Werben vor Entscheidung : Trump garantiert Reisefreiheit für Fußball-WM 2026

Die Mitgliedsverbände der Fifa wählen am Mittwoch den Austragungsort der WM 2026: Marokko oder ein Verbund aus USA, Kanada und Mexiko. Seine restriktive Einreisepolitik will Donald Trump bei einer Zusage lockern.

Donald Trump wirbt für eine WM in USA, Kanada und Mexiko
Donald Trump wirbt für eine WM in USA, Kanada und MexikoFoto: dpa/Evan Vucci

US-Präsident Donald Trump hat einem Medienbericht zufolge der amerikanischen Bewerbung für die Fußball-WM 2026 wichtige Unterstützung zugesagt. In drei Briefen an FIFA-Chef Gianni Infantino habe Trump unter anderem Garantien zur Reisefreiheit während einer möglichen WM 2026 in den USA abgegeben, berichtete die "New York Times" am Dienstag.

Demnach sollen ausländische Teams, Offizielle und auch Fans keinen Restriktionen unterliegen, wenn sie für WM-Spiele einreisen. Der von Trump selbst als "Muslim-Bann" titulierte Einreisestopp für Menschen aus einigen überwiegend muslimischen Ländern wäre damit im WM-Kontext außer Kraft gesetzt.

Die USA bewerben sich gemeinsam mit Mexiko und Kanada um die Ausrichtung der WM in acht Jahren. Einziger Konkurrent bei der Vergabe beim FIFA-Kongress am Mittwoch in Moskau ist Außenseiter Marokko. "Ich bin zuversichtlich, dass die Vereinigten Staaten die WM 2026 auf eine ähnlich offene und festliche Weise (wie früher) ausrichten und dass alle berechtigten Athleten, Offiziellen und Fans aus der ganzen Welt die USA ohne Diskriminierung betreten", schrieb Trump dem Bericht zufolge im dritten Brief, der vom 2. Mai datiert.

Im FIFA-Prüfbericht zur Bewerbung hatten die USA, Mexiko und Kanada im Punkt "staatliche Unterstützung" zuletzt nur eine mittelmäßige Bewertung erhalten.

In der Vergangenheit hatte sich Trump konfrontativ bei der Abstimmung über den Austragungsort gezeigt. Im April lobte er das starke Aufgebot des WM-Bündnisses. Es wäre eine Schande, wenn Länder gegen die USA stimmen würden, die von den Vereinigten Staaten bislang durchweg Unterstützung erhalten haben, schrieb US-Präsident auf Twitter. "Warum sollten wir diese Länder unterstützen, wenn sie uns nicht unterstützen," fragte Trump daraufhin weiter. (dpa)

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