zum Hauptinhalt
Sarah Hostmann hilft Flüchtlingen, ein Studium fortzusetzen oder aufzunehmen.

© Annika Middeldorf

FU Mitarbeiter: Wir machen Uni!

Mehr als 30 000 Studentinnen und Studenten sind an der Freien Universität immatrikuliert - mehr Studierende, als manche Stadt Einwohner zählt. Außerdem sind in dieser "Kleinstadt" mehr als 4 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Ohne sie würde an der Uni nichts laufen. Einige von ihnen stellen wir vor.

DIE ERKLÄRERIN

Sarah Hostmann, Beraterin für geflüchtete Studieninteressierte

Wie unterscheidet sich eine Ausbildung von einem Studium? Studiert es sich an einer Fachhochschule anders als an einer Universität? Welche Fächer und Fächerkombinationen kann ich an der Freien Universität belegen? Häufig sind es grundsätzliche Fragen, die Sarah Hostmann und ihr Team bei Informationsveranstaltungen für studieninteressierte Flüchtlinge beantworten.

„Für eine Einführung in das deutsche Unisystem braucht es Zeit, die wir uns gern nehmen“, sagt Hostmann. Seit April dieses Jahres organisiert die 34-Jährige im Rahmen des Welcome@FUBerlin-Programms Info-Abende für Flüchtlinge, die sich für ein Studium interessieren. Die Veranstaltung ist angesiedelt an der Zentraleinrichtung Studienberatung und Psychologische Beratung und findet alle zwei Wochen montagabends statt. Die Nachfrage, erzählt Hostmann, sei hoch: „Etwa 30 Personen nehmen das Angebot durchschnittlich jeweils wahr.“ Um möglichst viele zu erreichen, findet der Info-Abend abwechselnd in vier Sprachen statt: Englisch, Deutsch, Arabisch und Farsi, wie die persische Sprache auch genannt wird. „Wir haben das große Glück, dass zwei unserer studentischen Mitarbeiter Farsi und Arabisch sprechen. Das erleichtert die Arbeit sehr“, sagt Hostmann.

Tiermedizin, Pharmazie und Wirtschaftswissenschaft seien die Fächer, für die sich viele interessierten. Seit dem Wintersemester 2015/16 können Geflüchtete, die in Berlin und Brandenburg leben, kostenlos an ausgewählten Lehrveranstaltungen der Freien Universität teilnehmen; außerdem werden Deutschkurse angeboten. Die Anerkennung von Zeugnissen sowie die Prüfung der Unterlagen bei studieninteressierten Flüchtlingen sind – je nach Herkunftsland – umfangreich. Zuständig dafür ist die Prüfstelle Uni-Assist. Sarah Hostmann und die Mitarbeiter im Studierenden-Service-Center versuchen, den Bewerbungsprozess so transparent und einfach wie möglich zu halten. „Uns geht es vor allem darum, die Ratsuchenden so zu unterstützen, dass sie eigene Entscheidungen fällen und entsprechend handeln können“, sagt Hostmann. Dass Wissen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erleichtert, daran glaubt die Politologin fest: Seit mehr als sechs Jahren engagiert sie sich in Flüchtlingsprojekten und hat die deutsche Asylpolitik auch wissenschaftlich untersucht.

Gesonderte Sprechzeiten für Geflüchtete gibt es im Studierenden-Service-Center in der Iltisstraße 4 gerade deshalb nicht: „Jeder, der zu uns kommt, hat individuelle Fragen. Da spielt es keine Rolle, woher man kommt. Wir widmen uns allen mit der gleichen Aufmerksamkeit.“

Termine und Infos zum Welcome@FUBerlin-Programm unter: www.fu-berlin.de/welcome

DER FEINSCHMECKER

Seit mehr als 30 Jahren dabei: Thomas Jarocki

© Annika Middeldorf

Thomas Jarocki, Leiter der Hauptmensa II in der Rost- und Silberlaube

Was koche ich heute? Glücklich, wer in den Mensen der Freien Universität einkehrt, denn der muss sich über diese Frage keine Gedanken machen. Hier organisiert beispielsweise Thomas Jarocki den täglichen Mittagstisch. Bis zu sechs Wochen im Voraus plant der Leiter der Hauptmensa II in der Rost- und Silberlaube, was bei den etwa 7500 Gästen pro Tag auf den Tisch kommt.

