
Die gute Nachricht: Bei einem Gespräch am Montagabend wollten Spitzenleute von BVG und S-Bahn ausloten, ob und wie das eine Unternehmen dem anderen helfen kann. Die schlechte Nachricht: So oder so ist kein Ende der Chaostage bei der S-Bahn in Sicht.

Die gute Nachricht: Bei einem Gespräch am Montagabend wollten Spitzenleute von BVG und S-Bahn ausloten, ob und wie das eine Unternehmen dem anderen helfen kann. Die schlechte Nachricht: So oder so ist kein Ende der Chaostage bei der S-Bahn in Sicht.
In Berlin kann man für wenig Geld viel Bus und U-Bahn fahren. Die Stadt rühmt sich, im weltweiten Vergleich des öffentlichen Personennahverkehrs weit vorn zu stehen. Und will die Preise erhöhen. Doch zuvor muss sie ihre Hausaufgaben erledigen.
Der Vorschlag des Finanzsenators Ulrich Nußbaum, den Landeszuschuss für die Berliner Verkehrsbetriebe "deutlich zu erhöhen", stößt in den Regierungsfraktionen teilweise auf Zustimmung. Preiserhöhungen lehnen SPD und Linke jedoch ab.
Die hoch verschuldeten Berliner Verkehrsbetriebe brauchen nach Einschätzung von Finanzsenator Nußbaum einen höheren Landeszuschuss. Der BVG solle zugleich ein Zuwachs der Einnahmen über Tariferhöhungen zugestanden werden. Bei der S-Bahn gehen derweil die Chaos-Tage weiter.
Vier junge Männer im Alter von 19 und 20 Jahren haben in der Nacht zum Sonntag in einer Straßenbahn in Marzahn randaliert und Mitarbeiter eines Sicherheitsunternehmens angegriffen. Alle konnten festgenommen werden.
Finanzvorstand Henrik Falk soll sein Amt wieder aufgeben. Laut Juristinnenbund hätte seine Stelle ausgeschrieben werden müssen. Wirtschaftssenator Harald Wolf war an seiner Ernennung beteiligt.
Zum einen will die BVG zunächst weniger neue Trams anschaffen als ursprünglich geplant. Zum anderen sollen diese dann angeblich auch noch weniger Menschen befördern können als die alten. Der Fahrgastverband Igeb ist empört.
In Bussen und Bahnen werden fast wöchentlich Fahrer angepöbelt, viele von ihnen angegriffen. Obwohl die Zahl – 2008 waren es 600 Übergriffe – in diesem Jahr leicht abgenommen haben soll, wollen Verdi und CDU härtere Strafen.
Busse, die brennen, S-Bahnen, deren Räder nicht halten: Fahrten im Berliner Nahverkehr können ganz schön aufregend sein. Das sollte sich wieder ändern. Denn der Fahrgast darf nicht zum Versuchskaninchen werden.
Die drei in letzter Zeit ausgebrannten BVG-Busse stammen aus einer Lieferung. Dennoch will die BVG nicht alle Fahrzeuge dieser Serie - ursprünglich waren es 96 - aus dem Verkehr ziehen. Der Hersteller will von Auffälligkeiten nichts wissen.
Die BVG hat jetzt die Weichen für den Kauf neuer Straßenbahnen gestellt. Der Wirtschaftsausschuss des Unternehmens empfiehlt dem Aufsichtsrat, zunächst 99 neue, Flexity Berlin genannte Fahrzeuge anzuschaffen, die vom Senat finanziert werden.
Kurz vor den Gesprächen über seine Vertragsverlängerung gerät BVG-Chef Andreas Sturmowski in den Strudel von Umzug und Finanzgeschäften.

Die Parlamentarier luden Andreas Sturmowski wegen "schwerer Fehler" vor, der Finanzsenator schaltet Prüfer ein. Auch wegen des Umzugs in den Trias-Tower muss sich Sturmkowski verantworten.
Zwei Jahre nach einem gewalttätigen Vorfall in einem Bus der Linie M 29 muss sich der Täter jetzt vor Gericht verantworten. Ein Deal rettet ihn vor einer Gefängnisstrafe.

Der Rechnungshof rügt Angaben zum Umzug der Hauptverwaltung nach Mitte. So wollte die BVG jährlich rund zwei Millionen Euro sparen, doch bei der Umzugsplanung seien nicht alle Sachverhalte berücksichtigt werden, so die Behörde.

An der U-Bahn-Linie U 5 entstehen außergewöhnliche Stationen. Die Verlängerung der Strecke kostet 433 Millionen Euro. Bis 2017 sollen die Stationen in Betrieb gehen. Während der Bauphase müssen Fahrgäste mit Behinderungen im Verkehr rechnen.
17-Jährige waren zuvor über Bahngleise gelaufen
Geschlagen, angepöbelt oder angespuckt werden - das gehört für Berliner Busfahrer fast zum Alltag. Doch die Zahl der Attacken ging im vorigen Jahr von 554 auf 326 zurück.
PHASE 1Bis zum 28. Mai fährt die U2 nur zwischen Ruhleben und Schönhauser Allee, die M13 zwischen Warschauer Straße und Am Steinberg und die Tram 50 zwischen Guyotstraße und Nordend.
Keine Ruhe bei der BVG: In der Nacht zum Donnerstag ist ein Busfahrer am S-Bahnhof Pankow ins Gesicht geschlagen worden. Der 60-Jährige konnte danach nicht weiterarbeiten. An anderer Stelle wurden bei mehreren Bussen die Scheiben eingeschlagen. Ein Fahrgast wurde verletzt.

