Tempelhofer Feld : Bezirksbürgermeisterin rechnet mit Rand-Bebauung

Ein Mix aus Wohnen und Gewerbe am Rand, außerdem ein Sportplatz. So stellt sich Bürgermeisterin Schöttler die Zukunft des Tempelhofer Feldes vor.

Ein weites Feld. Aus der SPD gibt es Forderungen, die Ränder des Tempelhofer Feldes zu bebauen.
Ein weites Feld. Aus der SPD gibt es Forderungen, die Ränder des Tempelhofer Feldes zu bebauen.Foto: imago images / Hoch Zwei Stock/Angerer

Die Bürgermeisterin des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler (SPD), erwartet, dass das Tempelhofer Feld an seinen Rändern bebaut wird.

Auf Radio rbb 88.8 sagte sie am Dienstag, das Thema müsse wieder diskutiert werden. Sie sei überzeugt, dass in zehn Jahren die Ränder des Feldes mit einem Mix aus Wohnen und Gewerbe moderat bebaut sein werden.

Außerdem würde dort "ein Sportplatz mit einem Rasenfeld wunderbar hinpassen", sagte Schöttler weiter. Aus ihrer Partei war erst kürzlich ein Vorstoß zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes gekommen. Mit einem Konzept zur „Bebauung des Tempelhofer Randes“ wollten drei Berliner SPD-Politiker die Diskussion über eine „sozialverträgliche“ Randbebauung neu beleben.

Die riesige Freifläche in der Mitte des Areals müsse zwar erhalten bleiben, doch östlich des Tempelhofer Damms und am südlichen Rand des Feldes hin zur Autobahn könnten in den nächsten Jahren mehrere tausend Wohnungen für Berliner Familien entstehen, schrieben die SPD-Kreischefs von Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg, Lars Rauchfuß und Harald Georgii sowie der Vize-Kreischef in Marzahn-Hellersdorf, Sven Kohlmeier.

Koalitionspartner Linke und Grüne sind allerdings bisher gegen eine Bebauung des Feldes.

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Seit dem erfolgreichen Volksentscheid vom Mai 2014 ist eine Bebauung des 355 Hektar großen Areals gesetzlich verboten. Angesichts der Wohnungsnot in der Hauptstadt hat sich die Stimmung mittlerweile aber gedreht. Rund 65 Prozent der Berliner fänden es jetzt gut, wenn auf dem Rand des Tempelhofer Feldes neue Wohnungen gebaut würden. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Instituts Civey im Auftrag des Tagesspiegel. Gegen eine Bebauung sprechen sich 27 Prozent der Befragten aus, unentschieden sind 8 Prozent. (Tsp)

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