Tanja Wielgoß : BSR-Chefin geht 2019 zu Vattenfall

Wielgoß begründete den Schritt mit der Möglichkeit, die Energiewende mitzugestalten. Sie folgt auf Gunther Müller.

Eine frühere Vattenfall-Werbung auf dem Kantdreieck in Berlin-Charlottenburg.
Eine frühere Vattenfall-Werbung auf dem Kantdreieck in Berlin-Charlottenburg.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Personalwechsel bei der Berliner Stadtreinigung: BSR-Chefin Tanja Wielgoß wechselt 2019 als Vorstandsvorsitzende zur Vattenfall Wärme Berlin AG. Das hat der Aufsichtsrat des Energieunternehmens am heutigen Freitag entschieden, wie Vattenfall mitteilte. Ein BSR-Sprecher bestätigte den Wechsel am Abend: "Mehr gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt dazu nicht zu sagen." Zu einer Nachfolge äußerte sich das Unternehmen nicht.

Über ihren Wechsel sagte Wielgoß, die seit 2014 die BSR leitet: "Ich finde es sehr reizvoll, in der neuen Position die Möglichkeit zu haben, die Energiewende mitzugestalten. Dies ist auch der Hauptgrund, warum ich mich für diesen, für mich nicht einfachen Schritt entschlossen habe."

Tanja Wielgoß soll Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin AG werden.
Tanja Wielgoß soll Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Wärme Berlin AG werden.Foto: Vattenfall

Wielgoß wird Nachfolgerin von Gunther Müller, seit 2014 Sprecher der Vattenfall Wärme AG, der das Unternehmen laut einer Pressemitteilung auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen verlässt.

Die "Berliner Morgenpost" zitiert aus einer Mail von Wielgoß an die BSR-Mitarbeiter, wonach die Möglichkeit, die Energiewende mitzugestalten, den Ausschlag für die Entscheidung gegeben habe. Der Braunkohle-Ausstieg sei bei Vattenfall vollzogen: "Und in Berlin hat sich das Unternehmen vorgenommen, das von ihm betriebene Fernwärmenetz, das auch das drittgrößte in Europa ist, frei von der Abhängigkeit der Kohle zu machen."

Der Chef von Vattenfall Deutschland, Tuomo Hatakka, erklärte: "Tanja Wielgoß ist eine erfahrene und vielseitige Managerin, die umfassende Kenntnisse über Veränderungsprozesse von Unternehmen besitzt – die ideale Basis, um die Berliner Wärmewende einschließlich Kohleausstieg bis 2030 erfolgreich zu gestalten."

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