Die Köchinnen und Köche bedienen sich für die Zubereitung aus einem Fundus von etwa 4000 Rezepten. Mehr als 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind täglich mit der Zubereitung des Mensa-Essens beschäftigt.

Viel Obst und Gemüse, ein Angebot an vegetarischem und veganem Essen aus der Region, wenig Frittiertes: In den mehr als drei Jahrzehnten, die Jarocki – zunächst als Koch, seit 1994 als Leiter – in der vom Studentenwerk Berlin geführten Mensa arbeitet, habe sich das Essverhalten seiner Gäste verändert, sagt er: „Zum Besseren. Die Menschen achten heute deutlich mehr auf eine gesunde Ernährung.“ Damit die ausgewogen bleibt, bietet die Mensa mittlerweile auch viele Hülsenfrüchte an. Deren Proteine seien wichtig bei einer fleischlosen Ernährung, erklärt Thomas Jarocki. Um Transportwege zu sparen und so einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, achtet der Mensa-Chef außerdem darauf, Lebensmittel aus der Region zu verarbeiten.

Beim Zusammenstellen des Speiseplans hat der gelernte Koch auch die richtige Farbkombination im Blick. Das Auge esse schließlich mit, sagt Jarocki, der selbst am liebsten saisonal speist: im Herbst kräftigen Eintopf, im Sommer leichte Salate. Nur ein Gericht hat bei ihm stets Saison: „Eine gute Portion Milchreis geht immer.“

Die Mensa FU II befindet sich in der Silberlaube in der Otto-von-Simson-Straße 26 und ist montags bis freitags von 8.00 bis 18.30 Uhr geöffnet.

DIE UNTERSTÜTZERIN

Sturmerprobt in der ZEDAT: Lisa Cordewinus macht es Spaß, Studierende bei der Arbeit in den PC-Pools der Rost- und Silberlaube zu unterstützen.

© Marina Kosmalla

Lisa Cordewinus, studentische Mitarbeiterin in der ZEDAT

Wirbelstürme in Dahlem? Tatsächlich findet man Hurrikan, Taifun und Zyklon in der Rost- und Silberlaube der Freien Universität: So sind nämlich die PC-Pools der Zentraleinrichtung für Datenverarbeitung (ZEDAT) benannt. Die Drucker stehen dagegen in den Räumen Passat und Bora – auch wenn es hier alles andere als windig ist.

Sturmerprobt ist dagegen Lisa Cordewinus vom Info-Service der ZEDAT. Seit zwei Jahren unterstützt die 26-jährige Berlinerin als studentische Mitarbeiterin Studierende und Beschäftigte, die in den PC-Pools arbeiten. Der Kontakt mit den Nutzern sei das, was ihr an ihrer Tätigkeit am besten gefalle: „Die meisten Leute sind sehr nett, und es macht mir einfach Spaß zu helfen. Vor allem zum Semesterstart kommen viele Studierende, die sich noch gar nicht auskennen.“

Zum kommenden Semester wechselt Lisa Cordewinus in den Masterstudiengang mit Lehramtsoption in den Fächern Arbeitslehre an der Technischen Universität und Deutsch an der Freien Universität. „Man sieht schon an meiner Fächerkombination, dass ich nicht besonders technikaffin bin“, sagt sie. Aber mit ein bisschen Interesse und Aufgeschlossenheit für neue Themen könne sich jeder das nötige technische Know-how aneignen.

Wichtig seien die Freude am Umgang mit Menschen – und viel Geduld. Auch wenn inzwischen viele Studierende einen eigenen Laptop besitzen, sind die PC-Pools gut besucht. Es hat eben nicht jeder teure Software wie Photoshop oder bestimmte Schnittprogramme auf seinem Rechner, die hier kostenlos benutzt werden können. Außerdem ist es in den Räumen genauso ruhig wie in den Bibliotheken – und absolut windstill.

Der Info-Service IT in der Habelschwerdter Allee 45, Raum JK 27/121a, 14195 Berlin, ist telefonisch zu erreichen unter 030/838-77777, per Mail unter hilfe@zedat.fu-berlin.de.

DER NETZWERKER

Offen für Menschen aus aller Welt: Philip Eberhard engagiert sich im Internationalen Club.

