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Schon vor einigen Tagen blockierten Aktivisten Straßen in Berlin.
© Paul Zinken/dpa
Update

Protest gegen Lebensmittelverschwendung: Aktivisten blockieren Autobahn-Zufahrten – Autofahrer schlägt Demonstrantin

Demonstranten der Kampagne „Essen Retten – Leben Retten“ haben erneut in Berlin protestiert. Dabei kam es zu einem gewaltsamen Streit.

Klimaaktivisten haben am Freitag zum dritten Mal in dieser Woche zeitweise Zufahrten zu Autobahnen blockiert. Wie die Polizei mitteilte, waren Demonstranten der Kampagne "Essen Retten - Leben Retten" unter anderem an der Seestraßenbrücke an der Auffahrt zur A100 in Moabit, den Zufahrten Sachsendamm und Innsbrucker Platz sowie am Kurt-Schumacher-Platz in Reinickendorf an der Auffahrt zur A111.

Auf der Auffahrt kam es infolge der Blockade zu einer Situation, in der ein wütender Autofahrer einer Aktivistin mit der Hand ins Gesicht schlug. Ein Video der Szene wurde von den Aktivisten der Kampagne auf dem Kurznachrichtendienst Twitter geteilt. Zu sehen ist ein Mann, der offenbar aus seinem im Stau stehenden Auto ausgestiegen ist, um sich über die Blockade zu beschweren.

Plötzlich schlägt er eine der Straßenbesetzerinnen mit der Hand ins Gesicht und schreit "Na los, jetzt verpiss dich, wir müssen arbeiten". Nach Informationen der "B.Z." ist der Berliner Polizei das Video bekannt und würde derzeit geprüft.

Die Szene soll sich zu einem Zeitpunkt zugetragen haben, als keine Polizeikräfte vor Ort waren. In einem ebenfalls auf Twitter veröffentlichten Video-Statement, erklärt die zuvor attackierte Frau, dass es ihr gut gehe.

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Der aggressive Autofahrer würde jedoch nichts daran ändern, dass die Aktivisten weiter für ihre Sache kämpfen wollen, berichtet die Betroffene.

Firma des Angreifers äußert sich

Am Nachmittag äußerte sich auch der Arbeitgeber des Mannes aus dem Video auf Twitter zu dem Vorfall. Der Autofahrer trägt auf der Aufnahme gut Sichtbar eine Jacke des Unternehmens Lieferfirma "Pickstar". Die Firma verurteilte die gewaltsame Attacke:

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Auch in Pankow blockierten Aktivisten die Fahrbahn an der Prenzlauer Promenade, Ecke Granitzstraße. Beteiligt waren jeweils nur fünf bis zehn Personen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Doch gab es teils Behinderungen im Berufsverkehr. Die Verkehrsinformationszentrale meldete zeitweise mindestens 45 Minuten Stau auf der A114 stadteinwärts.

Die Aktivisten fordern ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung und eine Agrarwende, um Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu senken. Sie nennen sich Aufstand der letzten Generation. (mit dpa)

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