• Gemeinsame Sache in Pankow: Am Tag der offen Tür können Ehrenamtliche das Angebot des „SprachCafé“ mitgestalten

Gemeinsame Sache in Pankow : Am Tag der offen Tür können Ehrenamtliche das Angebot des „SprachCafé“ mitgestalten

Ob ob Konzerte, Sprachkurse oder Handarbeiten – das „SprachCafé Polnisch“ ist Anlaufstelle für polnische Kultur.

Paul F. Duwe
Der Tag der offenen Tür im Pankower „SprachCafé Polnisch“.
Der Tag der offenen Tür im Pankower „SprachCafé Polnisch“.Foto: Corinna von Bodisco

Vor dem „SprachCafé Polnisch“ in der Pankower Schulzestraße stapeln sich polnische Bücher, die Terrasse lädt mit Tischen und Sonnenblumen zum Verweilen ein. Am Tag der offenen Tür begrüßt Koordinatorin Agata Koch im Hof die vielen Ehrenamtlichen, die das vielfältige Angebot des Cafés mitgestalten: ob mit Konzerten, Sprachkursen oder Handarbeiten.

Als die Räume 2018 bezogen wurden, wusste der Verein nicht, wie sich alles entwickelt – „aber die Menschen aus der polnischen und interkulturellen Community kamen einfach, brachten sich ein. Das war beeindruckend“, sagt Koch.

Eine davon ist die Bloggerin Martyna (migrantka.com), die das SprachCafé als Anlaufstelle für die polnische Kultur und die Unterstützung schätzt. „Alle können vorbei kommen, etwas Polnisches kosten, andere Menschen kennenlernen und sich engagieren“, sagt sie begeistert. Corinna von Bodisco

Gärtnern am Amtshaus Buchholz

Die Ehrenamtlichen Monika Schilling, Horst Grabein und Karola Erdmann begrünen den Garten des Amtshaus Buchholz.  
Die Ehrenamtlichen Monika Schilling, Horst Grabein und Karola Erdmann begrünen den Garten des Amtshaus Buchholz.  Foto: Paul Duwe

Der Platz für die Jurte am Amtshaus Buchholz ist schon da. Aber es fehlt noch der Garten drum herum. Für Monika Schilling, Karola Erdmann und Horst Grabein Grund genug, jetzt als Ehrenamtliche selbst Hand anzulegen. Zum Wochenbeginn hatten sie zu Pflanzenspenden aufgerufen. Eine Nachbarin brachte gleich Glockenblumen, Fetthenne und Bodendecker, die sie im eigenen Garten entbehren konnte. 

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Für die grüne Ecke hinter dem Haus in der Berliner Straße 24 gibt es konkrete Pläne. Monika Schilling sagt: „Um die Jurte herum wollen wir Beerensträucher für einen Naschgarten pflanzen.“ Gedacht ist an Himbeere und Brombeere, „aber dornenlos“, so dass die Kinder ihre Freude haben. 

Auch Blumenstauden und Herbstblüher sollen dazu kommen. Eine Gärtnerei aus Buchholz hat Hilfe zugesagt. Wer möchte, kann gern am kommenden Sonnabend, 19. September 2020, von 10 bis 12 Uhr zum Nachbarschaftszentrum kommen. Monika Schilling: „Wir freuen uns über jede helfende Hand.“ Paul F. Duwe

Alle packen mit an bei der Notübernachtung Storkower Straße

Aufräumen beim "Strassenfeger", der Notübernachtung Storkower Strasse in Prenzlauer Berg
Aufräumen beim "Strassenfeger", der Notübernachtung Storkower Strasse in Prenzlauer BergFoto: Paul Duwe

Da haben die Ehrenamtskoordinatin Ann Brügmann und ihre Kolleginnen vom Verein Strassenfeger e.V. kräftig mit angepackt. Zum Beginn der Engagementwoche am Montag wurden an der Notübernachtung für Obdachlose in der Storkower Straße 139c alte Matratzen, kaputte Kühlschränke, Holzbretter, Schrankwände und eine durchgelegene Couch von der BSR abgeholt. 

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Mit zwei Fahrzeugen waren die Müllmänner René Hoppe und René Hemmerl vom Betriebshof Kniprodestraße gekommen, um die Entrümpelung sicher vonstatten gehen zu lassen. Gut 20 Kubikmeter Sperrmüll wurden schließlich verstaut. 

Die Notübernachtung in Prenzlauer Berg bietet 31 Menschen ein kurzfristiges Dach über dem Kopf. Sie erhalten ein gesundes Essen und werden von einem Sozialarbeiter umfassend beraten. 

Ann Brügmann: „Bei der Arbeit in der Notübernachtung helfen uns 35 Ehrenamtliche, vom Studenten über den Hartz-4-Empfänger bis zum ehemals selbst Betroffenen.“ Paul F. Duwe

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