Umzug von Sony Music nach Berlin : Ramona Pop: Es gab keine Subventionen

Der Unterhaltungsriese Sony Music zieht von München nach Schöneberg. Sind Steuermittel geflossen? Die Wirtschaftssenatorin dementiert.

Derzeit noch eine Baustelle: Sony Music wird in das ehemalige Gebäude der Commerzbank in der Potsdamer Straße einziehen.
Derzeit noch eine Baustelle: Sony Music wird in das ehemalige Gebäude der Commerzbank in der Potsdamer Straße einziehen.Foto: imago images/PEMAX

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft hat Spekulationen zurückgewiesen, der Umzug von Sony Music nach Berlin sei mit Steuermitteln gefördert worden. Matthias Borowski, Sprecher von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), erklärte: „Es sind garantiert keine Fördergelder geflossen.“ Bislang sei kein Antrag auf Fördermittel aus dem sogenannten GRW-Topf zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ eingegangen. Borowski bezeichnete den Umzug als großen Erfolg für die Stadt, deren Attraktivität damit weiter steige.

Berlin bietet "das beste kreative Potential"

Balthasar Schramm, ehemaliger Präsident von Sony Music Deutschland, hat die am Dienstag bekannt gewordene Ankündigung des Umzugs des Unternehmens von München nach Berlin begrüßt. „Der Umzug nach Berlin ist eine richtige Entscheidung. Man kann den Beteiligten nur gratulieren“, sagte Schramm. „Berlin als internationale Metropole bietet das beste kreative Potenzial.“ Kunst brauche einen „kompetitiven Markt, um wirklich gut zu sein“. Berlin biete dafür die besten Voraussetzungen. Schramm hatte den Chefsessel 2004 geräumt, nachdem entschieden worden war, die erst wenige Jahre zuvor von Frankfurt am Main nach Berlin umgesiedelte Zentrale von Sony Music nach München zu verlegen. Der Umzug sei „eine komplett schwachsinnige Entscheidung“ gewesen, die sachlich nicht zu begründen war, sagte Schramm.

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