
© Deutsche Bahn / Bearbeitung: Tagesspiegel
Nach Brand in Berliner Silvesternacht: Ringbahn fährt wieder durch – Halt am Bahnhof Wedding entfällt
Das neue Jahr startet bei der S-Bahn mit großen Einschränkungen. Die Ringbahn fährt nach einem Feuer in Wedding am Freitagabend wieder durch, doch ein Halt entfällt weiterhin.
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Nach einem Feuer auf dem S-Bahnhof Wedding fährt die Ringbahn wieder ohne Unterbrechungen durch. Lediglich der Halt am Bahnhof Wedding entfällt noch in beiden Fahrtrichtungen, wie die Berliner S-Bahn am Freitagabend mitteilte. Zur Erreichbarkeit des Bahnhofs verkehrt auf den Linien S41 und S42 zwischen Gesundbrunnen und Westhafen weiterhin ein Ersatzverkehr mit Bussen.
Kurz nach Mitternacht hatte es am Neujahrsmorgen im Dienstraum auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Wedding gebrannt. Die Feuerwehr hatte das Feuer nach einer halben Stunde unter Kontrolle, obwohl die Flammen auf das Bahnsteigdach übergegriffen hatten. Der Schaden ist größer als gedacht – möglicherweise ist die Statik der Station betroffen. Die Bahn rechnet mit einem Schaden im sechsstelligen Bereich.
Die Berliner S-Bahn hatte am Freitagvormittag mitgeteilt, dass das Bahnsteigdach teilweise abgebaut werden müsse, um zu verhindern, dass beschädigte und lose Teile herabfallen. Es wurde bereits angekündigt, dass die Züge nach Abschluss der Arbeiten zunächst ohne Halt am Bahnhof Wedding verkehren sollten.
Eine statische Prüfung des Dachs soll außerdem zeigen, ob weitere Sicherungsarbeiten nötig sind, bevor Fahrgäste den Bahnhof wieder nutzen können.
Die Störung besteht bereits seit der Silvesternacht, in der es am S-Bahnhof Wedding brannte. Durch den Brand waren tragende Teile der Dachkonstruktion Temperaturen von über 650 Grad Celsius ausgesetzt.
Auf dem restlichen Ring fuhren die Züge zunächst nur alle zehn Minuten. Die Bundespolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung. Vermutlich wurde der folgenschwere Brand durch Pyrotechnik ausgelöst.
Durchfahrender ICE erfasst Mann in Berlin
Wenige Stunden nach dem Brand gab es in der Nähe einen tödlichen Unfall. Gegen 5.49 Uhr hatte ein durchfahrender ICE am Bahnhof Jungfernheide einen Mann erfasst, der auf einem der Regionalbahnsteige offenbar torkelte. Die Strecke zwischen Berlin-Spandau und Hauptbahnhof war bis 8.20 Uhr komplett gesperrt. Regionalbahnen fielen aus, ICE wurden umgeleitet auf die Stadtbahn.
Der Mann starb noch an der Unfallstelle. ICE passieren den Bahnhof in der Regel mit Tempo 160. Durch den Unfall am Bahnhof Jungfernheide war die brandbedingte Sperrung der S41 und S42 von 6 Uhr bis 8.25 Uhr bis Westend ausgeweitet worden.
Zudem gab es am Morgen im Norden auf der Linie S8 Probleme. Unbekannte hatten gegen 6 Uhr früh Gegenstände auf die Gleise in Höhe des Haltepunkts Mühlenbeck-Mönchmühle geworfen. Der Verkehr war auf einem langen Abschnitt, von Blankenburg bis Bergfelde, eingestellt. Dort fuhren Ersatzbusse.
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