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30 Jahre Friedliche Revolution : Gorbatschow kommt nicht zum Mauerfall-Jubiläum

Am Montag stellt der Regierende Bürgermeister das Festprogramm fürs Mauerfall-Jubiläum rund um den 9. November vor. Es gibt schon zwei prominente Absagen.

Michail Gorbatschow im Jahr 2014 am Brandenburger Tor. Damals nahm der frühere sowjetische Staatspräsident an den Feierlichkeiten zu 25 Jahren Mauerfall teil.
Michail Gorbatschow im Jahr 2014 am Brandenburger Tor. Damals nahm der frühere sowjetische Staatspräsident an den Feierlichkeiten...Foto: dpa

Michail Gorbatschow, früherer sowjetischer Staatspräsident, der den Weg zur friedlichen Revolution in der DDR geebnet hat, wird in diesem Jahr nicht an den Feierlichkeiten rund ums Mauerfalljubiläum teilnehmen.

Dem Vernehmen nach hat der heute 88 Jahre alte Gorbatschow ebenso abgesagt wie der frühere US-Außenminister James Baker, der heute 89 Jahre alt ist. Ebenfalls eingeladen sind der polnische Friedensnobelpreisträger Lech Walesa und Miklós Németh, damaliger ungarischer Ministerpräsident - ob sie kommen, ist derzeit noch unbestätigt.

An diesem Montag stellt der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) das Festprogramm rund ums Mauerfalljubiläum am 9. November vor. Eine ganze "Festivalwoche" soll es werden: Vom 4. bis zum 10. November, rund um den 30. Jahrestag des Mauerfalls, feiert Berlin die Friedliche Revolution.

Die Stadt als Open-Air-Ausstellung

Die ganze Stadt solle in eine Open-Air-Ausstellung verwandelt werden, hieß es vorab. Details des Jubiläumsprogramms will Michael Müller am heutigen Montag bekanntgeben - gemeinsam mit Marianne Birthler, ehemalige Chefin der Stasi-Unterlagen-Behörde, und Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der Kulturprojekte GmbH. Präsentiert wird das Ganze in der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg. Die Kirche war einer der zentralen Orte für die Opposition und die DDR-Friedensbewegung in den 1980-er Jahren.

Das Festkonzert findet am 9. November am Brandenburger Tor statt.

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