RB-Aufgebot. (dpa)

Zur Startseite