Am Donnerstag beginnt die Erneuerung der U-Bahnlinie 2. Auch die Gleise der Tram sind bis Herbst gesperrt. BVG-Kunden müssen auf Ersatzbusse und S-Bahn ausweichen, Autofahrer mit mehr Stau rechnen.
Eine 90-jährige Frau, die am 9. Mai in einem BVG-Bus gestürzt war, ist am Montag in einem Krankenhaus an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben.
Angriffe auf FahrerBei den rund 900 Millionen Fahrten im Jahr kommt es laut BVG-Sprecherin Petra Reetz zu etwa 200 tätlichen Angriffen auf Fahrer. Mit weitreichenden Folgen.
Angriff auf BVG-Bus: Ein Mann hielt das Fahrzeug an einer Kreuzung in Mitte auf, bis Verstärkung kam. Dann ging die Randale los. Menschen wurden bei der nächtlicher Attacke nicht verletzt.
Nach dem Rat des SPD-Bundestagsabgeordneten Benneter, sein Parteifreund Wowereit solle das "Experiment" Rot-Rot in Berlin beenden und mit den Grünen koalieren, lehnt die Berliner SPD Neuwahlen ab. Gerhard Schröder habe dereinst schließlich auch mit nur einer Stimme Mehrheit regiert.
Gewalttätigkeiten gegen Mitarbeiter der BVG müssen nach Ansicht der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi künftig schneller geahndet und als eigener Straftatbestand gewertet werden. Um das durchzusetzen, hat die Gewerkschaft am Wochenende eine entsprechende Kampagne mit Unterschriftenaktion gestartet.

Ein lauter Knall hat am Samstagnachmittag in Mitte Aufregung verursacht: Ein BVG-Bus hatte Feuer gefangen - es kam zu einer Verpuffung. Dem Busfahrer gelang es, alle Fahrgäste rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
VERGANGENHEITDie Hochbahn durch Kreuzberg wird seit Jahren saniert. Sie war als erste Strecke der heutigen U-Bahn gebaut und 1902 eröffnet worden.
Anwohner der Kreuzberger Hochbahnstrecke sind genervt, weil die Züge in den Kurven extrem quietschen. Dabei fahren die U-Bahnen auf so genannten Flüstergleisen. Am Kottbusser Tor installiert die BVG deshalb eine Sprühanlage.
Die BVG will die Arbeiten an der Verlängerung der U-Bahnlinie U 5 beschleunigen. Anlass sind die Vorbereitungen für das Humboldt-Forum: Beide Großprojekte sollen sich nicht nicht in die Quere kommen. Für die Fahrgäste hat das einen erfreulichen Nebeneffekt.
Anfang des Jahres durfte die Bürgerinitiative "Pro Reli“ in Bussen und Bahnen Unterschriften für ihr Volksbegehren sammeln und Werbezettel verteilen. "Pro-Reli“-Gegner kritisierten dies als Parteinahme. Künftig will sich die BVG aus solchen Konflikten völlig heraushalten.
Den BVG drohen Verluste in dreistelliger Millionenhöhe aus spekulativen Finanzgeschäften. Vermittelt wurden diese von der Bank JP Morgan, die nun ihren Schaden von den BVG einklagen will.

Fahrgäste auf der U-Bahn-Linie U 1 müssen sich gedulden – und die BVG muss sich sputen. Statt am 26. April werden die Arbeiten im Bahnhof Gleisdreieck, wie bereits angekündigt, drei Wochen länger dauern.
Ein Angriff auf einen Bus der Linie M 20 in Reinickendorf lief in der Nacht zu Montag glimpflich ab. Unbekannte beschädigten nur eine Seitenscheibe. Verletzt wurde niemand.
Der Berliner Senat zahlt im Frühjahr weniger Zuschüsse an die Nahverkehrsunternehmen. Mit dem gesparten Geld werden keine Haushaltslöcher gestopft - vielmehr kommt es den Fahrgästen auf anderen Wegen zugute.

Die Berliner Verkehrsbetriebe bekommen einen neuen Vorstandschef: Der scheidende Bahnchef Hartmut Mehdorn folgt auf Andreas Sturmowski. Die BVG steigt zudem bei der S-Bahn ein.
Gleich zu mehreren gewalttätigen Zwischenfällen kam es von Mittwoch auf Donnerstag bei der BVG. Zwei Mitarbeiter wurden von Fahrgästen verletzt, ein Wagen der U-Bahnlinie 5 von Jugendlichen beschmiert.

Bald werden 140 "Flexity"-Straßenbahnen geordert. Bis etwa 2020 könnte der gesamte Tramfuhrpark auf das Modell umgestellt werden.
Ohne höhere Zuschüsse aus dem Landeshaushalt könne die BVG nicht dauerhaft über die Runden kommen, erklärt der Vorstand. Trotzdem beteuert Unternehmenschef Sturmowski: Wir sind kein Sanierungsfall.

Trotz steigender Fahrpreise: Der Senat muss den Verkehrsbetrieben mit einer Millionensumme helfen und wirft dem Management Versagen vor. Auch der scheidende Finanzsenator und BVG-Aufsichtsratschef Thilo Sarrazin muss sich Kritik anhören.
öffnet in neuem Tab oder Fenster