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Wowereit soll seinen Rücktritt als Regierender Bürgermeister angeboten haben, sagt der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß.
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BER-Debakel: SPD-Landeschef: Wowereit hatte Rücktritt angeboten

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat der Führung seiner Partei wegen des neuen Flughafen-Debakels ursprünglich den Rücktritt angeboten, sagte der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß. Er und Gabriel hätten ihn davon abgehalten.

Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß bestätigte am Mittwoch, dass Wowereit sich am Wochenende wegen der vierten Verschiebung des Eröffnungstermins des Flughafens BER zu diesem Schritt bereiterklärt hatte. „In dieser Situation haben sowohl SPD-Chef Sigmar Gabriel als auch ich ihn gebeten, zu bleiben“, sagte Stöß. Er finde es richtig, dass Wowereit gesagt habe, man müsse Verantwortung für den Flughafen und für die Stadt übernehmen. Im RBB-Inforadio sagte Stöß, die Partei habe sich ausgetauscht und dann eine klare Entscheidung getroffen, dass Wowereit im Amt bleiben solle. „Wir sind eine solidarische Partei. Bei der FDP wäre es vielleicht so, dass man jetzt sagt, jetzt werden die Messer rausgeholt.“ Er gehe davon aus, dass Wowereit beim Misstrauensantrag der Grünen und der Piraten „mindestens die Stimmen der Koalitionsfraktionen vollständig kriegen wird“. Stöß fügte hinzu: „Da bin ich auch sehr zuversichtlich.“ Der Misstrauensantrag gegen Wowereit wird an diesem Donnerstag in einer Sondersitzung des Berliner Abgeordnetenhauses eingebracht. (dpa)

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