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Eine Krankenschwester bereitet in einem Krankenhaus einen PCR-Tests zur Erkennung des Affenpockenvirus vor.
© Carlos Luján/EUROPA PRESS/dpa

WHO legt statistische Daten zu Infektionen vor: Deutschland ist im internationalen Vergleich stark von Affenpocken betroffen

Laut einem neuen Bericht wurden Fälle in etwa 60 Ländern nachgewiesen. In Europa ist die Lage demnach am angespanntesten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aus statistischen Daten von Betroffenen ein typisches Profil von Affenpocken-Patienten erstellt. Wie die WHO am Donnerstag in Genf mitteilte, handelt es sich typischerweise um Männer unter 40 Jahren, die in Europa leben und sexuelle Beziehungen zu Männern haben.

Die vom aktuellen Ausbruch am stärksten betroffenen Länder sind den Angaben zufolge Deutschland, Großbritannien und Spanien mit jeweils mehr als 1000 Fällen.

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Mit einem Anteil von 81,6 Prozent an den bislang 6027 erfassten Fällen ist Europa die bei Weitem am stärksten betroffene Weltregion der aktuellen Affenpocken-Welle. Die Krankheit, die üblicherweise in zentral- und westafrikanischen Ländern vorkommt, wird seit Mai in anderen Erdteilen registriert. Bislang waren laut WHO etwa 60 Länder betroffen.

Am 23. Juni hatte die WHO ein Notfalltreffen ihrer Experten einberufen, um über die Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands zu beraten. Sie beschieden jedoch, dass diese Schwelle noch nicht erreicht sei.

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Wie die WHO am Mittwoch ankündigte, soll sich das Dringlichkeitskomitee spätestens in der Woche vom 18. Juli aber erneut mit den Affenpocken beschäftigen.

Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit durch engen Körper- und Hautkontakt. Eine Impfung ist möglich und wird in Deutschland von der Ständigen Impfkommission mittlerweile für Risikogruppen empfohlen. (AFP)

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