© Annika Middeldorf

Philip Eberhard, Lehramtsstudent und Vorstand des Internationalen Clubs

„Wir wollen die Erasmus-Blase platzen lassen“, sagt Philip Eberhard. Seit mehr als zwei Jahren engagiert sich der Lehramtsstudent im Vorstand des Internationalen Clubs der Freien Universität. Die Blase, von der er spricht, ist unter Studierenden im Ausland so bekannt wie gefürchtet: Obwohl sie voller Neugier in ein fremdes Land gekommen sind, bleiben viele Austauschstudenten unter sich. In den wenigsten Fällen ist diese Isolation gewollt: „In einem Deutschsprachkurs an der Uni trifft man eben nicht auf Einheimische“, sagt Eberhard. Der Club hat sich deshalb auf die Fahne geschrieben, Studierende verschiedener Länder zusammenzubringen.

Die Zahlen sprechen für das Anliegen des Clubs: Im vergangenen Sommersemester waren unter den knapp 34 000 Studierenden der Freien Universität mehr als 7 000 aus dem Ausland immatrikuliert. 2 000 von ihnen stammen alleine aus Asien, die für ein Semester oder das ganze Studium an die Freie Universität gekommen sind.

Das Veranstaltungsangebot der studentischen Hochschulgruppe ist umfangreich: „Aber der große gemeinsame Nenner ist das Interesse am Austausch untereinander“, sagt Eberhard. Und der ergibt sich beim gemeinsamen Fußballschauen ebenso wie beim Grillen oder bei einem Museumsbesuch. Besonders beliebt sind die Tagesauflüge des Clubs, zum Beispiel nach Hamburg, Bremen oder Magdeburg. Oft sind die Plätze innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Die Spritztouren gehören auch für Philip Eberhard zu den Highlights: „Wir fahren immer mit einer Gruppe von 30 Personen und haben wahnsinnig viel Spaß bei unseren Reisen.“

200 bis 300 neue Mitglieder begrüßt der Club jedes Jahr. Eine Mitgliedschaft kostet zehn Euro pro Semester, für ein ganzes Jahr 15 Euro. Dafür gibt es, neben Ermäßigungen und Vorrang bei Clubveranstaltungen, auch ein Freigetränk beim Internationalen Stammtisch, der einmal im Monat in wechselnden Bars stattfindet: „Eine gute Gelegenheit für einen Austausch in lockerer Atmosphäre“, sagt Philip Eberhard. Außerdem bietet der Club eine wöchentliche Sprechstunde an, um beispielsweise bei der Wohnungssuche zu helfen. Besonders viele europäische Studenten nähmen die Angebote des Clubs wahr, sagt Eberhard, aber auch Studierende aus Asien suchten dort den Kontakt zu Einheimischen und Studierenden aus anderen Ländern. „Wir freuen uns über alle, die sich für unsere Veranstaltungen interessieren – egal, woher sie kommen.“

Das Büro des Internationalen Clubs ist in der Ehrenbergstraße 26/28 in 14195 Berlin. Informationen zur aktuellen Sprechstunde und dem Begrüßungsabend zum Wintersemester am 19. Oktober gibt es online unter www.fu-berlin.de/studium/international/internationaler_club/.

DIE ERMITTLERIN

Weiß, wie man sich zurechtfindet in der Bibliothek und der Literaturrecherche: die Diplombibliothekarin Simone Schütte.

© Annika Middeldorf

Simone Schütte, Diplombibliothekarin in der Universitätsbibliothek

Es komme darauf an, einem Buch im richtigen Augenblick zu begegnen, sagte einst der Schweizer Journalist Hans Derendinger. Damit die Mediensuche in den Bibliotheken der Freien Universität nicht zum Glücksspiel wird, arbeiten dort Fachkräfte wie Simone Schütte.

Die Diplombibliothekarin ist am Informationsschalter der Universitätsbibliothek bei der Literatursuche behilflich und bietet außerdem Seminare zu Recherche und Literaturverwaltung an. „Sich gleich zu Beginn des Studiums mit der Bibliothek auseinanderzusetzen, wie sie aufgebaut ist, wie die Ausleihe funktioniert, das zahlt sich für das ganze Studium aus – bis zur Abschlussarbeit“, sagt Simone Schütte.

In den 30 Jahren, die sie nun in der Bibliothek an der Dahlemer Garystraße 39 arbeitet, hat sich einiges verändert. „Früher gab es Kataloge, in denen die Medien auf kleinen Karteikarten notiert und in Schubkästen sortiert waren. Da mussten die Nutzer für ihre Recherche herkommen.“ Heute läuft vieles online: Auf lizenzierte Monografien, E-Books, Zeitschriften, Zeitungen und ganze Datenbanken können Studierende und Angehörige der Freien Universität mit ihrem Smartphone oder Laptop von überall aus zugreifen.

