UPDATE Wie ein Busfahrer erst mit seinem BVG-Bus zu spät kam - und dann die Fahrt einfach abbrach. Alle Fahrgäste mussten aussteigen und konnten selbst sehen, wie sie weiterkamen. Ein Erlebnisbericht aus dem Berliner Nahverkehr - und eine genauso späte wir merkwürdige Erklärung der BVG.
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Die BVG sucht einen neuen Chef, nachdem auch Andreas Sturmowskis Vertrag nicht verlängert wurde. Doch bisher mussten die Vorstände meist vorzeitig aufgeben.
Die Zeit war schon abgelaufen – doch quasi in letzter Sekunde ist jetzt entschieden worden, dass der Bahnhof Zinnowitzer Straße zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember doch in Naturkundemuseum umbenannt wird. Vorausgegangen war ein mehrjähriges Ringen um den Namenswechsel.

Der Vertrag von BVG-Vorstand Andreas Sturmowski wird nicht verlängert. Vor allem Finanzsenator Ulrich Nußbaum soll gegen eine weitere Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Bahnmanager gewesen sein. Die Nachfolge ist noch offen.

Mehr Kameras, Fahrstühle und eine neue Ost-West-Verbindung: Nach Zugausfällen kommen vom Senat gekürzte Zuschüsse den Verkehrsbetrieben zugute.
Der Senat verschiebt die Sanierung von Bahn und Straße gerne in die Zukunft. Das löst die Probleme aber nicht
Die BVG war schlecht informiert: Nach dem Bruch einer Achse bei einer Straßenbahn am Montag hatte das Unternehmen sofort mitgeteilt, einen solchen Vorfall habe es bisher bei diesen Fahrzeugtypen in Deutschland nicht gegeben. Dass es wenige Kilometer entfernt in Potsdam im vergangenen November ebenfalls einen Achsenbruch an einer baugleichen Straßenbahn gab, hatten die Berliner nicht mitbekommen.

Nach dem Bruch einer Achse bei einer Tatra-Straßenbahn geht die BVG von einem Einzelfall aus. Trotzdem werden die Kontrollen intensiviert.
Erst die S-Bahn, dann die Busse und jetzt die Straßenbahn: Am Montag ist bei einer Tram eine Achse gebrochen. Der leere Zug entgleiste am Hackeschen Markt. Die BVG lässt die Bahnen weiterrollen.
Jedes Jahr werden im Fundbüro der BVG fast 40 000 Gegenstände abgegeben, gefunden wurden sie in Zügen, Bussen, Straßenbahnen oder Bahnhöfen – und nur 30 Prozent davon werden von den Besitzern auch wieder abgeholt. Der Rest kommt unter den Hammer.
Am Freitagabend feiert das Musical "Linie 2" im Grips-Theater Premiere. Auch die echte U-Bahn-Strecke ist eine Bühne – für Komödien und Tragödien. Unsere Redakteure haben den Anfang gemacht - jetzt sind Sie gefragt. Welche Geschichten haben Sie in der U2 erlebt, was verbinden Sie mit den Bahnstationen?
Nach Rissen im Rütteltest lässt die BVG vorsichtshalber die Teile ihrer modernsten Fahrzeuge austauschen. Der Hersteller zahlt.
Ein Funktionär der rechtsextremistischen NPD, der durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist, hat wegen seiner politischen Gesinnung seinen Job bei einer Sicherheitsfirma verloren.

Niedliche Aufkleber im öffentlichen Nahverkehr Berlins weisen darauf hin, nur die wenigsten halten sich daran: Essen in Bus, Bahn und Tram schickt sich nicht. Aber dafür ein Bußgeld zahlen? Eine Berlinerin erzählt.

Wegen des S-Bahn-Desasters verzichtet die BVG auf die ursprünglich für 2010 vorgesehene Tariferhöhung. Danach aber sollen die Preise jährlich um 1,5 Prozent steigen. Die Entschädigungsangebote für Fahrgäste werden nun doch erheblich ausgedehnt.
Eine Stunde lang blieb die Werbellinstraße in Neukölln gesperrt, weil es in einem Bus plötzlich zu qualmen begann. Der Busfahrer musste ins Krankenhaus.

In diesem Jahr sind schon über 55.000 Züge der S-Bahn ausgefallen. Die dadurch verlorenen Fahrgelder fehlen auch anderen Unternehmen. Auch für die Fahrgäste gibt es nichts Positives zu berichten: Das Verkehrschaos bei der S-Bahn dauert weiter an.

Nach dem Mord an einem Mann in der Münchner S-Bahn wird wieder um die Sicherheit im Nahverkehr dabattiert. Die BVG plant, dass bis 2013 alle Züge kameraüberwacht sein sollen.
Die Befürworter lassen nicht locker: Wer beim Schwarzfahren in Bahnen oder Bussen erwischt wird, soll in Zukunft 60 Euro statt 40 Euro zahlen. Und wer innerhalb von zwei Jahren ein weiteres Mal ertappt wird, wäre dann mit 120 Euro dabei. Der Senat lehnt indes die Forderung ab.

Immer wieder kommen Autofahrer Straßenbahngleise in die Quere. Nun versucht die BVG gegen zu steuern.
Eine Woche nach dem Start der „Kanzler-U-Bahn“ haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schon fast 200 000 Passagiere gezählt.
Rund 13,6 Millionen Euro haben BVG und S-Bahn im vergangenen Jahr ausgegeben, um die Folgen von Graffiti, Beschädigungen von Fahrzeugen und sonstigem Vandalismus zu beseitigen. Hauptproblem sind Graffiti. Aber es gab auch 700 Angriffe auf Personal.

