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Eine pflegebedürftige Person mit Rollator.

© dpa/Marijan Murat

Pflegebedürftigkeit verdoppelt sich: Betroffene in Deutschland immer länger auf Hilfe angewiesen

Zu diesem Ergebnis kommt der am Montag veröffentlichte Pflegereport der Barmer Ersatzkassen. Auch die Summe der in Anspruch genommenen Leistungen und die gezahlten Eigenanteile werden sich entsprechend erhöhen.

Stand:

Pflegebedürftigkeit dauert immer länger in Deutschland. In den kommenden Jahren werde sich die durchschnittliche Pflegedauer nahezu verdoppeln, heißt es am Montag im Pflegereport der Barmer Ersatzkassen. Dadurch erhöhten sich die Ausgaben pro pflegebedürftiger Person im Schnitt um 50 Prozent.

Die Soziale Pflegeversicherung überschreitet bereits jetzt ihre finanzielle Belastungsgrenze. Die Bundesregierung darf die Millionen Pflegebedürftigen und deren Angehörige nicht im Stich lassen und muss endlich für finanzielle Entlastung sorgen“, forderte Barmer-Vorstand Christoph Straub. So müsse die Pflegeversicherung umgehend von versicherungsfremden Leistungen befreit werden.

Pflegedauer und Leistungen verdoppeln sich

Bei jüngst gestorbenen Pflegebedürftigen lag die Pflegedauer bei 3,9 Jahren, die Leistungen der Pflegekasse im Schnitt bei 50.000 Euro. Bei aktuell Pflegebedürftigen wird sich die Pflegedauer nach Barmer-Berechnungen auf 7,5 Jahren nahezu verdoppeln und die Kosten auf rund 76.000 Euro ansteigen.

Darüber hinaus erwartet die Barmer einen weiteren Anstieg der Eigenanteile Betroffener bei der stationären Pflege.

Dies liege insbesondere an den gestiegenen Löhnen der Pflegekräfte. In der Altenpflege seien sie in den Jahren 2015 bis 2023 um 59 Prozent bei Hilfskräften und um 53 Prozent bei Fachkräften gestiegen. (KNA)

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