Etwa 140 Mitarbeiter der Universitätsbibliothek sorgen für einen reibungslosen Betrieb. Bleibt nur noch eine Frage: Nach welcher Systematik räumt eine leidenschaftliche Bibliothekarin wie Simone Schütte ihr Bücherregal zu Hause ein? Alphabetisch geordnet, natürlich.

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität in der Garystraße 39, 14195 Berlin, ist wochentags von 9.00 bis 20.00 Uhr geöffnet, am Wochenende geschlossen.

DER BERATER

Siegfried Engl und sein Team vom Info-Service Studium helfen bei Fragen rund ums Studium.

© Annika Middeldorf

Siegfried Engl, Diplompsychologe und Leiter des Info-Service Studium

Siegfried Engl ist Sorgennehmer, Problemlöser und ein Freund von Organisationsstrukturen: Der 51-jährige Diplompsychologe leitet seit elf Jahren den Info-Service Studium der Freien Universität Berlin. Sein Arbeitsort, das erst vor zwei Jahren bezogene Studierenden-Service-Center (SSC) an der Iltisstraße, liegt strategisch günstig: Nur eine Gehminute von der U-Bahn-Station Dahlem Dorf entfernt, ist die Adresse für viele Studieninteressierte und Neuimmatrikulierte die erste Anlaufstelle an der Hochschule.

Im Erdgeschoss ist der Info-Service angesiedelt. An einem Tresen informieren studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen. Auch das ist eine Idee von Siegfried Engl, der als Organisationspsychologe eine funktionale Architektur zu schätzen weiß: „Die Kommunikation verläuft hier auf Augenhöhe, niemand versteckt sich hinter Schaltern. Weil unsere Mitarbeiter selbst studieren, kennen sie viele der Themen und Probleme aus ihrem eigenen Unialltag. Grundsätzlich gilt: Alles darf gefragt werden.“

Und Fragen gibt es viele: Etwa 250 000 pro Jahr erreichen Siegfried Engl und seine Mitarbeiter per Telefon, E-Mail oder am Info-Counter in der Iltisstraße 4 sowie vor der Hauptmensa in der Silberlaube in der Otto-von-Simson-Straße 26. „In 90 Prozent der Fälle können wir sofort helfen. Die übrigen zehn Prozent leiten wir an die jeweils zuständigen Stellen, unser ,Back-Office’, weiter“, erklärt Siegfried Engl.

Wer etwa seinen Studierendenausweis verloren hat, bekommt am Info-Counter nicht gleich einen neuen – dafür aber den passenden Antrag oder einen Termin in der Studierendenverwaltung. Gegen eine kleine Gebühr gibt es dort, in der Iltisstraße 1, dann einen neuen Ausweis.

Jedes Jahr kommen außerdem etwa 3 000 Studierende persönlich in die Allgemeine Studienberatung, um im halbstündigen Vier-Augen-Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater individuell über ihre Probleme oder Pläne zu sprechen.

Soll man nach einer nicht bestandenen Prüfung das Studienfach wechseln? Oder das Studium sogar ganz abbrechen? „Oft haben die Studierenden Vorstellungen oder Ängste, die sich als unbegründet herausstellen – etwa, dass es auf der Verwaltungsebene unlösbare Probleme gibt, wie die Anrechnung von Leistungen oder Vergleichbarem. Aber man kann über alles reden“, sagt Engl, der trotz seiner vielen Aufgaben auch selbst berät.

Und was empfiehlt ein erfahrener Studienberater den Neuimmatrikulierten? „Nehmen Sie von Anfang an die Angebote Ihres Fachbereichs oder der Studienberatung wahr. Schon vor der ersten Vorlesung finden Informationsveranstaltungen und Kennenlern-Events statt. Hier können Sie wichtige Fragen klären und neue Freundschaften knüpfen.“

Das Studierenden-Service-Center (SSC) befindet sich in der Iltisstraße 4, 14195 Berlin (U-Bahnhof Dahlem-Dorf, U 3). Informationen gibt es an den Info-Tresen in der Iltisstraße 4 und in der Otto-von-Simson-Straße 26 ganzjährig von Montag bis Donnerstag von 9.00 bis 17.00 Uhr; freitags von 9.00 bis 15.00 Uhr. Telefonische Auskunft gibt es unter 030/838-70000, Anfragen per E-Mail an info-service@fu-berlin.de.