UPDATE Der Auffahrunfall an der Johannisthaler Chaussee am Dienstag wurde vermutlich vom Fahrer des Doppeldeckerbusses verursacht. Der verletzte Fahrer des anderen Busses konnte inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen.
Nicht zum ersten Mal werden Fahrgäste bei Unfällen mit BVG-Bussen verletzt. Eine Chronologie.
Am Dienstag sind zwei Linienbusse der BVG zusammengestoßen. Bei dem Unfall wurden nach bisherigen Angaben 15 Personen leicht und drei Menschen schwerer verletzt.
Finanzsenator Ulrich Nußbaum lässt den Umzug der BVG am Kleistpark in das Trias-Gebäude in Mitte überprüfen. Auch die Gehälter werden überprüft.
Zehntausende feierten die Eröffnung der neuen U-Bahnstrecke, obwohl sie alles andere als sehnsüchtig erwartet worden war. Wurde aus gutem Grund gefeiert? Was denken Sie? Gefällt Ihnen die neue U-Bahn? Oder sind die Feierlichkeiten überzogen? Diskutieren Sie mit.

Wo bis Mittwoch noch prachtvolle alte Bäume standen, ist ab Montag Baustelle – und zwar für zwei Jahre. Darüber ärgern sich derzeit viele Anwohner der Karl-Marx-Allee in Friedrichshain. Die BVG will 70 Jahre alte Tunnel neu abdichten lassen. Anwohner fürchten zwei Jahre Dreck und Lärm.
Die böse Überraschung kam nach der Bürgerversammlung: Kaum hatte die BVG die Anwohner der Karl-Marx-Allee über den letzten Stand der Dinge über die Bauarbeiten an der U 5 informiert, da fielen schon die Bäume. Aber nicht nur das ärgert die Friedrichshainer. Mittlerweile ist die Fällaktion gestoppt.
Ein 27-Jähriger hat in der Nacht für eine kurze Unterbrechung des U-Bahn-Verkehrs in Kreuzberg gesorgt. Er sprang plötzlich vom Bahnsteig des Bahnhofs Südstern und lief in den Tunnel Richtung Hermannplatz.
Senat lehnt BVG-Pläne für eine Stilllegung von U-Bahn-Linien ab. Doch die Zehlendorfer bleiben skeptisch. Nach mehreren Reparaturarbeiten in den letzten Jahren laufe der Betrieb endlich einmal normal - schon drohe neues Unheil.
Chaostage für die Fahrgäste: Ab Montag reduziert die S-Bahn ihr Angebot weiter. Dafür springt nun die BVG ein und lässt mehr Bahnen und Busse fahren. Die Kritik an den Sparvorgaben des Bahn-Vorstands geht weiter – aber der Konzern möchte keine der geschlossenen Werkstätten wieder öffnen.
Flugreisende ab Schönefeld müssen sich auf besondere Verzögerungen einstellen. Dafür ist die Fahrt mit Bahn oder Bus zum Flughafen billiger als sonst. Was sich ab Montag auf den Strecken ändert.
Mitten im Chaos um die S-Bahn prüft die BVG, ob sie langfristig U-Bahn-Strecken einstellen kann. Die Strecken zur Krummen Lanke und zum Innsbrucker Platz sind betroffen – sie gehören nicht zum S-Bahn-Ersatz-Konzept.
Die BVG streicht ihren Ferienfahrplan und setzt zusätzliche Busse ein, um die Folgen der Zugausfälle bei der S-Bahn zu mildern. Das Eisenbahnbundesamt verteidigt seine strengen Wartungen.
Die Berliner Verkehrsbetriebe haben beschlossen, die S-Bahn zu unterstützen und weitgehend auf ihren Ferienfahrplan mit weniger Fahrten zu verzichten. Alle BVG-Busse werden aus ihren Depots geholt und kommen zum Einsatz. Damit sollen die zahlreichen Ausfälle der S-Bahn in den kommenden Wochen zumindest ansatzweise kompensiert werden.
GEGNER IST EINE US-BANK Der Streit zwischen der BVG und der US-Bank JP Morgan um hochspekulative Finanzgeschäfte geht in Großbritannien vor Gericht. Ein Richter am Royal Court of Justice habe jetzt festgestellt, dass der Rechtsstreit zwischen dem Verkehrsunternehmen und der Bank um zunächst 112 Millionen US-Dollar (rund 80 Millionen Euro) in London und nicht – wie von der BVG gewünscht – in Deutschland ausgetragen werden soll, teilte die BVG mit.
Wieder einmal wurde ein Busfahrer Opfer eines Fahrgasts: Als er einen Mann ohne gültigen Fahrausweis aufforderte, den Bus zu verlassen, wurde dieser handgreiflich. Der Busfahrer musste sich in ärztliche Behandlung begeben.
Der Vorschlag des Finanzsenators Ulrich Nußbaum, den Landeszuschuss für die Berliner Verkehrsbetriebe "deutlich zu erhöhen", stößt in den Regierungsfraktionen teilweise auf Zustimmung. Preiserhöhungen lehnen SPD und Linke jedoch ab.

Die gute Nachricht: Bei einem Gespräch am Montagabend wollten Spitzenleute von BVG und S-Bahn ausloten, ob und wie das eine Unternehmen dem anderen helfen kann. Die schlechte Nachricht: So oder so ist kein Ende der Chaostage bei der S-Bahn in Sicht.