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Thema

Insekten

Wie könnte man Getreide vor Frost schützen? Ein Knochenfisch, der am Nord- und Südpol in den polaren Gewässern lebt, hilft Wissenschaftlern bei der Suche nach einem natürlichen Frostschutzmittel, wie das Fachblatt "Bioconjugate Chemistry" berichtet.

Von Bas Kast

Österreichische Forscher haben beim Gletschermann Ötzi die Überreste zahlreicher Insekten gefunden. Neben den bisher ältesten nachgewiesenen Menschenflöhen, sind auch Wanzen, Ameisen, Fliegen, Mistkäfer, Borkenkäfer, Marienkäfer und Wespen im Gewand und im Köcher des Gletschermannes gefunden worden.

Die "Grüne Lunge" Berlins soll umfassend untersucht werden, und dafür hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit den Forstämtern ein Inventur-Programm für die Wälder gestartet: Grunewald, Treptow und Buch sind als erste an der Reihe. Gutachter ermitteln und beschreiben in den nächsten zwei Jahren mit Stichproben-Aufnahmen den Baumbestand, die Dichte, das Alter und die Artenmischung.

Die "Frankfurter Rundschau" hat vor einem Jahr in der Wochenendausgabe unter dem Titel "Magazinchen" eine Kinderseite für Acht- bis Zwölfjährige eingerichtet, im Tagesspiegel gibt es sonnabends den "Kinderspiegel", und bei der "Stuttgarter Zeitung" und der geplanten überregionalen "FAZ am Sonntag" gibt es Überlegungen, ebenfalls eine solche Seite ins Blatt zu heben. Die Zeitungsmacher haben entdeckt, was Verlage für Kinder- und Jugendzeitungen schon lange wissen: Kinder sind die Leser von morgen, sie sind ein Publikum, dessen Gunst sich zu gewinnen lohnt.

Während der letzten Hitzewelle wurde mein kleiner Garten von der roten Gartenameise überfallen. Zunächst hatte ich nur einige Einzelgänger zwischen Grashalmen und an den Rosenbüschen bemerkt.

Jean Dubuffet benötigte mehrere Anläufe, bis seine Bilder und Skulpturen den Weg in die großen Museen und Sammlungen der Welt gefunden hatten. Der heute vor hundert Jahren in Le Havre geborene Sohn eines Weinhändlers hatte die Vierzig schon überschritten, als er - halbherziger Gefolgsmann der Kubisten wie der Surrealisten - 1942 endlich zu einer eigenen Handschrift fand: Malereien entstanden nun, die wie der "Hochdekorierte Akt" durch bunt-infantilen Malduktus überraschten.

Im nördlichen Grunewald gibt es mehr als 1100 Tier- und Pflanzenarten - darunter seltene Vögel wie Mittelspecht, Wendehals und Eisvogel sowie die zuletzt 1910 in der Stadt beobachtete Hörnchenalge, den vom Aussterben bedrohten Großen Goldkäfer, den bisher nie in Berlin gefundenen Rüsselkäfer und die stark rückläufige Fischart Bitterling. Das zeigen Untersuchungen, die 50 Experten beim "Tag der Artenvielfalt" rund ums Ökowerk am Teufelssee vorgenommen hatten.

Von Cay Dobberke

"Die Fledermaus ist ein Mittelthier zwischen dem Vogel und der Mauß, also daß man sie billich eine fliegende Mauß nennen kann, wiewohl sie weder unter die Vögel noch unter die Mäuße gezehlt werden, dieweil sie beyder Gestalt an sich hat", schrieb 1558 der Naturforscher Conrad Gesner. Verblüffend ist nicht nur die Stellung der Fledertiere (Chiroptera) im zoologischen System.

Ihre Zahl geht in die Billionen, und ihr Gesamtgewicht entspricht der Biomasse der Menschheit. Ameisen sind aber nicht nur zahlreich, sondern auch äußerst effizient, was die Organisation ihres Lebensraumes betrifft.

Da ist er wieder, Muldoon, ein Privatdetektiv, wie er im Buche steht: cool, mit allen Wassern gewaschen und für jedes Risiko zu haben (natürlich nur, wenn die Kohle stimmt). Große Klappe, superschnoddrig, aber dafür das Herz auf dem richtigen Fleck.

Die drin waren, sehen sich wissend an und senken die Stimme. Doch zunächst ist eine lange Schlange zu bewältigen, und während am kanadischen Pavillon nebenan freundliche junge Damen regelmäßig über die verbleibende Wartezeit informieren, strahlt am deutschen Pavillon sein düsteres Inneres nach Außen.