DER MACHER

Hobby als Beruf: Heiko Böse nutzt die Werkstatt nicht nur für Reparaturen, sondern setzt auch eigene Ideen für den Campus um.

© Marina Kosmalla

Heiko Böse, Hausmeister und gelernter Karosseriebauer

Heiko Böse kümmert sich seit 20 Jahren nicht nur um Reparaturen jeder Art an der Freien Universität Berlin. Der Hausmeister auf dem Lankwitzer GeoCampus ist auch bekannt für seine Projekte und Veranstaltungen, mit denen er Studierende sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Fachbereich zusammenbringt. Ob gemeinsames Fußballgucken zur Europameisterschaft mit selbstgemachten Bio-Bratwürsten, die jährliche Weihnachtsfeier mit Christbaum und Bescherung oder ein von ihm ausgerufener Küchenwettbewerb, bei dem die einzelnen Arbeitsgruppen die Institutsküchen verschönert und mit selbstgebauten Möbeln neu gestaltet haben: „Wir sind ein sehr kreatives Team und machen öfter verrückte Sachen“, sagt Heiko Böse.

Im vergangenen Jahr hat der gelernte Karosseriebauer das Entenretter- Projekt ins Leben gerufen: Die Entenretter legten in einem Innenhof des Campus’ für eine Entenmama, die dort jedes Jahr ihre Eier ausbrütete, einen Teich an und füttern den Nachwuchs, bis er flügge war. In den Jahren zuvor waren Küken verhungert, weil sie in ihrer isolierten Kinderstube im Innenhof nicht genügend Futter gefunden hatten.

Ohne das Engagement und die Offenheit sowohl der Studierenden als auch der Verwaltungsmitarbeiterinnen seien solche Unternehmungen nicht möglich, betont Heiko Böse. „In diesem gemeinschaftlichen Umfeld macht die Arbeit Spaß.“ Die Studierenden hingegen freuen sich über Heikos – Duzen ist selbstverständlich – Ideen und die Möglichkeit, darüber Kommilitonen kennenzulernen.

Auf dem GeoCampus in Lankwitz sind die Institute für Geographie und Geologische Wissenschaften sowie für Meteorologie angesiedelt.

DIE REPORTERINNEN

Immer auf dem Laufenden: Anke Schlieker (links) und Sarah Ashrafian leiten die Furios-Redaktion. Bei dem Studentenmagazin finden Teamsitzungen auch in Cafés statt.

© Annika Middeldorf

Anke Schlieker und Sarah Ashrafian, Chefredakteurinnen von „Furios“

Wie funktioniert ein Studium im Gefängnis? Warum wird am Schwarzen Brett vor der Mensa eine Schildkröte gesucht? Und wie sitzt es sich in einem selbstfahrenden Auto? Die Redakteure des studentischen Campusmagazins an der Freien Universität „Furios“ zeigen die ungewöhnlichen Seiten des Hochschullebens.

„Bevor ich bei Furios angefangen habe, wusste ich gar nicht, was an der Freien Universität alles passiert“, sagt Anke Schlieker. Seit September leitet die 19-Jährige gemeinsam mit Sarah Ashrafian das studentische Magazin. Schlieker studiert Sozial- und Kulturanthropologie sowie Politikwissenschaft und ist gleich zu Beginn ihres Studiums vor zwei Jahren zur Redaktion gestoßen. Ihre Kommilitonin Sarah Ashrafian hatte schon während ihrer Schulzeit journalistisch gearbeitet. „Ich wusste sofort, dass ich auch an der Uni weiterschreiben möchte“, sagt die 20-jährige Studentin. Die Furios-Redaktion besteht nicht aus einem festen Autorenteam. Alle seien eingeladen mitzumachen und eigene Themen vorzuschlagen, sagen die Chefredakteurinnen: „Auch ohne journalistische Erfahrung kann man dabei sein. Wer Lust auf Schreiben, Layouten oder Fotografieren hat, ist bei uns richtig“, sagt Sarah Ashrafian. Allen redaktionellen Neulingen würde Hilfe angeboten. Hochschulpolitik spiele bei Furios eine besondere Rolle. Für die beiden Redakteurinnen sei die journalistische Unabhängigkeit deshalb besonders wichtig.

