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Verurteilte Terroristin : Berliner Senat entzieht Rasmea Odeh das Visum

Die verurteilte PLFP-Terroristin muss Deutschland verlassen. Die Innenverwaltung entzog ihr das Visum und erteilte ein Auftrittsverbot.

Helge Hommers
Rasmea Odeh verübte vor 50 Jahren ein Attentat in Jerusalem. Sie wurde dafür verurteilt und saß im Gefängnis.
Rasmea Odeh verübte vor 50 Jahren ein Attentat in Jerusalem. Sie wurde dafür verurteilt und saß im Gefängnis.Foto: Rebecca Cook/Reuters

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat am Freitagnachmittag das Visum der Palästinenserin Rasmea Odeh aufgehoben. Die verurteilte PLF Terroristin muss Deutschland nun verlassen. Außerdem wurde sie mit einem politischen Betätigungsverbot belegt. In Kreuzberg versammelten sich rund 50 Anhänger des antisemitischen Bündnisses „Boycott, Divestment and Sanctions“.

Ihr geplanter Auftritt am Freitagabend in Kreuzberg war zuvor bereits von der Dersim Kulturgemeinde abgesagt worden. Das bestätigte Ali Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland (KGD), auf Tagesspiegel-Anfrage.

Nachdem der Tagesspiegel am Dienstag von dem Auftritt der verurteilten PLFP-Terroristin berichtet hatte, führte Toprak über mehrere Tage Gespräche mit der Dersim-Gemeinde. Er riet ihr, Odeh keine Bühne zu geben.

Schließlich habe sich die Gemeinde am Freitagvormittag entschieden, den Mietvertrag mit dem Veranstalter zu kündigen. Aleviten und Kurden hätten nichts mit Organisationen gemein, die den Staat Israel vernichten wollen, sagte Toprak.

Für das lange Zögern der Gemeinde gab es Gründe: Nach Tagesspiegel-Informationen befürchtete die Dersim-Gemeinde Repressalien und Angriffe durch Palästinenser und Araber, sollte die Veranstaltung abgesagt werden. 

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