Wildschweine und Rehe sind die auffälligsten Tiere, die im Grunewald leben, aber es gibt auch Habichte, Waschbären und vermutlich Marderhunde. Eine Schwebfliegenart trägt sogar den Namen "Grunewaldensis", weil sie dort erstmals beobachtet wurde.

Von Cay Dobberke

Da gibt es den Tümpel neben dem eingezäunten Campingplatz. Rosetta geht dort oft ohne Erlaubnis angeln, auf ihre Weise - mit Draht und Regenwurm im Flaschenhals.

Von Jan Schulz-Ojala

Hummeln fliegen nicht etwa mit Volldampf über eine Blumenwiese, sondern nur so schnell, dass ihr Gehirn die einzelnen Blüten noch analysieren kann, haben Johannes Spaethe, Jürgen Tautz und Lars Chittka vom Biozentrum der Universität Würzburg entdeckt. Würden die Insekten mit der eigentlich möglichen Höchstgeschwindigkeit von zwanzig Kilometern in der Stunde über das Grün donnern, würden sie die Blüten glatt übersehen, die den lebenswichtigen Nektar spenden.

Biologen der Freien Universität Berlin haben im Rahmen eines internationalen Projekts nachweisen können, dass Bienen nicht nur fleißig sind, sondern obendrein auch klüger als bisher angenommen. Bei Verhaltensexperimenten zeigten die Honigsammlerinnen die Fähigkeit, so abstrakt zu denken, wie es Forscher bisher nur Wirbeltieren zugetraut hatten: Die Insekten sind demnach im Stande, auch ein komplexes System von Wegmarkierungen zu verstehen.

Manche Pflanzen mögen Streicheleinheiten, andere lässt jede menschliche Berührung kalt. Einigen Pflanzen schadet die Tätschelei jedoch auch: Nach zu viel menschlicher Nähe werden sie von Insekten befallen oder gehen ganz ein, wie amerikanische Forscher nun herausgefunden haben.

Wer als Schulkind nicht zu den kleinen Schwarzeneggers gehörte, kennt das Phänomen: Was tun, wenn die Größeren auf dem Pausenhof mal wieder hinter dem Geld fürs Mittagessen her sind? Statt den Bösewicht selbst zu bekämpfen, ist es vielleicht effektiver, einen Helfer herbeizurufen - am besten einen, der noch stärker ist als der Pausenräuber.

Von Bas Kast

Es ist ja ein beliebter Topos in christlichen Gottesdienstes, sich vor dem Sonntagsbraten oder gar vor dem Auspacken der üppigen Geschenke zu Weihnachten noch einmal kräftig selbstkasteiend an die Brust zu schlagen und spaßverderbend den Hunger in der Welt aufs Tableau zu bringen. Aber nun verliert natürlich eine an sich ganz richtige Sache nicht dadurch an Glaubwürdigkeit, das sie gelegentlich etwas zu plakativ oder wohlfeil an die Gläubigen gebracht werden soll.

Natürlich hatte man versucht, mit allgemeinverständlichen Themen zu punkten. Schließlich wollten sich die geisteswissenschaftlichen Sonderforschungsbereiche erstmals einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren und aus dem Schatten der Naturwissenschaften heraustreten.

Von Ingo Bach

Auf einer Insel vor Australien haben Wissenschaftler ein Insekt aus der Jura-Zeit entdeckt, das nach bisheriger Annahme vor 80 Jahren von Ratten ausgerottet wurde. Das 15 Zentimeter lange und 1,5 Zentimeter breite flügellose Insekt sehe aus "wie ein Würstchen auf Beinen", sagte David Priddel, Leiter des Forschungsteams, am Dienstag.

Es scheint, als gehe den Deutschen allmählich die Hegemonie beim Ausdenken neuer Programmformen aus. Denn jene Sendung, die wir eigentlich in Berlin oder Leipzig erwartet hätten, wird nun von einem Radiosender in London gestartet: Ein Mann und eine Frau, die sich zuvor nie gesehen haben, werden mit Handschellen aneinander gefesselt und müssen eine Woche lang zusammen aushalten, auch auf dem Klo und im Bett.

Biene: Würde eine Biene ins Kino gehen, wäre sie vermutlich enttäuscht: Was sich dem Menschen als Actionfilm präsentiert, nimmt sie als langweilige Diashow wahr. Denn viele Insekten können bis zu 300 Einzelbilder pro Sekunde erkennen, während das menschliche Auge maximal 50 Bilder schafft.

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