Die Furios-Redaktion trifft sich während der Vorlesungszeit immer mittwochs um 18.00 Uhr in Raum JK 31/239 in der Silberlaube (Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin). Wer Interesse hat, kann auch eine E-Mail an diese Adresse schreiben: mitmachen@furios-campus.de.

DIE TRAINERIN

Franziska Wende bietet in der Rückenschule ein effektives Ganzkörperworkout an.

© Foto Marina Kosmalla

Franziska Wende, Physiotherapeutin

„Keine Zeit zum Morgenmuffeln“ – unter dieses Motto hat Franziska Wende ihr Kraft- und Ausdauertraining gestellt, mit dem sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Functional-Morning-Workouts“ wach und fit für den Arbeits- oder Unitag macht.

Die gelernte Physiotherapeutin bietet seit mehr als drei Jahren Kurse bei der Zentraleinrichtung Hochschulsport (ZEH) der Freien Universität an, darunter Angebote beim Fitness-Festival, Massagekurse und eine Rückenschule. Kürzlich hat sie eine Weiterbildung zur Aqua-Fitness-Trainerin absolviert, weshalb die ZEH eine weitere Sportart in ihr umfangreiches Programm aufnehmen kann. „Ohne Sport würde ich durchdrehen“, sagt Franziska Wende, die an der Humboldt-Universität den Masterstudiengang Germanistik und Sportwissenschaft mit Lehramtsoption belegt und in einer Praxis als Physiotherapeutin tätig ist. Am Hochschulsport der Freien Universität gefällt ihr die Freiheit, die Kurse selbst gestalten und sich Übungen ausdenken zu können.

Auch seien die Koordinatoren der Sportkurse stets offen für Vorschläge und neue Workshops. „Toll ist, dass nicht nur Studierende teilnehmen können, sondern genauso Beschäftigte der Hochschule und sogar Externe“, sagt die gebürtige Berlinerin.

Das Altersspektrum reiche beispielsweise in der Rückenschule von 20 bis 75. „Und die Jüngeren sind nicht zwangsläufig leistungsfähiger oder koordinierter als die älteren Teilnehmer“, sagt Franziska Wende. Die Rückenschule ist wie viele weitere Kurse, die die ZEH für Beschäftigte der Freien Universität anbietet, Teil des universitären Gesundheitsförderprogramms.

Das gesamte Sportangebot der Freien Universität steht unter: www.hochschulsport.fu-berlin.de. Anmeldungen sind zum Wintersemester vom 4. Oktober an möglich.

Wissenswertes zum Studienstart

Wer zum Winter ein Studium an der Freien Universität aufnimmt, hat schon vor Beginn der Vorlesungszeit am 17. Oktober Gelegenheit, Hochschule und Campus kennenzulernen.

Neuimmatrikulierte sind eingeladen zu fächerübergreifenden Info-Veranstaltungen: am Dienstag, 4. Oktober von 10.15 bis 12.45 Uhr und am Mittwoch, 5. Oktober von 14.15 bis 16.45 Uhr im Max-Kade-Auditorium des Henry-Ford-Baus, Garystraße 35, 14195 Berlin. Teil der Veranstaltung ist auch eine Einführung in „Campus Management“, die Studienverwaltungssoftware der Hochschule.

Internationale Studierende werden am 5. Oktober um 10.00 Uhr ebenfalls im Max-Kade-Auditorium begrüßt. Alle fachspezifischen Einführungsveranstaltungen der Studiengänge und Fachbereiche sind online einzusehen unter www.fu-berlin.de/studium/information_a-z/orientierung.html. Die Universitätsbibliothek (UB) kennenlernen können Studierende bei einer einstündigen Führung. Mitarbeiter des Informationszentrums weisen in Ausleihe, Kopierservice und Literaturrecherche ein. Anmeldung und Termine unter www.fu-berlin.de/ub; Garystraße 39, 14195 Berlin.

Weitere Informationen zum Studienstart und Geschichten aus dem Uni-Alltag unter www. fu-berlin.de/campusleben.

Übrigens: Die Freie Universität ist auch in den Sozialen Medien vertreten. Der offizielle Instagram-Account der Freien Universität versammelt unter dem Hashtag #hallofuberlin die schönsten Campus-Impressionen – eingefangen von Studierenden, Mitarbeitern und Beschäftigten der Pressestelle.

Marina Kosmalla, Annika Middeldorf

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
true
isPaid:
showPaywallPiano:
false